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Ashtanga Yoga: Alles über den temporeichen Stil für disziplinierte Yogis

Frau macht die seitliche Krähe
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Ashtanga Yoga ist mit seinen sechs festen Übungsserien einer der forderndsten Stile, die es gibt. Ambitionierte Yogis, die Körper und Geist an ihre Grenzen bringen wollen, kommen beim Praktizieren voll auf ihre Kosten. Hier erfährst du, was die Yogarichtung ausmacht und ob sie auch dich auf die Matte locken könnte.

Was ist Ashtanga Yoga?

Ashtanga Yoga hat seine Ursprünge in den 1960er Jahren. Der Stil ist eine moderne Weiterentwicklung der Hatha Yogarichtung. Im Vergleich dazu werden die einzelnen Körperübungen (Asanas) aber durch fließende Übergänge miteinander verknüpft und stringent ohne Pause praktiziert.

Beim Ashtanga Yoga gibt es insgesamt sechs Übungsserien, die sich jeweils aus mehreren Asanas zusammensetzen. Diese werden in der immer gleichen Abfolge ausgeführt. Auch der Atemrhythmus ist genau festgelegt und optimal auf die Bewegungen abgestimmt.

Die Ashtanga Yogalehre sieht vor, dass Praktizierende täglich üben. Ashtanga Yoga gilt nicht ohne Grund als einer der härtesten Yogastile, der jede Menge Disziplin fordert. Auf der Matte wird nichts dem Zufall überlassen. Das unterscheidet den Stil von modernen Abwandlungen wie Vinyasa Yoga, bei dem Lehrende ihre Yoga Flows frei gestalten können.

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@AzmanL

Wie funktioniert Ashtanga Yoga?

Wer mit Ashtanga Yoga anfängt, beginnt mit der ersten von sechs festen Übungsserien und übt diese so lange, bis er sie perfekt beherrscht. Entsprechend wird die erste Serie am häufigsten praktiziert. Sie besteht aus 41 Asanas, darunter der Krieger (Virabhadrasana), die Krähe (Bakasana), der Fisch (Matsyasana) und  das Boot (Navasana).

Es gibt in vielen Yogastudios offene Stunden, in denen jeder Yogi die Serie auf seinem aktuellen Level unter Aufsicht eines Lehrers üben kann. In traditionellen Klassen sagt der Lehrende die Asanas nacheinander an. Dabei verwendet er die Übungsnamen im Sanskrit, der altindischen Gelehrtensprache. Der Wechsel zwischen den Posen erfolgt sehr schnell: Alle fünf Sekunden ist eine neue Haltung an der Reihe.

Natürlich finden sich auch klassische Elemente im Ashtanga Yoga wieder, wie eine einleitende Meditation, der Sonnengruß als Warm-up und die Tiefenentspannung zum Abschluss.

Das hohe Tempo in Verbindung mit der strikten Abfolge macht Ashtanga Yoga zu einem Yogastil, den man entweder liebt oder hasst.

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@AzmanL

Was bringt Ashtanga Yoga?

Ashtanga Yoga verlangt dem Körper und Geist einiges ab. Das kann dich auf verschiedenen Ebenen weiterbringen:

  • Durch die temporeiche Abfolge der Übungen, die viele Sprünge enthalten, trainierst du deine Ausdauer.
  • Die statischen, kraftvollen Asanas stärken deine Muskulatur, insbesondere die Tiefenmuskulatur im Rumpf.
  • Die dynamischen Flows und der synchrone Atemfluss fordern volle Aufmerksamkeit, so dass du deine Achtsamkeit schulst und blockierende Gedanken besser loslassen kannst.
  • Das Üben der festen Übungsserien ist ein gutes Konzentrationstraining.
  • Durch die regelmäßige, intensive Körpererfahrung stärkst du deine mentale Kraft und Selbstdisziplin.

Für wen ist Ashtanga Yoga geeignet?

Ashtanga Yoga ist anspruchsvoll und fordernd. Du solltest Lust darauf haben, deine Grenzen auszutesten und dich auszupowern. Wer ernsthaft Ashtanga Yoga betreiben will, sollte zudem bereit sein, mehrmals die Woche oder besser noch täglich die Matte auszurollen. Der Yogastil ist sehr leistungsorientiert und daher für alle geeignet, die sportlich ambitioniert sind.

Da die Yogastunden sehr temporeich ablaufen und Lehrende in der Regel die Sanskrit-Namen der Asanas ansagen, solltest du über ein paar Grundkenntnisse verfügen. Wer noch unerfahrener Yogi ist, läuft Gefahr, sich zu überfordern oder die Asanas falsch auszuführen. Entsprechend hoch ist das Verletzungsrisiko. Absolute Anfänger sind in einem Hatha Kurs besser aufgehoben, wo die Basis geschaffen wird.

Lass dich von der strengen Lehre auch nicht abschrecken: Es ist noch kein Ashtanga Profi vom Himmel gefallen. Mit Geduld, Willenskraft und Disziplin kannst du es auf der Matte weit bringen und viel Spaß an den Übungsserien haben.

Frau praktiziert Yoga zuhause
@zoranm

Alternativen zu Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist dir zu hart, temporeich und strikt? Oder du fühlst dich noch zu unerfahren? Dann könnte eine dieser Yogastile deinen Bedürfnissen gerecht werden:

  • Hatha Yoga: Ideal für Neu- oder Wiedereinsteiger ist Hatha Yoga. Hier werden kräftigende Asanas in Verbindung mit einer bewussten Atmung geübt. Im Vergleich zum Ashtanga Yoga gibt es zwischen den einzelnen Posen kurze Entspannungspausen. Du lernst alle Übungen mit Namen kennen und weißt nach einem Kurs ganz genau, wie die richtige Ausführung geht.
  • Power Yoga: Power Yoga ist vom Ashtanga Yoga abgeleitet. Hier werden die Übungen aber individuell auf das Level der Praktizierenden angepasst. Insofern ist dieser Yogastil etwas freier als die strikte Ashtanga Lehre.
  • Bikram Yoga: Ähnlich fordernd, aber stärker auf die Flexibilität ausgerichtet, ist Bikram Yoga. Du übst Asanas bei circa 40 Grad Celsius. Die hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur machen dich während der Session besonders dehnbar.

Fazit

  • Beim Ashtanga Yoga gibt es sechs feste Übungsserien, die in der immer gleichen Abfolge ohne Pausen dazwischen ausgeführt werden.
  • Neben den Körperübungen ist auch der Atemrhythmus genau festgelegt.
  • Der Wechsel zwischen den Asanas erfolgt sehr temporeich und fließend.
  • Der Yogastil ist schnell und fordernd – für den Körper und den Geist.
  • Beim Ashtanga Yoga muss man Geduld, Selbstdisziplin und Konzentrationsfähigkeit mitbringen.
  • Ashtanga Yoga eignet sich vor allem für erfahrene Yogis, die sich mental und körperlich an ihre Grenzen bringen wollen.
Artikel-Quellen
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