4 Min Lesezeit

Tischtennis: Die wichtigsten Regeln, Effekte und alternative Spielformen

Eine Gruppe junger Erwachsener spielt Tischtennis
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Tischtennis, umgangssprachlich auch Ping Pong genannt, gilt als das schnellste Rückschlagspiel der Welt. Der Ball kann immerhin eine Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometer aufnehmen. Zwei oder vier Spieler stehen sich an einer Tischtennisplatte gegenüber und versuchen, den Ball mit dem Schläger so über das mittig gespannte Netz zu schlagen, dass der Gegner keinen Treffer landet. Erfahre hier mehr über Tischtennis, die wichtigsten Regeln und Trainingseffekte. Plus: Beliebte Spielalternativen zum klassischen Einzel oder Doppel.

Was ist Tischtennis?

Tischtennis gilt als die schnellste Rückschlagsportart der Welt. Zur Grundausstattung gehören eine Tischtennisplatte, die durch ein Netz in zwei Hälften geteilt ist, ein Tischtennisball und Tischtennisschläger.

In einem Match stehen sich zwei Einzelspieler (Einzel) oder zwei Teams mit je zwei Spielern (Doppel) gegenüber. Ziel ist es, den Ball so auf die andere Spielfeldhälfte zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht trifft. Gewonnen hat, wer in einem Satz zuerst 11 und mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht. Grundsätzlich besteht ein Match aus mindestens drei Sätzen, bei Europa- und Weltmeisterschaften wird mit vier Gewinnsätzen gespielt.

Tischtennis ist Ende des 19. Jahrhunderts in England entstanden. In Japan, China, Korea und Hongkong hat sich Tischtennis unter dem Namen “Ping Pong” zum populärsten Volkssport entwickelt, mit heute mehr als zehn Millionen aktiven Spielern. Der Begriff Ping Pong wird im offiziellen Rahmen nicht verwendet, da es sich dabei um eine eingetragene Marke handelt.

Wie funktioniert Tischtennis?

Beim Tischtennis ist jeder Spieler mit einem speziellen Schläger ausgestattet. Davon gibt es viele verschiedene Ausführungen. Gemeinsam haben die Modelle, dass sie eine ovale Schlagfläche haben und in der Mitte aus mehrfach geleimtem Holz bestehen. Die Flächen sind mit Gummi bezogen. Zentrum des Spiels ist die Platte: Eine wettkampftaugliche Tischtennisplatte ist 2,74 Meter lang, 1,525 Meter breit und befindet sich 0,76 Meter über dem Boden. Mittig ist ein Netz gespannt, welches 15,25 Zentimeter hoch ist.

Gespielt wird Tischtennis mit einem 2,7 Gramm leichten Ball aus Kunststoff, dessen Durchmesser 40 Millimeter beträgt. Ziel ist es, diesen Ball im Wechsel über das Netz zu spielen. Misslingt dem Gegenspieler das Rückspiel, bekommt sein Kontrahent einen Punkt.

Zählweise beim Tischtennis

Ein Tischtennis-Match wird in Sätzen gespielt. Im Breitensport kann jener Spieler das Match für sich entscheiden, welcher zuerst drei Sätze gewonnen hat. Es werden somit maximal fünf Sätze gespielt. Um einen Satz zu gewinnen, muss ein Spieler 11 Punkte erreichen und mindestens zwei Punkte Vorsprung zu seinem Gegner haben. Nach jedem Satz wechseln die Kontrahenten die Seiten. Im finalen fünften Satz findet der Seitenwechsel statt, sobald einer der Spieler 5 Punkte erreicht hat.

Die wichtigsten Tischtennis-Regeln

Aufschlag Tischtennis
©Olaf Herschbach / EyeEm

Begonnen wird ein Tischtennisspiel mit dem Aufschlag. Dafür gibt es eine Reihe von Regeln:

  • Der Spieler muss den Ball hinter der Tischplatte mindestens 16 Zentimeter aus der geöffneten Hand hochwerfen, bevor er ihn schlägt.
  • Der Ball muss zuerst auf der eigenen Tischhälfte aufkommen, bevor er über das Netz geht und auf der gegnerischen Tischhälfte aufspringt.
  • Beim Einzel darf der Ball überall auf der Tischplatte aufkommen, beim Doppel muss er diagonal gespielt werden.
  • Für jeden Aufschlagfehler bekommt der Kontrahent einen Punkt.
  • Bei einem “Netzaufschlag”, wenn der Ball das Netz touchiert, aber trotzdem auf der gegnerischen Seite aufprallt, darf der Aufschlag wiederholt werden.
  • Jeder Spieler hat zwei Aufschläge, bevor gewechselt wird. Eine Ausnahme gilt, wenn der Punktestand 10:10 ist, dann wechseln die Spieler nach nur einem Aufschlag.

Auch für den anschließenden Ballwechsel gibt es ein paar Regeln:

  • Der Ball darf und muss genau ein Mal auf der eigenen Tischhälfte aufkommen, bevor er zurück zum Gegner gespielt wird.
  • Der Ball darf das Netz touchieren, sofern er trotzdem auf der gegnerischen Tischhälfte aufkommt.
  • Kleidung, Wände oder andere Gegenstände darf der Ball nicht berühren.
  • Der Ball muss auf der planen Tischplatte aufkommen. Prallt er seitlich ab, ist dies ein Fehler.
  • Ein Ballkontakt auf der Tischkante ist ein zulässiger “Kantenfehler”, für den sich der Spieler entschuldigt, aber nicht bestraft wird.

Was bringt Tischtennis?

Als schnellste Rückschlagsportart ist Tischtennis ein effektives Training für den Körper und den Kopf. Der Ballsport fördert vor allem die Schnellkraft und Beweglichkeit. Schließlich musst du dich binnen Sekunden am Tisch von rechts nach links bewegen, im Oberkörper rotieren und den Ball mit ausreichender Schlagkraft treffen. Dabei werden die Oberschenkel- und Gesäßmuskeln ebenso aktiviert wie die Schulter-, Arm- und Rumpfmuskulatur.

 Ebenso schult Tischtennis in hohem Maße die Hand-Augen-Koordination, die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie die koordinativen Fähigkeiten.

Darüber hinaus kann Tischtennis als Teamsport eine Bereicherung für das Sozialleben sein. Du spielst nie allein, sondern immer mit einem Partner. Dabei kannst du neue Kontakte knüpfen oder sportliche Freundschaften pflegen.

Das Schöne an dem Rückschlagspiel: Im Vergleich zu anderen Ballsportarten wie Tennis, Handball und Volleyball ist das Verletzungsrisiko beim Tischtennis gering.

Tipp: Für eine bessere Beweglichkeit im Oberkörper kann ergänzend zum Tischtennis Mobility Training sinnvoll sein.

Für wen eignet sich die Ballsportart Tischtennis?

Tischtennis Varianten
©Michael Heffernan

Tischtennis kennt im Grunde keine Grenzen: Bis ins hohe Alter kannst du den Sport ausüben, sofern du entsprechend deines Levels spielst und auf körperliche Einschränkungen Acht gibst. Nicht ohne Grund wird Tischtennis sogar im Rehasport eingesetzt.

Um mit Tischtennis zu starten, kann es von Vorteil sein, wenn du über ein gutes Reaktionsvermögen und Ballgefühl sowie über das Interesse an Teamsport verfügst. Alle anderen Fähigkeiten, wie etwa die Schlagtechniken, kannst du dir mit etwas Übung schnell aneignen.

Alternative Tischtennis-Spielformen

Im Einzel oder Doppel zu spielen, sind dir auf Dauer zu eintönig? Hier sind alternative Spielformen für Tischtennis-Fans:

  1. Offenes Rückschlagspiel: Schnapp dir einen Spielpartner, Schläger und Ball – und los! Ihr könnt auch ohne Tisch zum Beispiel über eine Leine, ein Netz oder gegen die Wand spielen.
  2. Rundlauf: Kennt ihr noch den Rundlauf an der Tischtennisplatte aus der Schulzeit? Hier können gleich mehrere Spieler teilnehmen. Ihr lauft im Uhrzeigersinn um den Tisch und spielt den Ball im Wechsel über die Platte. Wer nicht trifft, ist raus.
  3. Übergabespiel: Zwei Teams mit mehreren Spielern treten gegeneinander an und wechseln sich nach einer bestimmten Schlagzahl oder einem vorab definierten Punktestand ab.
  4. Veränderter Plattenaufbau: Viele Tischtennisplatten lassen sich einseitig auf vielfältige Weise anwinkeln. Du kannst entweder alleine oder mit einem Partner dagegen spielen und verschiedene Techniken trainieren.

Fazit

  • Tischtennis gilt als schnellstes Rückschlagspiel der Welt.
  • Für den Ballsport benötigt man eine Tischtennisplatte mit Netz, spezielle Schläger und einen Tischtennisball.
  • Beim Tischtennis stehen sich zwei oder vier Spieler an einer Tischtennisplatte gegenüber. Mittig befindet sich ein Netz. Ziel ist es, den Ball darüber zu schlagen, so dass der Gegner ihn nicht erreicht.
  • Tischtennis trainiert insbesondere die Schnellkraft, die Beweglichkeit sowie die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Das Verletzungsrisiko ist beim Tischtennis vergleichsweise gering.

Alternative Spielformen zum klassischen Einzel oder Doppel sind zum Beispiel Rundlauf, das Übergabespiel oder das offene Rückschlagspiel.

Artikel-Quellen
Wir bei foodspring verwenden nur qualitativ hochwertige Quellen sowie wissenschaftliche Studien, die unsere Aussagen in Artikeln stützen. Lies hierzu auch unsere Editorial Richtlinien durch Erfahre, wie wir Fakten prüfen damit unsere Artikel immer korrekt, verlässlich und vertrauenswürdig sind.

Verwandte Artikel