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Fußball: Definition, Effekte und Alternativen zur beliebten Ballsportart

Fussballspiel
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Fußball ist weltweit eine der beliebtesten Ballsportarten – in Deutschland sogar die Nummer eins. Zwei gegnerische Mannschaften kicken in 90 Minuten Spielzeit um den Sieg. Erfahre hier, wie Fußball funktioniert, welche Trainingseffekte der Sport auf deinen Körper hat und welche Ballsportarten alternativ zu dir passen könnten. 

Was ist Fußball?

Die Ballsportart Fußball, wie wir sie heute kennen, stammt ursprünglich aus England, wo Mitte des 19. Jahrhunderts der erste Fußballverein gegründet wurde. Vorläufer des Spiels gehen sogar bis ins zweite Jahrtausend vor Christus zurück. Mit dem DFB, der seit 1900 existiert, kam der Fußball offiziell nach Deutschland. Inzwischen soll es weltweit mehr als 300.000 Fußballvereine geben. Alle vier Jahre richtet die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) eine Weltmeisterschaft aus, die über den gesamten Globus hinweg Zuschauer anzieht.

Beim Fußball treten zwei gegnerische Mannschaften mit jeweils elf Spielern an. Ziel ist es, den Ball ins Tor des Gegners zu schießen. Fußball wird grundsätzlich im Freien gespielt (Feldfußball), es gibt aber auch Hallenfußball. Das Spielfeld ist in diesem Fall kleiner, ebenso wie die Mannschaftsgröße.

Wie funktioniert Fußball?

Beim Fußball stehen sich zwei Mannschaften auf einem standardmäßig 105 mal 68 Meter großen Feld gegenüber. Jedes Team setzt sich aus zehn Feldspielern und einem Torwart zusammen. Sie spielen um einen runden Ball, den es so häufig wie möglich ins gegnerische Tor zu schießen gilt. Gleichzeitig versuchen die Spieler zu verhindern, dass der anderen Mannschaft ein Treffer gelingt. Der Ball wird mit dem Fuß gespielt. Ballkontakte sind grundsätzlich aber mit dem gesamten Körper erlaubt. Handspiel ist tabu. Lediglich der Torwart darf den Ball mit den Händen abwehren oder fangen.

Männer spielen Fussball
©alvarez

Ein offizielles Fußballspiel dauert 90 Minuten, bestehend aus zwei Halbzeiten à 45 Minuten. Kommt es zu Foulspiel, Spielerwechseln oder anderen Unterbrechungen, wird die verlorene Zeit am Ende einer Halbzeit nachgespielt. Eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten nach der 90-minütigen Spielzeit gibt es nur in K. O.-Wettbewerben, beispielsweise im Finale einer Weltmeisterschaft. Ist das Ergebnis noch immer unentschieden, kommt es zu einem Elfmeterschießen.

Es gibt eine Reihe von Regeln, die beim Fußball eingehalten werden müssen. Ein Schiedsrichter beobachtet den Spielverlauf und pfeift bei Verstößen wie beispielsweise einem Abseits ab. Er vergibt gelbe oder rote Karten und entscheidet außerdem, ob ein Tor zählt.

Um Fehlentscheidungen zu vermieden, gibt es den sogenannten Videobeweis. Ein Videoassistent (Video Assistant Referee, kurz VAR) schaut sich den Spielverlauf bei strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen in der Wiederholung und optional in Zeitlupe an. Sein Urteil, zum Beispiel zu Toren, Strafstößen oder einer roten Karte, gibt er per Funk weiter.

Was bringt Fußball?

Fußball ist ein Ganzkörpersport, der vor allem die Ausdauer, aber auch deine Kraft und die Koordinationsfähigkeit trainiert. Sprints, Sprünge und Dauerläufe fordern den gesamten Körper der Feldspiele

DieBewegungsabläufe beim Fußball stärken besonders die Beinmuskulatur. Doch auch der Core, also die Rumpfmuskeln in der Körpermitte, steht unter Spannung. Beim ständigen Wechsel zwischen Gehen, Laufen und Sprinten werden sowohl die schnell zuckenden als auch die langsam zuckenden Muskelfasern aktiviert. Das macht Fußball zu einem besonders effektiven Training, da bei den meisten anderen Sportarten in der Regel nur ein Muskelfasertyp angesprochen wird.

Eine Mannschaft beim Fussballtraining
©The Good Brigade

Ein weiterer positiver Effekt der Ballsportart: Der hohe Cardio-Anteil beim Fußballspielen kann die Fettverbrennung ankurbeln. Außerdem könnte Fußballspielen einen positiven Einfluss auf die Knochendichte haben. Wissenschaftler fanden heraus, dass High-Impact-Sportarten, zu denen auch Fußball zählt, Osteoporose vorbeugen könnten (1).

Die Schattenseiten des Fußballs: Das Verletzungsrisiko ist vergleichsweise hoch. Bänderrisse und Muskelzerrungen kommen bei Spielern relativ häufig vor. Die ruckartigen Bewegungen, Stops und Sprünge stellen zudem eine große Belastung für die Gelenke dar. Besonders die Sprung- und Kniegelenke können Schaden nehmen.

Unser Tipp: Profisportler schwören auf propriozeptives Training, um das Verletzungsrisiko im Spiel zu verringern. Lies hier mehr über Propriozeptionstraining!

Proprozeptionstraining

Einer Studie (2) zufolge könnte regelmäßiges Fußballspielen den Blutdruck senken. Dem gegenüber steht jedoch die ernsthafte Gefahr, das Herz-Kreislauf-Systems durch das intensive Training auf dem Spielfeld zu überlasten. Allen, die sich fit halten wollen, raten Experten daher eher zu moderaten Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen.

Nicht zu vergessen: Fußball ist ein Mannschaftssport, bei dem es nicht allein um Fitness geht. Man knüpft beim Training oder am Spielfeldrand schnell soziale Kontakte. Ganz nebenbei stärkst du deine kommunikativen Fähigkeiten und findest möglicherweise sogar Freunde fürs Leben.

Für wen eignet sich die Ballsportart Fußball?

Frauenmannschaft trainiert auf dem Fussballplatz
©South_agency;

Wer Fußball für sich entdecken will, sollte Freude am Ausdauersport und ein gutes Ballgefühl mitbringen. Der Sport ist körperlich fordernd und abwechslungsreich. Voraussetzung ist eine gute Grundfitness, damit du das Spielfeld in hohen Geschwindigkeiten überqueren kannst und die zwei Halbzeiten nicht aus der Puste kommst.

Daneben ist Fußball ein Mannschaftssport. Du solltest also Interesse daran haben, dich mit deinen Mitspielern auszutauschen und gemeinsam einen Sieg anzustreben – Teamgeist ist gefragt!

Besonders wenn du Knie- oder andere Gelenkbeschwerden oder andere körperliche Einschränkungen hast, solltest du dir erst grünes Licht vom Arzt holen, bevor du als Kicker durchstartest. Grundsätzlich aber kennt Fußball keine Grenzen. Es gibt Teams für unterschiedliche Level und Altersstufen, so dass du garantiert das passende sportliche Umfeld findest.

Unser Tipp: Plyometrisches Training, kurz Plyo Training, ist die perfekte Ergänzung zum Fußballtraining. Damit verbesserst du deine Explosivkraft und Reaktionsgeschwindigkeit.

Alternativen zu Fußball

Fußball ist dir zu populär? Du suchst nach einer kreativeren Sportart oder möchtest lieber indoor trainieren? Es gibt viele weitere Möglichkeiten, wie du deine Leidenschaft für den Ballsport und deinen Bewegungsdrang ausleben kannst, ohne ein Fußballfeld zu betreten.

Hier sind ein paar Ideen für dich:

  • Bossaball ist Spring-Fußball auf einem großen Luftkissen. Die Sportart kombiniert Fußball und Volleyball.
  • Fußballgolf wird auf einer Art Golfplatz gespielt, aber ohne Schläger. Ziel ist es, einen Ball mit möglichst wenigen Schüssen einzulochen.
  • Futsal ist eine Variante des Hallenfußballs. Man spielt mit einem sprungreduzierten Ball auf einem Handballfeld und zielt auf Handballtore.
  • Federfußball kombiniert Badminton mit Fußball. Die Spieler versuchen eine Art Federball mit dem Fuß auf die gegnerische Spielfläche zu befördern.

Fazit

  • Fußball ist eine der beliebtesten und meistgespielten Ballsportarten der Welt.
  • Fußball ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit je elf Spielern gegeneinander antreten und versuchen, möglichst häufig das gegnerische Tor mit einem Ball zu treffen.
  • Fußballspielen trainiert die Ausdauer, fördert die Koordination und stärkt insbesondere die Beinmuskulatur.
  • Das Risiko für Gelenkverletzungen, Bänderrisse und Muskelzerrungen ist beim Fußball vergleichsweise hoch.
  • Alternativen bzw. Abwandlungen von Fußball sind Bossaball, Futsal, Federfußball und Fußballgolf.
Artikel-Quellen
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  • (1) https://asbmr.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/jbmr.3284

  • (2) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23059865/

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