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Slackline: Alles über die Trendsportart Slacklining

Ein Mann und eine Frau machen Slacklining in der Natur
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Sie ist das Trainingsgerät Nummer eins in der Funsportszene: die Slackline. Gespannt zwischen zwei Bäumen kann man auf dem elastischen Kunstfaserband balancieren und so ganz nebenbei die Muskulatur, Koordination und Konzentration stärken. Slacklining ist ein absoluter Trendsport und eignet sich super, um mit Gleichgesinnten im Freien die Zeit zu vertreiben. Hoher Spaßfaktor inklusive! Erfahre hier, wie effektiv Slacken ist, was man dafür braucht und wie du Slacklinen lernen kannst.

Was ist Slackline?

Slackline ist ein Trainingsgerät, das zum Slacken genutzt wird, auch Slacklinen oder Slacklining genannt. Darunter versteht man das Balancieren auf einer dehnbaren Leine, die zwischen zwei Fixpunkten wie freistehenden Bäumen befestigt ist.

Je trainierter man im Slacklinen ist, desto trickreicher kann der Gang über das wackelige Kunstfaserband sein. Während Anfänger versuchen, ohne Unterstützung auf der Slackline zu stehen, machen Fortgeschrittene erste Gehversuche vorwärts und rückwärts. Echte Cracks springen, bouncen und drehen sich auf dem schmalen Band, kommen aus der sitzenden in die stehende Position und zurück oder machen Saltis. Man kann mit verschiedenen Arten der Slackline unterschiedlich lange Strecken bewältigen, über Wasser balancieren oder in schwindelerregenden Höhen Rekorde aufzustellen.

Typischerweise wird Slacklining im Freien ausgeübt, zum Beispiel in öffentlichen Parkanlagen. Dabei trainiert man nicht nur seinen Gleichgewichtssinn, sondern auch die Koordination und Konzentration. Nicht ohne Grund ist Slacken eine beliebte Ergänzung zu Sportarten, die ein gutes Balancegefühl voraussetzen, wie Klettern, Parkour, Kampfsport, Reiten, Skifahren, Snowboarden und Longboarding. Plus: Der gemeinschaftliche Zeitvertreib mit hohem Fitnessfaktor macht einfach jede Menge Spaß.

Ein Mann macht Slacklining
©Westend61

Was trainiert man mit Slacklining?

Erinnerst du dich noch an den Schwebebalken im Schulunterricht? Gar nicht so einfach, auf dem schmalen Steg die Balance zu halten. Stelle dir jetzt vor, der Untergrund ist zudem instabil. Challenge accepted? Dann solltest du Slacklinen ausprobieren. Slacken ist das ultimative Balance Training.

Dies sind die möglichen positiven Effekte von Slacklining:

  • Du verbesserst deinen Gleichgewichtssinn und dein Körpergefühl.
  • Du trainierst deine Konzentration und deine Koordinationsfähigkeit.
  • Du stabilisierst deine Gelenke.
  • Du kannst Dysbalancen ausgleichen sowie Rückenschmerzen und Verspannungen vorbeugen.
  • Du verbesserst deine Haltung.
  • Du stärkst insbesondere die tief liegenden Muskeln im Rumpf und rund um die Wirbelsäule.
  • Du minimierst das Verletzungsrisiko beim Sport und im Alltag.
  • Du maximierst deine Leistungsfähigkeit.

Darüber hinaus bist du viel an der frischen Luft, was positive Wirkung auf deine mentale Fitness haben kann. Plus: Das gemeinsame Training mit der Slackline in der Gruppe fördert deine soziale Kompetenz. Slacken ist kein Wettkampfsport, bei dem es darum geht, wer besser oder schneller ist. Man pusht und unterstützt sich stattdessen gegenseitig, den Gang über die wacklige Leine erfolgreich zu bewältigen. Das sorgt für Zusammenhalt und kann on top das Selbstbewusstsein stärken.

Was braucht man für Slackline?

Das Wichtigste beim Slacklinen ist natürlich das Gurtband, also die Slackline. Ohne sie geht nichts! Zusätzlich braucht man eine Spannvorrichtung, um die Leine sicher an Bäumen oder anderen Fixpunkten wie Pfosten oder Erdanker zu befestigen. Um die Baumstämme bzw. die Rinde vor Schäden zu schützen, sollte man zudem spezielle Baumschoner, auch Baumschutz genannt, verwenden.

Welche Slackline Arten gibt es?

Slackline ist nicht gleich Slackline. Man unterscheidet die Längen, Breiten und Profile für mehr oder weniger Halt. In der Funsportszene sind zudem verschiedene Arten bekannt – je nachdem, wo und wie das Gurtband genutzt wird. Dies sind die gängigsten:

  • Low Line: Sie wird auch Classic Line genannt und ist der Allrounder unter den Slacklines – perfekt für Anfänger. Das Band wird etwa auf Kniehöhe angebracht und eignet sich für erste Gehversuche und einfache Tricks.
  • Jump Line: Diese Art Slackline zeichnet sich durch ihren “Trampolin-Effekt” aus und eignet sich besonders für Sprungübungen.
  • Long Line: Mit extra langen Slacklines lassen sich besonders weite Distanzen von mehr als 30 Metern überwinden.
  • High Line: Während die Classic Line eher auf Kniehöhe angebracht ist, hängen die High Lines deutlich höher. Hier oben sind noch mehr Tricks möglich. Aus Sicherheitsgründen trägt man eine Sicherung wie beim Klettern.
  • Water Line: Spannt man das Band über ein Gewässer wie einen Fluss oder Bach, spricht man von einer Water Line.
Ein Mann läuft über eine Water Line
©Dan Krauss

Für wen eignet sich Slacken?

Slacklinen kennt keine Grenzen: Jeder ist bei dieser Funsportart willkommen, egal wie alt oder trainiert du bist. Absolute Newbies auf der Slackline können ebenso auf ihre Kosten kommen wie echte Balance Cracks.

Von Vorteil ist, wenn du bereits über eine gute Körperspannung verfügst. Ist dein Core stabil, wird es dir etwas leichter fallen, dich auf der Linie zu halten. Dabei kann dich gezieltes Rumpftraining unterstützen. Tipp: Hier sind unsere Top Übungen für eine starke Mitte!

Darüber hinaus solltest du Interesse am Gemeinschaftssport haben. Slacken macht in der Gruppe am meisten Spaß. Beim Üben mit Gleichgesinnten bekommst du praktische Hilfestellungen, kannst dir Tricks von Fortgeschrittenen abschauen und knüpfst noch dazu wertvolle Kontakte.

Slacklinen lernen: Tipps für Anfänger

Wer zum ersten Mal auf einer Slackline steht, kann sich nie und nimmer vorstellen, jemals darüber laufen geschweige denn darauf tricksen zu können. Slacken ist eine ziemlich wacklige Angelegenheit. Es braucht einige Einheiten bis du erste Fortschritte machst. Damit du nicht gleich missmutig aufgibst, beachte unsere Tipps für Einsteiger:

  1. Starte mit einer möglichst kurzen (15 m) und breiten (5 cm) Slackline, die über eine Oberfläche für extra guten Fußhalt verfügt.
  2. Spanne das Band zu Beginn maximal auf Kniehöhe, so dass die Fallhöhe gering ist und du leicht aufsteigen kannst.
  3. Trainiere zunächst mit einem Trainingspartner, der dir bei deinen ersten Versuchen Halt geben kann.
  4. Übe erst das Aufsteigen. Positioniere einen Fuß fest auf der Line und drücke dich mit aufrechtem Oberkörper in die Höhe. Spanne dabei insbesondere deinen Bauch an. Versuche die Position zu halten und wechsle dann den Fuß, um beide Seiten gleichmäßig zu trainieren.
  5. Wenn du auf der Slackline stehst, schaue geradeaus auf einen Fixpunkt und halte den Kopf aufrecht.

Übe zum Start das Stehen auf der Slackline – das genügt. Dabei verbesserst du deine Balance, verinnerlicht die ersten Grundtechniken und bekommst ein gutes Gefühl für die Line, welches dir später beim Vorwärtskommen zugute kommt.

Sei als Anfänger vor allem geduldig mit dir, lass dir von deinen Slack-Buddies helfen und hab einfach Spaß!

Fazit

  • Slacklinen ist eine Funsportart, die ursprünglich aus dem Klettersport kommt.
  • Beim Slacken wird ein schmales, dehnbares Band zwischen zwei Bäumen oder anderen Fixpunkten gespannt, um darüber zu balancieren.
  • Der Trendsport ist ein effektives Balance Training, das neben dem Gleichgewichtssinn die Koordination und Konzentration fördert.
  • Beim Slacken stärkst du gezielt die Rumpfmuskulatur, aber auch Gesäß und Beine.
  • Slacklinen fordert ein gutes Körpergefühl und eine solide Körperspannung.
  • Slacken ist für jeden geeignet, der Lust auf einen Gemeinschaftssport im Freien hat, der herausfordert und Spaß macht.
Artikel-Quellen
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