Protein aus Neuseeland: Deswegen ist regional nicht immer besser

Content Editor & Ökotrophologin
Leonie ist Ökotrophologin und schreibt Artikel über Ernährung & einen gesunden Lifestyle. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Ernährungspläne.

Unser Protein aus Neuseeland ist nicht nur geschmacklich ein echtes Highlight. Wir verraten dir, was der ökologische Fußabdruck mit unserem Protein zu tun hat und warum regional nicht immer besser ist.

Unser Anspruch ist es, dir mit unseren hochwertigen Proteinen ausnahmslos die bestmöglichste Qualität zu liefern. Deine Ziele sind unsere Motivation. Nur in Neuseeland konnten wir genau die Protein-Qualität finden, die unserem hohen Anspruch entspricht. Bevor wir dir mehr darüber erzählen, erklären wir dir im ersten Schritt, was es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich hat.

Was ist der ökologische Fußabdruck

Schon gewusst? Manche Ergebnisse sind vorhersehbar, andere überraschen. Das beste Beispiel sind Äpfel. Klar, ein regional geernteter Apfel hat in den Erntemonaten einen besseren ökologischen Fußabdruck. Aber wenn hierzulande gerade keine Apfel-Saison ist, hat ein Apfel aus Neuseeland einen besseren ökologischen Fußabdruck. Warum? Die Äpfel aus Deutschland müssen aufwendig gelagert und gekühlt werden. Dabei entstehen große Mengen CO2. Im Vergleich dazu ist der Import aus einem anderen Land wesentlich umweltfreundlicher.
Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß für unseren Ressourcenverbrauch. Dieser bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit der Erde. Das bedeutet konkret: Der ökologische Fußabdruck gibt dir Auskunft darüber, wieviel Biokapazität (gemessen in Hektar) bereitgestellt werden muss, um die Ressourcen für eine Region, Nation, Stadt, Haushalt, Unternehmen oder Person bereitzustellen und ihre Abfälle aufzunehmen. Also inwiefern ein Unternehmen beispielsweise in der Lage ist, biologische Materialien zu produzieren und auch wieder zu absorbieren.

Der ökologische Fußabdruck ist immer ein Indikator der Nachhaltigkeit. Je größer der ökologische Fußabdruck, desto stärker wird die Umwelt belastet. Ziel sollte es daher immer sein, dass der ökologische Fußabdruck so klein wie möglich ist.

Die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks beruht auf der Menge der CO2-Emissionen, die beispielsweise auf der gesamten Produktreise – also von der Weide bis hin zum fertigen Protein – entstehen.

©NZMP

Der ökologische Fußabdruck unseres Proteins

Auf den ersten Blick denkst du jetzt bestimmt, dass das Protein, das wir aus Neuseeland importieren, niemals einen besseren ökologischen Fußabdruck haben kann, als das Protein, das von europäischen Weidekühen stammt. Wir überzeugen dich vom Gegenteil. Hier sind die wichtigsten Fakten:

Die Weidekühe aus Neuseeland stehen ganze 328 Tage im Jahr auf weitläufigen, saftig-grünen Weiden. 2000 Sonnenstunden sorgen für perfekte Gras-Qualität. Und das ist ja immerhin das Hauptfutter unserer Kühe. Je besser das Futter, desto besser auch die Milch.

Wir erklären dir, was die Fütterung mit dem ökologischen Fußabdruck zu tun hat:

Die Auswirkungen des Klimas

In unseren Breitenkreisen können Kühe aufgrund der Klimabedingungen nicht das ganze Jahr draußen grasen. Das bedeutet zwangsläufig eine zusätzliche Fütterung über Getreide-Soja-Mischungen.

Das macht Weidemilch aus Neuseeland so besonders

Unser Fakten-Check:

Im weltweiten CO2-Emissions-Vergleich zeigt sich, wie wichtig Nachhaltigkeit und ein ökologisches Wirtschaften in Neuseeland ist.

©foodspring

Weidemilch aus Neuseeland

  • 90% der Emissionen stammen direkt von den Farmen, 9% aus der Verarbeitung, 1% aus der Distribution in andere Teile Neuseelands.
  • Neuseeland hat eine der niedrigsten Treibhausgas-Emissionen pro kg Milch im gesamten globalen Vergleich: 3 Mal weniger als der globale Durchschnitt.
  • Das Wasser, welches in der Whey Produktion notwendig ist, fließt wieder in die Kühlungsanlagen zurück. So können Ressourcen nachhaltig und effektiv geschont werden.
  • Die Kühe übernehmen das Düngen selbst – natürlicher Dünger statt Chemie.
  • Die Kühe verbringen 90 % ihrer Zeit im Jahr, also Pi mal Daumen 328 Tage, auf der Weide. Zum Vergleich: 120 Tage sind gesetzlich vorgeschrieben. 200 Tage sind in den meisten Fällen die Regel.
  • Das Tierwohl ist eine Herzensangelegenheit der lokalen Farmer.

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Unser Fazit

Wie du siehst, sind Nachhaltigkeit und die Reduktion der CO2-Emmissionen in Neuseeland mehr als nur ein leeres Versprechen. Durch ihre ressourcenschonende Milchverarbeitung tragen die landwirtschaftlichen Familienbetriebe aktiv zur Verbesserung der Treibhausgas-Emissionen und zur Umweltschonung bei.
Der ökologische Fußabdruck unseres Proteins punktet dabei trotz des Imports aus Neuseeland. Denn zum einen müssen keine Unmengen an Getreide und Soja importiert und angebaut werden, zum anderen wird die Milch in umweltschonenden Prozessen weiterverarbeitet.

Noch einmal die wichtigsten Vorteile für dich zusammengefasst:

  • Kein Anbau & Import von riesigen Getreide- und Soja-Mengen
  • Die Milch wird in umweltschonenden Prozessen weiterverarbeitet
  • Genossenschaft von lokalen Farmern, die zusammen ein großes Michwirtschafts-Netzwerk bilden: kurze Transportwege
  • Das Düngen übernehmen die Kühe selbst: Natürlicher Dünger statt Chemie
  • Tiere leben in ihrem natürlichen Habitat

1Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: CO2-Fußabdrücke für Milch- und Milchprodukte

Article Sources
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