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4 Gründe, warum du bei Regen laufen solltest

Eine Frau joggt im Winter
Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Bei schlechtem Wetter lässt die Motivation meist lange auf sich warten. Dabei kann Laufen bei Regen dir sogar gut tun! Doch damit dein Training trotz Regen und Kälte ein Erfolg wird, solltest du ein paar Punkte beachten, wie passende Kleidung oder sogar das richtige Warm-Up. Wir verraten dir alles, was du rund um das Thema Laufen bei Regen wissen solltest und machen dich startklar, für deinen nächsten Lauf.

Laufen bei Regen: Hacks, mit denen das Wetter egal ist

Regenwetter ist kein Grund, das Lauftraining ausfallen zu lassen. Im Gegenteil: Laufen im Regen ist die perfekte Gelegenheit, das Immunsystem zu stärken, dein Mindset zu trainieren und dich als Teil der hartgesottenen Läufer Community zu fühlen. Und damit du beim Laufen durchhältst, ohne Tempo zu verlieren, nimm unseren Endurance Drink mit zu deinem nächsten Lauf.

Jetzt geht es ans Eingemachte! Diese Tipps helfen dir, das Laufen im Regen zu genießen.

#1 Mach das Warm-Up Indoor

Langsam loslaufen ist Pflicht. Ein kleines Indoor Warm-Up hilft dir, dabei nicht zu frieren. Bei Kälte brauchen deine Muskeln länger, bis sie auf Betriebstemperatur sind. Statt dich im Freien warmzumachen, trainiere deswegen schon bevor du vor die Tür gehst, ein paar Mobility Übungen, dynamische Stretches, Squats und Jumpinq Jacks. Tipps für das perfekte Warm-Up für Läufer findest du hier.

#2 Wähle die richtige Strecke

Falls Trailrunning deine Disziplin ist, solltest du dich langsam darauf einstellen, alle Strecken auch bei Regen sicher absolvieren zu können. Als Hobby-, Schönwetter- oder City-Läufer gibt es allerdings keinen Grund bei Regen über rutschige Trails zu laufen oder auf dem Feldweg in tiefe Pfützen zu stapfen. Eine Laufstrecke in der Stadt und auf Asphalt ist bei Regen die sauberste und am wenigstens rutschige Angelegenheit und erlaubt dir, auch bei Regen Tempo zu machen.

Für Läufe bei Schnee gilt: Auf frischem Schnee läuft es sich super, festgetretener Schnee ist rutschig. Versuche nicht platt getretenen Schnee oder Ort zu finden, an denen schon gestreut ist. Im Zweifelsfall musst du bei verschneiter Strecke etwas vorsichtiger sein. Im extremen Fall oder wenn Dunkelheit dazu kommt, ist auch das Laufband eine Option.

Deine Laufstrecke vorab festzulegen, erleichtert auch die Motivation: Wenn du weißt, wo es lang geht und wie lange du brauchst, musst du dich nur einmal entscheiden, genau das durchzuziehen. Überlegst du stattdessen während deines Laufes, stehen die Chancen gut, dass Laune und Motivation in den Keller sinken und du nach aller Vorbereitung auf den Regenlauf schneller wieder zu Hause bist, als dir lieb ist.

Vorteil beim Laufen im Regen: Du hast Straßen, Parks und Wälder meistens für dich.

#3 Langer Lauf statt Intervalltraining

Die Tartanbahn wird, ebenso wie der Naturpfad, im Regen schnell zu einer echten Rutschpartie. Ist dein Schuhwerk nicht perfekt auf diese Verhältnisse abgestimmt, ist ein zügiger längerer Lauf deswegen die bessere Wahl.

Auch bei extremer Kälte ist Intervalltraining sehr belastend für die Atemwege. Achte dafür auf die richtige Bekleidung und gib deinem Körper Zeit, sich an die Kälte zu gewöhnen.

#4 Ab in die Dusche

Eisige Temperaturen oder Wind lassen die Dusche oft verführerischer scheinen. Gib dieser Versuchung nach und belohne dich nach dem Regenlauf mit einer heißen Dusche. Laufe die letzten paar Meter langsam aus und gehe ohne Umwege in Dusche, damit du nicht auskühlst. Im Idealfall gönnst du dir danach noch eine Runde Stretching und Mobility für Läufer.

Direkt nach deinem Lauf beginnt bereits deine Regeneration. Gönn dir unsere Recovery Aminos und versorge deinen Körper mit essentiellen Aminosäuren.

# 5 Laufe zu deinem Soundtrack

Suche dir Beats, die dich motivieren und im Takt halte. Musik beim Joggen hilft dir, auch im Regen in den Flow zu kommen. Wenn das nicht so deins ist, lenke dich beim Laufen im Regen mit einem Hörbuch von dem kalten Nass ab.

Laufen bei Regen und Kälte Bekleidung: Tipps für dein Regenwetter-Outfit

Mit der richtigen Laufbekleidung ist Laufen im Regen genauso gut wie Joggen bei Sonne, Schäfchenwolken und leichter Brise. Passende Laufkleidung hilft dir, deinen Temperaturhaushalt zu regulieren und schützt dich von Kopf bis Fuß vor Wind und Wetter.

Übrigens, nicht nur beim Laufen, sondern bei jedem Sport, den du Regen und Wetter zu Trotz draußen machen möchtest.

# 1 Laufschuhe:  wasserdicht, oder nicht?

Bei langen Läufen, im Schnee und im Trailrunning-Bereich bieten wasserdichte Laufschuhe eine extra Portion an Komfort. Trockene Füße sind einfach schöner, als wenn sich jeder Schritt anfühlt, als würdest du auf einen Schwamm treten.

Wenn Laufen bei Regen für dich aber eher die Ausnahme als die Regel ist, lohnt die Investition in wasserdichte Laufschuhe sich nicht zwingend. Sie sind oft weniger atmungsaktiv als “normale” Laufschuhe.

Ein weiteres Kriterium für Funktionalität von Laufschuhen für Regenwetter und winterliche ist ihr Profil. Für rutschige Böden bieten sich Trailrunning Schuhe mit etwas griffigerem Profil als der klassische Straßenschuh an.

Tipp: Die richtigen Schuhe zu finden, ist eine Wissenschaft für sich. In unserem Artikel rund um den perfekten Laufschuh, findest du wertvolle Tipps, die dir helfen, die passenden Laufschuhe für dich zu finden.

#2 Investiere in Laufsocken

Laufsocken scheinen meist etwas überteuert, für das bisschen Stoff. Aber die Investition lohnt sich. Gut sitzende Laufsocken rutschen auch beim Laufen im Regen nicht, sind speziell auf hohe Belastungen ausgelegt und sitzen bei jedem Wetter. Socken, die sich mit Wasser vollsaugen und anfangen zu rutschen, sind nicht nur nervig, sondern garantieren auch Blasen.

#3 Laufhose: Weniger ist mehr. Und: Warum auch Männer Tights tragen sollten

Die Beine sind bei Laufen nur selten kalt. Bis zu Temperaturen von ca. 10 Grad reicht vielen Läufern auch bei Regen eine kurze Hose. Ist dir das zu kalt: Meistens ist eine normale Laufhose aus dünnem Stoff, der sich nicht mit Wasser vollsaugt die erste Wahl.

Bei langen Laufhosen macht sich die enge Variante besser. Weite Trainingshosen sind meist aus einem anderen Stoff, saugen sich schneller mit Wasser voll, werden schwer und rutschen.

#4 Das Zwiebelprinzip gewinnt

Obenrum gilt: Wenn du beim Loslaufen leicht fröstelst, bist du richtig angezogen. Ziehst du dich zu warm an und schwitzt deine Kleidung durch, wird es vor allem bei Wind unangenehm

Setze auf Funktionskleidung, die du in Schichten übereinander ziehst. Enge Kleidung flattert nicht, lässt keine Luft an die Haut und hält deswegen deine Temperatur besser.

Beim Laufen im Regen ist eine wasserdichte Laufjacke oder funktionelle Regenjacke immer die oberste Schicht. Je nach Temperatur reichen meist ein T-Shirt oder ein enges Longsleeve unter der Laufjacke. Besonders angenehm zum Joggen, sind Regenjacken, die unter den Achselhöhlen Reißverschlüsse zum Lüfte haben.

#5 Achte auf die Details

Fürs Laufen bei Regen bedeutet das: Hände, Hals und Ohren. Wind- und wasserdichte Handschuhe leisten einen Beitrag dazu, dass deine Hände ihre Temperatur halten und du die Wohnungstür wieder aufschließen kannst. Multifunktionstücher sind Alleskönner für deine Läufe. Als Stirnband schützen sie die Ohren, als Mütze schützen sie dich vor Wärmeverlust über den Kopf und als Schal halten sie deinen Hals warm.

Eine Laufcap mit Schirm schützt deine Augen vor Regen und passt entweder über eine dünne Tuchmütze oder kann einfach so getragen werden.

Unser Tipp: Hab bei zweifelhaftem Wetter immer zwei Multifunktionstücher dabei. Eins für den Hals und eins für den Kopf. Sollte dich plötzlich die Hitze überkommen, wickle sie einfach ums Handgelenk.

#6 Mach dich sichtbar

Regenwetter geht oft mit Dunkelheit einher. Bist du mal Auto gefahren und hast einen dunkel bekleideten Läufer an Straßenrand erst in letzter Sekunde gesehen, weißt du, wie kritisch das sein kann. Achte beim Laufen in Regen und Dunkelheit deswegen auf genug reflektierende Details an deiner Kleidung.

Warum du auch bei Regen und Kälte laufen solltest

Laufen im Regen stärkt Körper und Geist und hilft dir Eigenverantwortung zu übernehmen. Hast du dich erst mal daran gewöhnt, dass das Wetter ein Umstand aber keine Ausrede ist, denkst du bald gar nicht mehr darüber nach, ob du läufst. Wer laufen will, will auch bei Regen laufen. Bis es so weit ist, dass Schlechtwetter dir nichts mehr ausmacht, halten diese drei Gründe dich auf der Strecke.

#1 Du hältst dein Immunsystem fit

Nicht nur Muskeln und Ausdauer wachsen an Herausforderungen, sondern auch dein Immunsystem. Die Bewegung in Kombination mit den Unterschieden zwischen Außen- und Körpertemperatur zwingen deinen Körper, sich anzupassen. So trainiert Laufen im Regen die Thermoregulation: Dein Körper lernt, Wärme besser zu speichern und sich im Sommer effektiver abzukühlen. Bei regelmäßiger intensiver Bewegung in verschiedenen Temperatur- und Wetterbedingungen lernst du also, dich effektiver an das jeweilige Klima anzupassen.

#2 Regen macht schnell

Die Laufrunde dauert nur so lange, wie du dir Zeit lässt. Egal, ob Sommerregen oder niedrige Temperaturen: Regen motiviert, Tempo zu machen und in den Flow zu kommen. Statt dich auf widrige Umstände zu konzentrieren, hilft jetzt nur: Fokus auf deinen Lauf. Wie du kraftvoll einen Schritt nach dem anderen machst, fokussiert dein Tempo hältst, an Frieren nicht zu denken ist und die Nässe keinen Unterschied macht.

#3 Du stärkst dein Mindset

Du entscheidest dich, was du machst. Nicht das Wetter. Diese innere Einstellung gibt dir Eigenverantwortung und Kraft, die du auch auf andere Lebensbereiche übertragen kannst. Regelmäßiges Joggen außerhalb der Komfortzone hilft dir, dein Mindset zu stärken und dich auch unter widrigen Umständen für das zu entscheiden, was du wirklich willst.

#4 Du übernimmst Verantwortung für deine Ziele

Lässt du das Wetter über deinen Trainingsplan entscheiden, brauchst du erst gar keinen zu machen. Schlechtwetter mag in extremen Fällen ein Grund sein, die Laufrunde ausfallen zu lassen. Aber solange es kein Unwetter oder gefährliche Bedingungen gibt, ist das Wetter kein Grund den inneren Schweinehund gewinnen zu lassen. Ziehst du dein Lauftraining durch, obwohl es aus Kübeln schüttet, darfst du hingegen ruhig stolz auf dich sein.

Nicht nur Joggen kann in der kalten und nassen Jahreszeit zur Herausforderung werden. Oft lässt mit schwindendem Sonnenschein und Wärme auch unser allgemeines Energie-Level nach. Hier findest du mehr Motivationstipps für die kalte und nasse Jahreszeit.

Fazit

  • Laufen im Regen stärkt das Immunsystem, die Willensstärke und deine Einstellung zum Sport und dir als LäuferIn.
  • Die richtige Kleidung beim Laufen im Regen ist funktionelle Sportkleidung in Schichten, die gerade so warm sind, dass du beim Loslaufen leicht fröstelst. Baumwolle saugt sich zu schnell mit Wasser voll, wird schwer und trocknet nicht.
  • Die oberste Schicht ist immer eine gute Laufjacke oder eine Regenjacke zum Laufen.

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