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Vinyasa Yoga: Alles über den dynamischen Yogastil im Flow

Eine Frau macht Yoga im Studio
Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Vinyasa Yoga wird auch “Meditation in Bewegung” genannt. Der dynamisch fließende Yogastil ist fordernd für den Körper und beruhigend für den Geist. Hier erfährst du, wie die beliebte Yogaart funktioniert, was sie bewirkt und für wen sie sich besonders eignet.

Was ist Vinyasa Yoga?

Vinyasa Yoga ist eine Abwandlung des Hatha Yoga. Anders als beim eher statischen und kräftigenden Hatha Yogastil, geht es in einer Vinyasa Stunde sehr dynamisch zu. Die Körperübungen, die sogenannten Asanas, werden nicht einzeln geübt, sondern in fließenden Bewegungen aneinandergereiht. Ein verbindendes Element der Stile ist die Atmung: Wie auch beim Hatha Yoga sollen die Übungen bei einem Vinyasa Flow synchron zum Atem ausgeführt werden.

Der Begriff “Vinyasa” stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit. “Vi” bedeutet “auf eine bestimmte Art und Weise” und “nyasa” steht für “setzen, stellen, legen”. Das heißt, die Bewegungen im Vinyasa Yoga sind auf eine bestimmte Weise zusammengesetzt. Wie genau, entscheidet jeder Yogalehrer selbst. Das ist das Besondere am Vinyasa Yoga: Keine Stunde muss gleich aussehen. Im Unterschied zum Ashtanga Yoga, wo es feste Übungsserien gibt, ist Vinyasa ein freier, kreativer Stil.

Tipp: Nach einem anstrengenden Vinyasa Yoga Flow ist es wichtig, dass du genug trinkst. Beim Yoga entsteht im ganzen Körper Hitze. Selbst an warmen Tagen ist es deswegen gut, deinen Körper sanft zu behandeln und nicht direkt mit kaltem Wasser zu erschrecken.

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Frau macht den Sonnengruß
©Westend61

Wie funktioniert Vinyasa Yoga?

Vinyasa Yoga basiert auf drei Säulen:

  1. Bewegungen und Atmung fließen synchron: Die dynamischen Asanas sind mit einer kontrollierten Atemtechnik kombiniert, die sogenannte Ujjayi Atmung. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Bewegungen immer der Atmung folgen und nicht umgekehrt.
  2. Alles ist im Fluss: Beim Vinyasa Yoga wird dem Weg von einer zur nächsten Körperhaltung genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie den Asanas selbst. Alle Elemente sind miteinander verknüpft, woraus sich ein Flow ergibt.
  3. Vinyasa Yoga ist kreativ und frei: Es gibt wiederkehrende Asanas, aber keine festen Übungsabfolgen. Yogalehrer sind in der Gestaltung ihrer Flows vollkommen frei, so dass du immer wieder neue Trainingsreize bekommst.

Eine typische Vinyasa Yogastunde, die meist zwischen 60 und 75 Minuten dauert, setzt sich aus mehreren Sequenzen zusammen:

Zu Beginn gibt der Lehrende häufig im Rahmen einer kurzen Meditation oder Atemübung ein Motto bekannt, unter dem die Klasse steht. Als Warm-up dient in der Regel der Sonnengruß oder Varianten davon. Darauf folgt der eigentliche Flow, der immer anders gestaltet sein kann. Jeder Lehrende hat seinen persönlichen Stil. Je nach Schwerpunkt können Kräftigung oder Mobilität im Vordergrund oder das Training bestimmter Körperpartien wie Arme, Schultern und Brust oder Hüfte. Abschluss einer Stunde ist die sogenannte Totenstellung, Savasana.

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Frau hält die Krieger Position
©Westend61

Was bringt Vinyasa Yoga?

Vinyasa Yoga gilt als “Meditation in Bewegung”. Die Synchronisierung der dynamischen Asanas mit der Atmung sollen dich in eine Art meditativen Zustand versetzen. Du kannst Gedanken leichter loslassen und im Hier und Jetzt, auf der Matte, ankommen. Damit ist Vinyasa Yoga eine gute Achtsamkeitspraxis und kann gleichzeitig das Körperbewusstsein stärken.

Weitere mögliche Effekte von Vinyasa Yoga:

  • Du mobilisierst Gelenke, Sehnen und Bänder, insbesondere um die Wirbelsäule, so dass du Verspannungen und andere Beschwerden lindern oder ihnen vorbeugen kannst.
  • Du trainierst mit vielen Asanas deine Stabilität und den Gleichgewichtssinn.
  • Vinyasa Yoga stärkt deine Muskulatur im gesamten Körper, vor allem die Tiefenmuskulatur im Core.
  • Die dynamischen Bewegungen bringen das Herz-Kreislaufsystem in Schwung und trainieren deine Ausdauer.
  • Vinyasa Yoga kann deine Beweglichkeit fördern und fasziales Gewebe lockern.

Für wen ist Vinyasa Yoga geeignet?

Vinyasa Yoga eignet sich grundsätzlich für alle Level. Wer noch keine Erfahrung hat, könnte in einer temporeichen Klasse jedoch Schwierigkeiten haben, mitzukommen. Für dich ist ein Anfängerkurs eine gute Idee. Idealerweise beherrscht du bereits den Sonnengruß und kennst einige grundlegende Asanas, bevor du an einem Vinyasa Flow teilnimmst.

Eine Vinyasa Yogastunde kann sehr anstrengend sein. Wenn du dich auspowern und ins Schwitzen kommen willst, bist du hier genau richtig. Du solltest Freude daran haben, dich immer wieder auf Neues einzulassen und deinen Körper und Geist an seine Grenzen zu bringen.

Vinyasa Yoga ist außerdem passend für alle, die schon immer meditieren wollten, sich vom statischen Sitzen aber abgeschreckt fühlen. Im Flow kannst du deinen Kopf frei bekommen und bewusst durchatmen.

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Alternativen zu Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga ist dir zu dynamisch oder kreativ? Du suchst einen ruhigeren oder strukturierteren Yogastil? Dann könnte eine dieser Richtungen besser zu dir passen:

  • Hatha Yoga: Beim Hatha Yoga stehen kräftigende Körperübungen in Verbindung mit einer bewussten Atmung im Vordergrund. Der Yogastil ist im Vergleich zu Vinyasa Yoga ruhig und eher statisch. Es wird ohne fließende Sequenzen zwischen einzelnen Posen gewechselt. In einem Hatha Yogakurs lernst du die wichtigsten Grundlagen kennen – optimal, wenn du Einsteiger bist.
  • Ashtanga Yoga: Ashtanga Yoga ähnelt Vinyasa Yoga, hält sich aber an feste Regeln. Es gibt sechs Übungsserien, die in jeder Stunde wiederholt werden – ohne Pause und in einem temporeichen Wechsel. Dieser Yogastil ist eher für fortgeschrittene Yogis geeignet, denen Struktur und Leistungsoptimierung wichtig sind.
  • Power Yoga: Power Yoga ist eine Variante des Ashtanga Yoga, nur dass die Übungen hier auf das Level der Praktizierenden angepasst werden. Insofern ist dieser Yogastil eine Zwischenform – weniger reglementiert als Ashtanga, aber nicht ganz so kreativ und fließend wie Vinyasa.
Eine Frau entspannt in der Shavasana Haltung
©Niki van Velden

Fazit

  • Beim Vinyasa Yoga stehen dynamische, fließende Bewegungen synchron zur Atmung im Fokus.
  • Zentrum einer Vinyasa Yogastunde ist ein kreativer Yogaflow, also eine Aneinanderreihung von verschiedenen Asanas.
  • Jede Vinyasa Klasse hat einen anderen Schwerpunkt. Der Lehrende kann jeden Flow frei gestalten, insofern bekommst du jedes Mal neue Impulse.
  • Der Yogastil wirkt kräftigend, mobilisiert und trainiert die Balance sowie die Ausdauer.
  • Vinyasa Yoga eignet sich für alle Level, ein paar Grundkenntnisse können jedoch helfen, einem temporeichen Flow zu folgen.

Vinyasa Yoga ist das Richtige für alle, die sich auf der Matte auspowern und sich durch die “Meditation in Bewegung” von blockierenden Gedanken lösen möchten.

Artikel-Quellen
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