Frauen sitzen im Gym auf dem Boden und lachen

7 wirksame Mittel gegen Cellulite, die jede Frau kennen sollte

Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Die Mehrheit aller Frauen hat Cellulite. Absolut nichts, wofür man sich schämen sollte, denn Orangenhaut entsteht ganz unabhängig vom Körpergewicht. Was sind die Gründe für Dellen an Oberschenkeln und Gesäß und wie kannst du Cellulite minimieren? Hier sind 7 geniale Tricks.

Was ist Cellulite?

Cellulite (Dermopanniculosis deformans), auch bekannt als Orangenhaut, zeigt sich durch eine dellenartig verformte Haut. Dieses Phänomen tritt meist an den Oberschenkeln und am Gesäß auf. Die Veränderung kann aber auch andere Körperstellen betreffen, die verstärkt Fettdepots einlagern. Denn bei einer Cellulite drängen sich Fettzellen durch das darüber liegende Bindegewebe, was oberflächlich als Dellen sichtbar wird.

Man unterscheidet drei Stadien der Cellulite:

  1. Die Dellen sind nur beim Zusammenschieben von Hautpartien sichtbar.
  2. Die Dellen sind in Bewegung sichtbar.
  3. Die Dellen sind ohne äußere Einwirkung klar erkennbar.

Bei Cellulite handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr um eine natürliche Veränderung der Hautschichten. Im Gegensatz dazu ist die sogenannte Zellulitis eine Erkrankung. Dabei kommt es zu Entzündungen im Unterhautbindegewebe. Symptome sind Schmerzen an den betroffenen Stellen und Rötungen.

Warum haben Frauen Cellulite?

Rund 90 Prozent aller Frauen haben Cellulite. Unter Männern sind es gerade einmal knapp 2 Prozent. Das hat mehrere Gründe:

Frauen haben von Natur aus ein schwächeres Bindegewebe. Das Bindegewebe, eine netzartige Struktur, befindet sich überall im Körper. Es schützt Organe und und hält alle anderen Gewebearten zusammen. Bei Männern ist das Bindegewebe stärker vernetzt als bei Frauen. Im weiblichen Körper verlaufen die Fasern eher parallel, was beispielsweise Fetteinlagerungen während einer Schwangerschaft erleichtert – aber eben auch Cellulite fördert.

Tipp: Erfahre hier alles, was du über das Bindegewebe wissen musst!

Außerdem ist die Haut bei Frauen um bis zu 0,2 Millimeter dünner und elastischer als bei Männern. Das liegt unter anderem daran, dass Männer mehr Kollagenfasern besitzen. Kollagen ist ein Strukturprotein, welches der Haut ihre Festigkeit verleiht. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen macht die Kollagenfasern zudem flexibler.

Zusätzlich haben Männer einen höheren Muskelanteil: Je “aufgepumpter” der Tonus, desto straffer die Haut. Bei Frauen wiederum ist der Fettanteil höher, was Cellulite grundsätzlich begünstigt.

Natürlich ist jeder Körper anders: Es gibt auch Frauen mit fester Haut, einem hohen Muskelanteil und einem starken Bindegewebe. Wie sehr sich eine Cellulite ausgeprägt, ist deshalb völlig individuell.

Eine Gruppe von Frauen jubelt auf einem Basketballfeld
©Luis-Alvarez

Ursachen und Auslöser für Cellulite

Hauptursache für Cellulite ist ein schwaches Bindegewebe, was genetisch bedingt sein kann und typischerweise Frauen betrifft.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dein Bindegewebe zusätzlich schwächen sowie weitere Auslöser für Orangenhaut:

  • Stoffwechsel: Ein langsamer Stoffwechsel oder Stoffwechselstörungen verhindern, dass das Bindegewebe mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Außerdem bleiben Abbauprodukte eher im Körper, so dass es zu Wassereinlagerungen und Schwellungen kommen kann.
  • Fettdepots: Grundsätzlich tritt Cellulite unabhängig vom Körpergewicht auf. Ursächlich dafür sind vielmehr die Fettdepots: Je mehr Fettzellen vorhanden sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Cellulite sichtbar wird. Auch das sogenannte “Skinny Fat” kann Orangenhaut stärker ausprägen.
  • Diäten: Extreme Gewichtsschwankungen, etwa durch Crash-Diäten, können das Bindegewebe beanspruchen und somit Cellulite fördern.
  • Bewegung: Bewegungsmangel führt zu einer schlechteren Durchblutung des Bindegewebes und kann langfristig dafür sorgen, dass Muskelmasse durch Fett ersetzt wird.
  • Rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße der Haut, was zu einer mangelhaften Nährstoffversorgung und einer schlechteren Durchblutung des Bindegewebes führt.
  • Stress: Chronischer Stress wirkt sich negativ auf sämtliche Körperprozesse aus. Der Stoffwechsel wird ausgebremst und Fettdepots werden eher eingelagert.
  • Hormonelle Veränderungen: Hormonschwankungen, zum Beispiel in einer Schwangerschaft, begünstigen Wasser- und Fetteinlagerungen, was Cellulite verstärken kann.
  • Enge Kleidung: Kleidungsstücke oder Schuhe, die stark einschnüren bzw. die Haut quetschen, stören die Durchblutung und können somit Cellulite fördern.

7 Erfolgsstrategien gegen Cellulite

Fakt ist: Die Mehrheit aller Frauen hat Cellulite. Orangenhaut lässt sich nicht verhindern. Doch gibt es diese Handvoll Heldinnen, die sich davon nicht abschrecken lassen und ihrer Cellulite den Kampf ansagen. Du willst dazu gehören? Dann los:

1.   Sport gegen Cellulite

Wo Muskeln sind, können sich keine Fettzellen ansiedeln. Und je weniger Fettgewebe vorhanden ist, desto geringer das Celluliterisiko. Wer seine Muskulatur stärkt, strafft zudem automatisch seine Haut. Außerdem werden durch Sport der Stoffwechsel angekurbelt und die Durchblutung gefördert – zwei weitere Faktoren, die Orangenhaut vorbeugen können.

Heißt für dich, never skip leg day! Zwei bis drei Mal pro Woche Krafttraining und zusätzlicher Cardiosport wie Radfahren oder Schwimmen sind ideal für dein Anti-Cellulite-Programm.

Die meisten Frauen ohne sichtbare Orangenhaut nehmen sich täglich ein paar Minuten Zeit, um ihre Muskulatur im Unterkörper zu stärken. Diese Übungen kannst du direkt nach dem Aufstehen oder in der Mittagspause machen:

Eine Frau macht calve raises
©Kevin Kozicki
  • Calf Raises: Stehe aufrecht, die Fersen berühren sich und deine Zehen zeigen schräg nach außen. Spanne dein Gesäß an und strecke die Beine bewusst durch. Hebe die Fersen so weit wie möglich an und senke sie ab. Wippe auf und ab, ohne den Boden zu berühren. 3 Durchgänge à 15 Wiederholungen.
  • Wall Sit: Nutze eine Wand als Rückenlehne und setze dich dagegen. Die Beine sind im 90 Grad Winkel, als würdest du auf einem Stuhl Platz nehmen. Deine Knie sind über den Fersen. Spanne das Gesäß an und halte diese Position. 3 Durchgänge à 60 Sekunden.
  • Lunges: Stelle dich aufrecht hin und mache mit einem Bein einen weiten Schritt nach vorne. Drücke dich von der Ferse ab und komme zurück in die Ausgangsposition. Wechsle die Seite. Po immer fest anspannen. 3 Durchgänge à 6 Wiederholungen pro Seite.

Hier gibt es mehr Übungen und kostenlose Workouts für dich!

Unser Geheimtipp: Yoga stärkt deinen gesamten Muskeltonus auf sanfte Art und wirkt zudem Stress entgegen. Jeder Sonnengruß besänftigt sowohl deinen Geist also auch deine Cellulite.

2.   Ausgewogene Ernährung bei Cellulite

Bei der Ernährung gilt es, deine Fettzellen nicht unnötig zu füttern. Denn je größer deine Fettreserven, desto größer der Druck auf das umliegende Bindegewebe. Sichtbare Dellen sind vorprogrammiert. Vermeide deshalb raffinierten Zucker, gesättigte Fettsäuren sowie viel Kaffee und Alkohol.

gesunde Lebensmittel
©alle12

Achte stattdessen auf eine ausgewogene Ernährung mit allen Makronährstoffen und ausreichend Vitaminen. Besonders förderlich für ein starkes Bindegewebe sind Vitamin C und Vitamin E – zum Beispiel enthalten in Zitrusfrüchten, Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukten. Auch essentielle Aminosäuren unterstützen den Körper dabei, neues Bindegewebe aufzubauen. Sie stecken unter anderem in Fisch, Fleisch, Eiern sowie Soja und Lupinen.

Lebensmittel, die Cellulite vorbeugen können: Lebensmittel, die Cellulite fördern können:
–       Obst, z. B. Zitrusfrüchte, Beeren

–       Gemüse, z. B. Brokkoli, Fenchel, Paprika

–       Hülsenfrüchte, z. B. Lubinen, Soja, Erbsen, Kichererbsen, Bohnen

–       Fisch, z. B. Lachs, Makrele

–       mageres Fleisch

–       Eier

–       Wasser, Kräutertee

–       raffinierter Zucker

–       gesättigte Fettsäuren

–       Kaffee

–       Alkohol

 

 

Tipp: Im Alltag fällt es nicht leicht, dem Körper alle wichtigen Mikronährstoffe zuzuführen. Unsere Supplements wie die Daily Vitamins, Omega 3 Kapseln und L-Glutamin unterstützen dich bestmöglich bei deiner ausgewogenen Ernährung.

Daily Vitamins
©foodspring

3.   Massagen als Anti-Cellulite-Mittel

Eine ebenso effektive wie angenehme Strategie gegen Cellulite sind Massagen. Sie regen die Durchblutung und den Lymphfluss an. Schlackenstoffe können besser abtransportiert werden, dein Bindegewebe wird mit wichtigen Nährstoffen versorgt und du beugst Schwellungen sowie Wassereinlagerungen vor.

Durch regelmäßige Beinmassagen, zum Beipsiel mit einer Trockenbürste oder einem Massage-Roller, kannst du deine Haut kräftigen und Orangenhaut vorbeugen. (1) Empfehlenswert sind Massagen in Kombination mit Wechselduschen am Morgen.

4. Mit Faszientraining das Bindegewebe stärken

Die Begriffe Faszie und Bindegewebe werden häufig synonym verwendet. Mit Faszientraining kannst du nicht nur deine Muskulatur, sondern auch dein Gewebe gezielt stärken.

Beim Training – zum Beispiel mit der Faszienrolle – wird die Muskelstruktur inklusive der Faszie in die Länge gezogen, durchfeuchtet und geschmeidig gemacht. Das Bindegewebe kann besser durchblutet und so mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Ähnliche Effekte erzielst du übrigens mit Stretchingübungen oder Mobility Training.

Frau rollt ihren Oberschenkel auf einer Faszienrolle aus
©Anchiy

5. Anti-Cellulite-Produkte

Nach wie vor gibt es kein Allheilmittel gegen Cellulite. Viele Frauen schwören dennoch auf Cremes, Peelings und Co.. Zwar lässt sich Orangenhaut nicht einfach wegcremen, bestimmte Inhaltsstoffe können die oberste Hautschicht aber festigen. (2)

Sie kann dem darunter liegenden Fettgewebe mehr Widerstand leisten, so dass Dellen weniger auffallen. Damit ein solcher Effekt eintritt, solltest du die Produkte mehrmals die Woche auftragen und einmassieren, um zusätzlich den Lymphfluss anzureden und die Durchblutung zu fördern.

Bewährte Inhaltsstoffe mit Anti-Cellulite-Wirkung sind: Koffein, Lakritzextrakte, Ginseng, Grüner Tee sowie Salicyl- und Glycolsäure.

6. Beauty-Behandlungen gegen Cellulite

Wer einen Schritt weiter gehen und mehr Geld in die Hand nehmen möchte, kann mit Beauty-Behandlungen gegen die Cellulite vorgehen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Anwendungen mit Ultraschall- oder Radiofrequenzwellen.

Ultraschallwellen sollen das Fettgewebe erhitzen und es so in Schwingung versetzen. Dabei können einzelne Zellen zu Schaden kommen und vom Körper bei ausreichend Flüssigkeitszufuhr abtransportiert werden. Die Wärme soll zudem die Kollagenproduktion der Haut fördern, was ihr mehr Festigkeit verleihen könnte.

Radiofrequenzwellen wirken direkt auf das Kollagen in der Haut ein. Das bestehende Kollagengerüst soll durch Hitze zerstört werden. Gleichzeitig kann die Kollagensynthese angeregt werden. Infolge könnte sich ein neues, festes Gerüst als Stabilisator der Haut bilden. Die Wirksamkeit der Methoden ist bislang wenig wissenschaftlich untersucht. (3)

In beiden Fällen raten Anbieter für sichtbare Effekte zu mindestens vier Behandlungen. Pro Sitzung musst du mit rund 200 Euro rechnen.

Frau sitzt auf dem Boden
©foodspring

7. Mit der richtigen Sitzhaltung Cellulite vorbeugen

Gehörst du auch zu denjenigen, die im Sitzen häufig die Beine überschlagen? Bei dieser Sitzhaltung wird durch den punktuellen Druck auf die Oberschenkel die Durchblutung gestört. Das wiederum kann die Bildung von Dellen auf der Hautoberfläche begünstigen. Gleiches gilt für enge Kleidungsstücke oder Schuhe, die das Gewebe quetschen.

Was Frauen ohne Sorgen um Cellulite noch anders machen? Sie akzeptieren ihren Körper, wie er ist! Dellen lassen sich nun mal nicht komplett vermeiden, setze dich also nicht unter Druck und fokussiere dich beim Blick in den Spiegel lieber auf all deine Schokoladenseiten.

Fazit

  • Bei einer Cellulite drängen sich Fettzellen durch das darüber liegende Bindegewebe, was oberflächlich als Dellen sichtbar wird.
  • Cellulite wird in erster Linie durch ein schwaches Bindegewebe und erhöhte Fettdepots begünstigt.
  • Mehr Frauen (90 Prozent) als Männer (2 Prozent) haben Cellulite: Das liegt vor allem an einem von Natur aus schwächeren Bindegewebe, weniger Kollagenfasern in der Haut und einem geringeren Muskelanteil.
  • Cellulite lässt sich nicht vollständig verhindern, kann aber abgeschwächt bzw. vorgebeugt werden – zum Beispiel durch ausreichend Bewegung und Faszientraining, eine ausgewogene Ernährung sowie Anti-Cellulite-Produkte und -Behandlungen.
  • Das beste Mittel gegen Orangenhaut ist Selbstakzeptanz.
Artikel-Quellen
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