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Darum solltest du nicht jedem TikTok Trend folgen

Frau schaut auf ihr Handy

Soziale Medien wie TikTok und Instagram ermöglichen es dir, ohne Aufwand jeden Fitness- und Ernährungstrend zu verfolgen – ob du willst oder nicht.  Wenn du den richtigen Leuten folgst (und die richtigen Leute ignorierst), wirst du mit der Zeit viele hilfreiche Tipps für einen gesunden Lifestyle sammeln können. Beim Thema Ernährung solltest du allerdings nicht alle Informationen, die dir in Reels und Co. vermittelt werden, einfach so hinnehmen. Oftmals fehlt diesen Posts ein fundiertes Hintergrundwissen. Empfehlungen werden oft verallgemeinert oder falsch interpretiert und stellen sich daher am Ende als entweder nicht hilfreich, oder sogar kontraproduktiv heraus.

Passend dazu: Diät-Lügen – 7 Tipps zum Abnehmen, die gar nichts bringen 

Um diese Annahme zu bestätigen, konzentrierte sich ein Team von Wissenschaftler*innen auf das Beispiel der Mediterranen Diät. Bestimmt hast du schon davon gehört. Diese Ernährungsweise empfiehlt nur minimal verarbeitete und primär pflanzliche Lebensmittel. Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte wie Linsen spielen dabei also eine große Rolle und natürlich darf auch Olivenöl nicht fehlen. Die Umsetzung ist relativ einfach, weshalb sich die Mediterrane Dät schnell weltweit verbreitet hat. Was sich genau dahinter verbirgt, scheint aber oft nicht ganz klar zu sein und sorgt vor allem auf sozialen Medien wie TikTok für Verwirrung und irreführende Ratschläge, wie eine aktuelle Studie der American Society for Nutrition (ASN) zeigen konnte. Seit der Trend #mediterreandiet im Sommer 2021 das erste mal viral ging, sind unzählige Videos mit Anleitungen und Ratschlägen erschienen. Ein Team von Forschenden rund um Margaret Raber, DrPh, Assistenzprofessorin im Children’s Nutrition Research Center des US-Landwirtschaftsministeriums und des Baylor College of Medicine, Texas, analysierte die ersten 200 Videos des Mittelmeerdiät-Trends.

Dabei stellten sie fest, dass zwar 78 % der analysierten Videos zumindest annähernd gesundheitsbezogene Informationen vermittelten, aber nur 9 % entsprachen der Definition der mediterranen Diät in ihrem ursprünglichen Sinne. Wenig überraschend zeigte sich, dass die Tipps, welche von Nutzer*innen aus dem Fitness- und Gesundheitsbereich gepostet wurden, vergleichsweise hochwertiger waren als der Rest.

Allerdings handelte es sich dabei lediglich um 53 % der Videos. Die weiteren 47 % stammten von TikToker*innen, deren Profilen und Content die Forschenden keine Hinweise auf ihre Qualifikationen oder ihren Fitness- oder Ernährungsbackground entnehmen konnten.

Die Mediterrane Diät leitet sich zwar von den traditionellen Essgewohnheiten einiger Länder am Mittelmeer ab, aber nicht alle kulinarischen Vorlieben aus dem Mittelmeerraum zählen dazu. Ein Großteil der Videos bezog sich lediglich auf Essen, das in einigen Mittelmeerstaaten zwar beliebt ist, allerdings nicht zur #mediterreandiet zählt. Dazu gehören beispielsweise rotes Fleisch, Süßigkeiten und verarbeitete Lebensmittel.

Was bedeutet das für dich?

Die sozialen Medien sind nach wie vor eine einfache und praktische Möglichkeit, um sich inspirieren zu lassen, sich auszutauschen und neue Trends zu verfolgen. Trotzdem solltest du gerade gesundheitsbezogenen Inhalte mit Bedacht konsumieren. Du solltest dir vor allem immer anschauen, von wem die Inhalte kommen und welche Qualifikation die Person, die die Inhalte teilt, vorweisen kann. Dabei kommt es natürlich auf den Inhalt selbst an. Geht es lediglich um ein Rezept mit unbedenklichen Zutaten, das dich anspricht, go for it! Handelt es sich aber um Ernährungsweisen oder Versprechen, dass dir dieser und jener Trick beim Ab- oder Zunehmen hilft, solltest du den Post immer kritisch betrachten und dir unter Umständen den Rat eines Profis einholen, dem du vertraust. Beispielsweise deine Hausärztin, dein Ernährungsberater oder deine Personal Trainerin.

Unser Fazit

Du kannst nicht immer kontrollieren, welche vermeintlichen Tipps und Tricks dir TikTok auf deiner For You Page präsentiert, allerdings kannst du dafür sorgen, dass du nur vertrauenswürdigen Quellen folgst, die du einem kleinen Hintergrundcheck unterzogen hast. Eine Mischung aus Fitness- und Foodtrends findest du natürlich auch auf unseren foodspring Channels auf Instagram, TikTok und Facebook.

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