zwei junger Männer mit Maske auf dem Basketballplatz

Training mit Maske? 5 typische Fehler, die du vermeiden solltest

Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Zum Schutz vor Corona gilt vielerorts Maskenpflicht. Nicht überall ist ein Mundschutz zwingend, doch aus Rücksicht tragen viele Sportler auch beim Training eine Maske. Erfahre hier, welche typischen Fehler du dabei vermeiden solltest.

Wo gilt Maskenpflicht beim Sport?

Abstandsregeln, Hygienevorschriften, Maskenpflicht: Das Coronavirus hat die Politik zu einer Reihe von Maßnahmen veranlasst, die unseren Alltag seit Monaten bestimmen. Nach anfänglichen Einschränkungen ist Sport in Fitnessstudios inzwischen wieder problemlos möglich – natürlich unter Auflage bestimmter Regelungen. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland. Wo Maskenpflicht beim Sport besteht, kannst du der jeweiligen Landesverordnung entnehmen.

Selbst wenn ein Mund-Nasenschutz nicht verpflichtend ist, kann eine Maske beim Sport sinnvoll sein, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. Grundsätzlich ist überall dort das Tragen einer Atemmaske empfehlenswert, wo sich die Abstandsregeln nur schwer einhalten und die Räume nicht ausreichend lüften lassen.

Frau joggt mt Maske über eine Brücke
@Attila Csaszar

Beim Joggen oder Radfahren an der frischen Luft hingegen kannst du in der Regel darauf verzichten. Im Freien ist die Infektion über Aerosol-Teilchen eher unwahrscheinlich, vorausgesetzt du hältst dich an den Mindestabstand von 1,5 Metern. Der ist laut einer aktuellen Studie beim Sport zwingend einzuhalten, da die Aerosole durch Bewegungen verwirbelt werden und so länger in der Luft bleiben können (1).

Gefährlich ist Sport mit Maske übrigens nicht, solange du die folgenden Fehler vermeidest:

Fehler 1: Du trainierst zu hart

Mann macht Boxjumps mit Maske
@Igor Alecsander

Jeder, der häufiger eine Maske trägt, weiß inzwischen: Das Atmen fällt auf Dauer schwerer. Kein Wunder, dass das Training mit Maske anstrengender ist als Sport ohne Mundschutz. Der Stoff verschließt Mund und Nase, so dass dir jeder Atemzug gegen diesen Widerstand Kraft abverlangt. Kraft, die dir folglich für den letzten Satz oder die finalen Trainingsminuten fehlen.

Heißt für dich: Beim Sport mit Maske solltest du die Trainingsintensität ein wenig herabsetzen und nicht ans gewohnte Limit gehen. Starte zudem bewusst langsam in jede Einheit, vor allem wenn das Training mit Mundschutz neu für dich ist.

recovery aminos in gym bag
©foodspring

Tipp: Da du beim Sport mit Maske üblicherweise mehr schwitzt, achte darauf, spätestens nach der Einheit ausreichend zu trinken. Außerdem braucht dein Körper jetzt wichtige Nährstoffe zurück, die er über den Schweiß verloren hat. Unsere Recovery Aminos sind dafür die ideale Unterstützung.

Fehler 2: Der Mundschutz ist zu dick

Je leichter und dünner die Maske, desto weniger fühlst du dich eingeschränkt. Beim Sport sind daher softe Stoffmasken oder Einwegmasken die beste Wahl. FFP-Masken mit Atemventil wiederum eignen sich weniger für dein Training. Sie gelten zwar als optimaler Infektionsschutz, behindern die Atmung allerdings stärker als handelsübliche Modelle aus Stoff. Besonders bei intensiverem Training ist daher dringend davon abzuraten. Achte trotzdem darauf, dass das Material dicht gewebt ist.

Fehler 3: Die Maske sitzt nicht optimal

Beim Sport bist du fast ununterbrochen in Bewegung, deutlich mehr zumindest als beim Bahnfahren. Sitzt deine Maske nicht fest genug und verrutscht, musst du dir zum Korrigieren ständig ins Gesicht fassen. Dadurch erhöht sich das Risiko einer Infektion. Egal, ob Laufen, Yoga oder Krafttraining – achte beim Sport mit Maske darauf, dass sie optimal sitzt.

Frau macht draußen Dips mit Maske
@South_agency

Fehler 4: Du hast keine Wechselmaske dabei

Eine feuchte Umgebung ist der ideale Nährboden für Keime. Ist deine Maske verschwitzt, bietet sie deshalb keinen Schutz mehr – übrigens ganz unabhängig vom Coronavirus. Auch andere Krankmacher können sich darauf sammeln, die deiner Gesundheit möglicherweise schaden. Im besten Fall hast du also immer eine Zweitmaske parat.

Stoffmasken solltest du nach dem Training bei 60 Grad waschen und gut trocknen. Anschließend kannst du sie erneut verwenden. Einwegmasken sind, wie der Name sagt, für die einmalige Nutzung gedacht. Wirf sie nach dem Sport direkt in den Müll.

Fehler 5: Die Maske soll den Trainingseffekt erhöhen

Das Atmen mit Mundschutz fällt subjektiv schwerer, da der Stoff einen ungewohnten Widerstand darstellt. Dass die Luftzirkulation durch das Gewebe blockiert ist, stimmt jedoch nicht. Trotz Stoffmaske gelangt ausreichend Sauerstoff in deine Lungen. Ebenso zuverlässig kann Kohlenstoffdioxid entweichen. Du solltest also nicht dem Irrglauben verfallen, mit deinem Mundschutz ließe sich ein Höhentraining imitieren.

Mann sitzt an einer Schulterdrückmaschine udn trägt einen Mund und Nasenschutz
@FG Trade

Fazit

  • Sport mit Maske ist in Zeiten von Corona sinnvoll, wenn du die Abstandsregeln nicht einhalten kannst oder sich die Räumlichkeiten nicht ausreichend lüften lassen.
  • Durch den Widerstand vor Mund und Nase kann das Atmen mit Maske schwerer fallen: Reduziere die Trainingsintensität, um deinen Körper nicht zu überlasten.
  • Je leichter und dünner ihr Stoff, desto besser eignet sich eine Maske fürs Training.
  • Die Maske sollte beim Sport eng am Gesicht anliegen und nicht verrutschen.
  • Feuchte Masken erfüllen nicht länger ihren Zweck: Trage immer eine Wechselmaske bei dir, für den Fall dass dein Mundschutz verschwitzt ist.
  • Ein handelsüblicher Mundschutz ist nicht dazu gedacht, ein Höhentraining zu imitieren.
Artikel-Quellen
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  • (1) http://www.urbanphysics.net/Social%20Distancing%20v20_White_Paper.pdf

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