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Power Yoga: Alles über den intensiven Yogastil für Kraft und Ausdauer

Mann macht Power Yoga
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Power Yoga ist anspruchsvoll, fordernd und handfest. In kurzen, knackigen Einheiten trainieren die dynamischen Flows deine Kraft und Ausdauer. Hier erfährst du, was die fitnessorientierte Yogarichtung ausmacht und ob sie auch dich aus der Komfortzone locken könnte.

Was ist Power Yoga?

Im Begriff Power Yoga steckt bereits das große Geheimnis dieser modernen Yogarichtung: Es geht um Power, also um Kraft, Stärke und Energie. Dich erwartet eine körperlich anspruchsvolle Praxis, die vor allem fitnessbegeisterten (Neu-)Yogis entgegenkommt.

Power Yoga wurde vom amerikanischen Yogalehrer Bryan Kest entwickelt und kombiniert das Beste aus zwei bekannten Stilen: Kreative Vinyasa Flows verbinden sich auf der Matte mit Elementen aus der ersten Übungsserie des Ashtanga Yoga.

Beim Power Yoga sind mehr sportlicher Ehrgeiz und Disziplin gefragt als beim Vinyasa Yoga. Die Stunden sind aber auch nicht ganz so dogmatisch wie klassische Ashtanga Kurse. Jeder übt in seinem Tempo und mit seiner Intensität.

Beim Power Yoga sucht man spirituelle Riten wie Meditieren und Chanten vergeblich. Die sportliche Komponente liegt klar im Fokus. Ziel ist es, dass sich die Teilnehmer einer Klasse auspowern, um auf diese Weise Kraft zu tanken und zu mehr innerer Ruhe zu finden.

Frau macht Yoga am Pool
©AleksandarGeorgiev

Wie funktioniert Power Yoga?

Eine Stunde klassisches Power Yoga dauert im Schnitt 45 Minuten. Die Einheiten sind kürzer als beim klassischen Yoga und erinnern damit eher an Aerobic oder Athletik Kurse im Gym. Der einfache Grund: Es geht beim Power Yoga direkt zur Sache. Einstieg ist ein Warm up, das in der Regel aus dem Sonnengruß besteht. Diese Sequenz aus verschiedenen Körperübungen wird in hohem Tempo mehrfach wiederholt.

Der Hauptteil besteht aus verschiedenen Asanas, also Yogahaltungen, die sich an der Ashtanga Lehre orientieren. Die Posen und fließenden Übergänge werden beim Power Yoga aber etwas freier kombiniert – ähnlich wie beim Vinyasa Yoga. Als Zwischensequenzen können dir durchaus auch ein paar Push-ups, Lunges, Crunches und Squat Jumps begegnen.

Inzwischen gibt es nicht mehr nur das eine Power Yoga, sondern viele Varianten. Power Vinyasa Yoga beispielsweise legt den Fokus stärker auf fließende Bewegungen synchron zur Atmung. Beim Power Core Yoga erwarten dich Übungen, die gezielt den Rumpf aktivieren – also deine Bauch- und Rückenmuskeln trainieren.

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Was bringt Power Yoga?

Power Yoga verbindet dynamische, temporeiche Übungen mit statischen Posen, die an Krafttraining oder Balance Training erinnern. Auch Mobility und Stretching Übungen können Teil einer Stunde sein. Insofern ist Power Yoga ein ganzheitliches Training für den gesamten Körper.

Hier sind die Effekte von Power Yoga auf einen Blick:

  • Durch die temporeichen Übungswechsel mit integrierten Sprüngen verbesserst du deine Kondition.
  • Die statischen, kraftvollen Asanas stärken deine Muskulatur, insbesondere die Tiefenmuskulatur im Rumpf, aber auch die Bein- und Schultermuskeln.
  • Du verbesserst durch Halteposen deine Balance.
  • Durch Stretching und Mobility Übungen förderst du deine Flexibilität.
  • Das Üben wiederkehrende und immer neuer Abfolgen ist ein gutes Konzentrationstraining.

Insgesamt ist Power Yoga ein Ganzkörpertraining, dass dich deinen Fitnesszielen näher bringen kann. Zudem kann es als Ergänzung zu deiner Lieblingsdisziplin wie Kraftsport, Kampfsport oder Laufen deine dortige Leistung steigern.

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Frau macht Power Yoga
©Mikolette

Für wen ist Power Yoga geeignet?

Power Yoga ist für jeden etwas, der sich gerne sportlich auspowert. Du musst weder erfahrener Yogi sein, noch Interesse für Spiritualität mitbringen, um Gefallen an dem fitnessorientierten Yogastil zu finden. Er ist genau richtig für alle, die Yoga ohne viel Chichi praktizieren möchten.

Ebenso gut aufgehoben sind Athleten, die bislang Bodyweight Training bevorzugt haben und nicht wissen, ob Yoga etwas für sie ist. Wer klassisches Yoga mit Meditieren und dem Chanten des bekannten “Om” praktizieren will, ist beim Power Yoga eher an der falschen Adresse.

Alternativen zu Power Yoga

Dir ist nach noch mehr Power und kreativen Flows? Oder nach weniger Dynamik und dafür nach mehr Atemübungen und Yoga Philosophie? Dann könnte eine dieser Stile besser zu dir passen:

  • Vinyasa Yoga: Wenn du dynamische Yoga Flows magst, könnte dir Vinyasa Yoga gefallen. Du übst klassische Asanas, die durch fließende Übergänge miteinander verbunden sind. Zudem erwarten dich Elemente wie Meditationen und Entspannungsübungen. In jeder Stunde bekommst du zudem neue körperliche und philosophische Impulse.
  • Ashtanga Yoga: Im Power Yoga übst du die erste von sechs Übungsserien der Ashtanga Lehre. Dieser Yogastil ist eher für fortgeschrittene Yogis geeignet, die sich in Selbstdisziplin üben wollen. Jede Stunde ist gleich aufgebaut und die Übungen werden in der immer gleichen Abfolge trainiert.
  • Hatha Yoga: Wer ins klassische Yoga einsteigen möchte, sollte einen Hatha Yogakurs besuchen. Hier werden kräftigende Posen in Verbindung mit einer bewussten Atmung geübt. Im Vergleich zum Power Yoga gibt es zwischen den einzelnen Haltungen kurze Entspannungspausen. Du lernst grundlegende Asanas, Atemübungen und Meditationstechniken kennen.
  • Bikram Yoga: Ähnlich fordernd, aber noch schweißtreibender ist Bikram Yoga. Du übst Asanas bei rund 40 Grad Celsius. Die Temperatur in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit machen dich besonders beweglich, so dass du noch stärker deine Flexibilität förderst.

Fazit

  • Power Yoga ist eine Verbindung aus Vinyasa Yoga und Ashtanga Yoga.
  • Beim Power Yoga werden feste Ashtanga Übungsabfolgen mit kreativen Flows verbunden.
  • Der Yogastil ist sehr fitnessorientiert und greift keine der für Yoga sonst so bekannten spirituellen Elemente auf.
  • Mit Power Yoga trainiert man seine Kraft, Ausdauer, Balance und Flexibilität.
  • Power Yoga soll durch dynamische, temporeiche Flows in Verbindung mit Kraft- und Balance Übungen auspowern und so helfen, innerlich Kraft zu tanken.
  • Power Yoga eignet sich für alle, die eine Alternative zu herkömmlichen Fitnesskursen suchen bzw. sich einen sportlichen Einstieg in die Yoga Praxis wünschen.
Artikel-Quellen
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