Ausmisten – leicht gemacht! Dein Clean Up in 7 Schritten

Content Editor & Ökotrophologin
Leyla ist Ökotrophologin. Sie schreibt Artikel über Ernährung & einen gesunden Lifestyle. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Ernährungspläne.

Aufräumen wird überbewertet. Denn das Genie beherrscht das Chaos, trifft bei dir nicht wirklich zu? Mach der Unordnung ein Ende: Wir geben dir die besten Tipps zum Ausmisten.

Die KonMarie-Methode

Ausmisten heißt heute declutter. Und das Thema füllt nicht nur ganze Bücher, sondern auch Fernsehserien. Der Riesen-Trend ist auf das japanische Organisationstalent Marie Kondo zurückzuführen.

Ihre Taktik ist simpel und effizient: Alle Dinge, die dich glücklich machen, dürfen bleiben.

Nach Kondo soll ausmisten einen positiven und befreienden Einfluss haben und dein Leben entscheidend verändern. Wirf also all deinen Ballast ab und schaffe eine Grundlage für eine aufgeräumte und organisierte Zukunft. Nicht nur für die nächsten Tage, sondern langfristig.

Die KonMarie-Methode unterscheidet sich in einem Punkt ganz besonders vom klassischen Aufräumen. Es wird nämlich nicht entschieden was du nicht mehr brauchst, sondern welche Gegenstände dich glücklich machen. Gegenstände, die dich nicht glücklich machen, brauchst du weder in deinem Leben noch in der hintersten Ecke deines Kleiderschrankes. Diese Dinge entsorgst du.

©Westend61

Die KonMarie-Methode setzt sich aus folgenden Schritten zusammen:

Nach Kategorien ausmisten

Vor dem Aufräumen, kommt immer das Ausmisten. Entscheide, welche Dinge bleiben können und von welchen du dich verabschiedest. Gehe beim Ausmisten in Kategorien vor und starte mit der am wenigsten emotional aufgeladenen.

Kondo empfiehlt mit Kleidung zu beginnen. Danach Bücher und Papierkram. Fotos am Ende. Denn hier wird dir das Wegschmeißen am schwersten fallen.

Liegt bei dir auch noch ein alter MP3-Player rum? Nach Marie Kondo sind kaputte Dinge sofort zu entsorgen. Sie können ihren Zweck nicht mehr erfüllen und sie stiften keinen positiven Nutzen mehr.

Mache aus Kategorien Unterkategorien

Um nicht den Überblick zu verlieren, ist es hilfreich aus Kategorien, Unterkategorien zu machen. Ordne zum Beispiel Kleidung in Sommer- und Winterbekleidung. Jede Unterkategorie betrachtest du beim Ausmisten einzeln.

Macht dich der Gegenstand glücklich? Entfacht es in dir Freude?

Beantworte diese Frage zu jedem Gegenstand. Dazu nimmst du jeden Gegenstand einmal in die Hand und fragst dich, ob er dich glücklich macht oder nicht. Was glücklich macht bleibt, alles andere muss gehen.
Bedenke dabei, dass etwas auszumisten nicht heißt, den Gegenstand zwangsläufig in die Tonne zu schmeißen. Du kannst viele Dinge spenden oder an Freunde oder Verwandte weitergeben.

Nach dem Ausmisten kommt das Organisieren

Schaffe für alle Gegenstände einen festen Platz. Geh auch hier nach Kategorien vor. Dinge derselben Kategorie gehören an einen gemeinsamen Platz.

Besitzt du nur noch Dinge, die dich glücklich machen, wirst du dich glücklicher in deinem tagtäglichen Leben fühlen.

7 Schritte zum Ausmisten für den Alltag

Ein aufgeräumtes Umfeld hilft uns dabei, organisierter die Herausforderungen einer neuen Woche, eines neuen Monats oder Jahres anzugehen.

Trotzdem, in einem normalen Alltag zwischen Arbeit, Uni & Co. fällt es schwer, radikal auszumisten. Deshalb empfehlen wir, jeden Tag etwas Zeit zum Ausmisten oder Aufräumen zu investieren: So bleibst du kontinuierlich motiviert.

Und: Die Aufgabe überrumpelt dich nicht total. Wir geben dir Tipps um in sieben Tagen mehr Ordnung in deinen stressigen Alltag zu bringen.

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Tag 1 & Tag 2: Kleidung

Fokussiere dich auf die Saisonware. Jetzt entscheiden, was du im nächsten Winter tragen möchtest oder nicht, ist ziemlich schwer. Verstaue also spätestens jetzt deine Winterkleidung an einem separaten Ort. Du wirst sie schließlich einige Monate nicht benötigen.

Das wird auch das Aussortieren deiner Sommerkleidung einfacher machen. Welche Kleidung hast du bisher noch gar nicht getragen? Breite all deine Kleidung auf deinem Boden aus. Werde dir so darüber im Klaren, was du besitzt und vielleicht vergessen hast zu besitzen.

Sortiere die Dinge aus, die du dir nicht vorstellen kannst noch zu tragen. Wie immer, sei realistisch. Gerade im Winter gibt es viele Möglichkeiten warme Kleidung zu spenden.

Tag 3: Taschen

Heute gehst du durch all deine Taschen. Jackentaschen, Hosentaschen, Sporttaschen, Arbeitstaschen. Schmeiß alles weg, was unnötig ist. Verpackungen, benutzte Taschentücher, zerknüllte Flyer. Findest du in deinen Taschen auch manchmal Dinge, bei denen du dir nicht erklären kannst, wie sie dort hinkommen sind? Bringe diese Dinge zurück an ihren ursprünglichen Platz.

Tag 4: Küche

Gerade zum Ende des Jahres herrscht in der Küche Hochbetrieb. Da kann es schon mal richtig chaotisch werden. Verwechsle deine Arbeitsfläche in der Küche nicht mit einer Ablagefläche: Räume also Geräte weg, die du nicht täglich verwendest. Sortiere Dinge aus, die du einmal in einem halben Jahr nutzt. Schmeiß die Dinge nicht weg, sondern frag Freunde und Bekannte oder spende deine Küchengeräte. Geh deinen Vorratsschrank einmal durch und sortiere Lebensmittel aus, die ihr Mindesthaltbarkeitsdatum schon lange erreicht haben.

Aber: Wusstest du, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verfallsdatum ist? Die meisten Lebensmittel sind auch abseits von ihrem MHD noch verzehrbar. Vor allem wenn du sie richtig gelagert hast. Vertrau zu Beurteilung deinen Augen und deiner Nase.

Gebe Lebensmittel weg, für die du keine Verwendung findest. Oder nimm dir vor endlich mal damit etwas zu kochen. Positioniere sie dann ganz vorne in deinem Vorratsschrank. Und suche dir bewusst Rezepte mit dieser Zutat aus.

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süßkartoffel salat
©foodspring

Tag 5: Portemonnaie

Einer dieser Orte, wo sich Dinge anhäufen, ohne dass du es merkst. Schmeiß Kassenzettel, die du nicht mehr benötigst, weg. Das gleiche gilt für abgelaufene Kundekarten. Ordne die Karten, die du selten benötigst einfach weiter hinten ein. So hast du regelmäßig benötigte Karten immer griffbereit.

Tag 6: Papierkram

Besitzt du auch diese eine Ecke auf deinem Tisch, in der sich unerwünschte Werbebriefe sammeln. Flyer, Angebotszettel und Tageszeitungen sind schnell weggeschmissen.

Seien wir mal ehrlich: Das Angebot deiner Lieblingspizzeria kennst du doch eh schon auswendig. Oder du kannst es ganz einfach online nachlesen.

Tag 7: Digital Life

Wir wollen uns nicht nur von materiellen Dingen lösen. Denn in unserem heutigen Zeitalter sammelt sich auch digital einiges an, was wir nicht benötigen und uns unnötig belastet.

Lösche Apps, die du nicht oder nur selten nutzt. Mobile Dienste, die du kaum verwendest, kannst du bei Bedarf dann einfach über die Browser-Version nutzen.

Geh dein Kontaktverzeichnis durch und lösche alle Kontakte, die du nie wieder benötigen wirst. Seien wir mal ehrlich, davon hat jeder von uns mindestens 5 in seiner Kontaktliste. Oder?

Entabonniere alle Newsletter, die du in den letzten Wochen nicht gelesen hast. Gehe dazu dein E-Mail-Postfach der letzten vier Wochen durch und schaue, welche E-Mails noch immer ungeöffnet sind. Sei ehrlich zu dir: Jetzt wirst du sie auch nicht mehr lesen!

Unser Fazit

Ein ausgemistetes zuhause hilft dir dabei, deine Ziele und Aufgaben besser in Angriff zu nehmen. Bevor du aufräumst, ist es immer hilfreich dir einen Überblick zu verschaffen. Mach dir klar, ob die Dinge überhaupt noch einen Platz in deinem Zuhause haben sollten. Miste jeden Tag etwas aus und vergiss nicht, dass sie auch in deinem digitalen Leben einiges ansammeln kann.

Artikel-Quellen
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  • Kondo, Marie (2014): The Life-Changing Magic of Tidying: A simple, effective way to banish clutter forever. Vermillion: London.

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