2 Min Lesezeit

Wie gesund ist Tiefkühlkost? Die 5 größten Vorurteile im Check

Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Wenn die Zeit knapp und der Hunger groß ist, geht der Griff schnell in die Tiefkühltruhe. TK Obst und Gemüse oder Fertiggerichte sind fix zubereitet und schmecken oft sogar wie frisch vom Markt. Viele Meal Prepper schwören nicht ohne Grund auf Tiefkühlkost. Doch ist Eingefrorenes wirklich eine gesunde Alternative zu frischer Ware? Wir nehmen die größten Vorurteile einmal genau unter die Lupe. 

Mythos 1: Tiefkühlkost ist ungesund

Tiefkühlkost ist umstritten. Und das ist gar nicht so verwunderlich. Denn schaut man sich im Kühlregal einmal um, so entdeckt man vor allem tiefgefrorenes Fast Food wie Pizza, Lasagne, Pommes und Currywurst. Sie sind schuld am schlechten Ruf der Tiefkühlware. Die Fertiggerichte enthalten nämlich meist jede Menge Kalorien, ungesättigte Fettsäuren, viel Salz und zum Teil Geschmacksverstärker.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe und Nährwerte lohnt sich also in jedem Fall, wenn du beim Einkaufen in die Kühltruhe greifst. Die gute Nachricht: Wer etwas Zeit in die Auswahl seiner Speisen investiert, kann ruhigen Gewissens zuschlagen. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an Tiefgefrorenem, das wenig industriell verarbeitet ist, kaum bis keine Zusatzstoffe enthält und in punkto Nährwerte mit Selbstgekochtem gleichsteht.

Bei TK Obst wie Beeren, Ananas und Mango oder TK Gemüse von Brokkoli über Erbsen bis Grünkohl kannst du in der Regel ohnehin nichts falsch machen. Sie werden kurz nach der Ernte meist ohne weiteres Zutun schockgefrostet.

Mythos 2: Tiefkühlkost enthält kaum noch Nährstoffe

Ein weit verbreitetes Argument gegen tiefgekühltes Obst und Gemüse ist, dass die Nährstoffe verloren gehen. Das Gegenteil ist der Fall: Durch den schnellen Gefrierprozess, der bereits wenige Stunden nach der Ernte startet, bleiben die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe über einen langen Zeitraum enthalten. Das macht TK Ware deutlich gesünder als Alternativen aus der Konservendose.

Und auch gegenüber frischem Obst und Gemüse hat die schockgefrostete Variante einen Vorteil: Durch die sichere Lagerung im Tiefkühlfach hast du auch Wochen bis Monate später noch etwas von den Vitaminlieferanten. Lagert frische Ware hingegen in der Obstschale bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank, sinkt der Nährstoffgehalt je nach Sorte bereits nach wenigen Tagen.

Mythos 3: Tiefkühlkost enthält Konservierungsstoffe

Das Vorurteil, dass Tiefkühlkost voller Konservierungsstoffe steckt, kann klar widerlegt werden. Denn das industrielle Schockfrosten ist das beste Konservierungsmittel überhaupt. Es ersetzt Zusatzstoffe, die Waren länger haltbar machen sollen. Die Temperaturen unter -18 Grad Celsius genügen, um Obst, Gemüse und Co. lange frisch zu halten.

Meal-Prep-Fan? Hier findest du jede Menge Rezeptideen! 

Mythos 4: Tiefkühlkost ist ewig haltbar

Das Schockfrosten macht Lebensmittel lange haltbar, auch ohne Konservierungsstoffe. Das bedeutet allerdings nicht, dass du sie ewig im Gefrierschrank lagern kannst. Auch TK Ware hat ein Haltbarkeitslimit. Das steht bei gekauften Lebensmittel auf der Verpackung.

Frierst du Nahrungsmittel selbst ein kannst du dich an folgenden Richtwerten orientieren: Obst und Gemüse hält in etwa sechs bis zwölf Monate. Kräuter kannst du im Schnitt acht bis zehn Monate aufbewahren, Fisch und Fleisch circa drei bis zwölf Monate.

Mythos 5: Tiefkühlkost soll man bei Zimmertemperatur auftauen

Je wärmer die Außentemperatur, desto schneller ist Tiefgefrorenes verzehrfertig? Vorsicht: TK Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch solltest du nicht bei Zimmertemperatur, sondern immer im Kühlschrank auftauen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie leicht verderben, besonders im Sommer. Auch ist es sinnvoll, ein Abtropfgitter zu verwenden, damit die Lebensmittel vom Auftauwasser keine Feuchtigkeit ziehen und unter Umständen Salmonellen sammeln. Das ist besonders bei Geflügel eine wichtige Regel. Einmal aufgetaut, sollten Gerichte innerhalb von 24 Stunden vollständig auf dem Teller landen. Das gilt übrigens auch für Waren, die auf dem Weg zum Supermarkt aus Versehen auftauen. Angetautes hingegen kannst du ruhig wieder einfrieren.

Tipp: Gemüse und Obst aus dem Gefrierschrank am besten tiefgefroren verarbeiten, so bleiben die Nährstoffe gut erhalten.

Einfach lecker und so easy, vor allem mit Tiefkühlkost: Kennst du schon unser Smoothie Bowl Rezept? Damit hast du im NU ein erfrischend leckeres Frühstück zubereitet.

smoothie bowl
©foodspring

Fazit

  • Tiefkühlkost ist eine gesunde Alternative zu frischen Lebensmitteln. Die Nährstoffe bleiben beim Einfrieren über einen langen Zeitraum erhalten.
  • Der Gefrierprozess ersetzt Konservierungsstoffe, so dass TK Produkte ohne Zusätze meist mehrere Monate haltbar sind.
  • Tiefkühlkost sollte man immer im Kühlschrank auftauen. TK Obst und Gemüse gerne tiefgefroren weiterverarbeiten.
Artikel-Quellen
Wir bei foodspring verwenden nur qualitativ hochwertige Quellen sowie wissenschaftliche Studien, die unsere Aussagen in Artikeln stützen. Lies hierzu auch unsere Editorial Richtlinien durch Erfahre, wie wir Fakten prüfen damit unsere Artikel immer korrekt, verlässlich und vertrauenswürdig sind.

Verwandte Artikel