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Mehr Verbundenheit dank Yoga: Interview mit Yogalehrerin Sara

Eine Yogalehrerin praktiziert Yoga
Fitness Editor & Fitness Trainerin
Kristina ist studierte Kommunikationsexpertin und lizensierte Fitness-Trainerin. Sie schreibt unsere Fitness-Artikel und erstellt kostenlose Workout-Pläne.

Im Hier und Jetzt zu sein, sich von dem Alltagsstress zu lösen und den Körper im Fluss der Atmung zu bewegen – das alles ermöglicht die Yoga-Praxis. Zusätzlich schafft es Yoga, unsere Beziehung zu uns selbst sowie zu anderen zu verbessern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Denn bei der jahrtausende alten Disziplin geht es nicht darum, der Beste zu sein, sondern viel mehr um das eigene Wachstum und die Weiterentwicklung. 

Doch wie fängt man mit Yoga an? Welche Lebensphilosophie steckt dahinter? Und wie kann sich Yoga-Praxis auf das mentale Wohlbefinden auswirken? Das und mehr verrät uns Sara Ciscar, Yogalehrerin bei der digitalen Trainingsplattform Blue Bamboo Studio, im gemeinsamen Gespräch. 

Saras Spezialgebiet ist der dynamischer Yogastil Vinyasa. Zudem ist sie als Flugbegleiterin tätig und ein großer Sportfan. Das Unterrichten von Yogastunden bei Blue Bamboo Studio macht es Sara möglich, mit ihren Mitmenschen in Verbindung zu bleiben und zu ihrem Wohlbefinden beizutragen.

Yogalehrerin Sara sitzt in der Lotus Pose
©Blue Bamboo Studio

Yoga kennt kein Alter, kein Geschlecht und ist für jedes Fitnesslevel geeignet. Wie verbindet Yoga alle Zielgruppen miteinander? Was wären aus deiner Sicht drei gute Gründe, weshalb jeder Yoga regelmäßig praktizieren sollte? 

Yoga zeichnet sich dadurch aus, dass es Nähe und Einfachheit mit sich bringt und mit einfachen Tools wie dem eigenen Körper und der Atmung arbeitet. Deshalb steht die Tür jedem offen, der mit der Yoga-Praxis beginnen möchte. Das ist bereits der erste Grund, um Yoga auszuprobieren. Zusätzlich lösen wir uns von unseren Ansprüchen und Vorstellungen, die wir im Kopf haben. Wir sind flexibler und verstehen die Intention hinter Yoga besser. Diese Einstellung hilft uns, uns bewusst zu bewegen, anstatt darauf zu schauen, bis zu welchem Grad ich mich dehnen kann. Und schließlich können wir uns selbst dazu motivieren, uns zu fragen: Warum eigentlich nicht?

Wie lange praktizierst du schon Yoga? Wie hast du diese Sportart für dich entdeckt?

Mit Yoga habe ich damals aus reiner Neugierde angefangen. Ich habe schon immer Sport geliebt und gerne unterschiedliche Sportarten ausprobiert. Doch in Yoga habe ich mich sofort verliebt. Ich glaube, dass Yoga etwas in dir hinterlässt. Unabhängig davon, wie klein dieses Gefühl ist oder wie wenig du bis jetzt praktiziert hast, macht dir Yoga bewusst, in welchem Ausmaß es dein Leben verbessern kann. In meinem Fall war das so, dass ich anfing, mehr Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie ich mit meinem Körper arbeite. Meine Atmung hat sich verbessert und anschließend bin ich auch auf mentaler Ebene zu mehr Ruhe gekommen.

Yoga verbindet Körper und Geist wie keine andere Sportart. Jede Pose hat eine Bedeutung und spiegelt auch eine geistige Haltung wider. Wie beeinflusst Yoga unsere mentale Gesundheit?

Yoga beeinflusst unsere mentale Gesundheit positiv, indem es Platz in unserem Inneren schafft, damit wir in uns hinein blicken können und uns bewusst machen, was in uns gerade vorgeht und wie wir uns heute fühlen. Yoga-Praxis dient als eine Form der Selbstfürsorge, bei der wir anhand von bestimmten Posen unsere Fehlhaltungen aus dem Alltag korrigieren und die Verspannungen lösen, von denen wir nicht mal wussten, dass wir sie haben. Wenn wir innehalten, genau zuhören und atmen, beruhigt sich auch unser Geist und wir sind mit uns selbst mehr im Einklang. Das hilft uns, unsere Sorgen mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Und das funktioniert unabhängig davon, wie kurz oder lang unsere Yoga-Praxis ausfallen mag.

Gab es schwierige Phasen oder Momente in deinem Leben, bei denen dir deine Yoga-Praxis mehr Halt und Kraft gegeben hat? Woran hat sich das gezeigt? 

Ja, wenn man öfter Yoga praktiziert, merkt man, wie die Praxis dich abhängig von deiner aktuellen Stimmung beeinflusst. Besonders an schlechten Tagen oder in schwierigen Momenten, war Yoga für mich wie Balsam für die Seele und eine Stütze zum Anlehnen.

Egal, wie besorgt ich war oder wo ich ins Stocken geraten bin, meine Yoga-Praxis hat mir den Raum zum Fühlen gegeben. Was auch immer es in diesem Moment sein musste. Manchmal waren es Tränen, manchmal Frustration oder vielleicht auch eine Art Unterstützung wie eine Umarmung von einem guten Freund, der dir sagt, dass alles in Ordnung ist.

Du steigst auf die Matte nie mit dem gleichen Mindset, mit dem du sie nach deiner Praxis verlässt.

Wieso bist du Yogalehrerin geworden? Warum gefällt es dir, Yoga-Stunden zu unterrichten? Welche Rolle spielt dabei das Gemeinschaftsgefühl

Ich habe mich im Lockdown neu erfunden, da ich Flugbegleiterin bin und während des Lockdowns meine Tätigkeit nicht ausüben konnte. So habe ich in Yoga eine neue Leidenschaft für mich entdeckt sowie den Wunsch, alles, was mir diese Sportart gibt und wie sie mich verändert hat, auch mit anderen zu teilen. Man findet die gleiche Entwicklung in anderen wieder, aber auf einer anderen Ebene. Jetzt habe ich sogar eine online Community gefunden.

Blue Bamboo Studio veranstaltet regelmäßig Retreats und Treffen, wo Menschen gemeinsam trainieren und sich austauschen können. Welche Bedeutung haben diese Events für eure Teilnehmer? Warum tut uns diese Art der Zusammenkunft gut?

Blue Bamboo ist eine digitale Yoga- und Trainingsplattform. Hier glauben wir daran, dass Menschen und Gemeinschaft das Wichtigste sind, wenn es darum geht, sich im Alltag motiviert zu fühlen.

Wir organisieren auch Retreats und Veranstaltungen, damit Menschen persönlich in Kontakt treten können und um unsere Werte zu vermitteln.

Yogalehrerin Sara beim Unterrichten von Yoga
©Blue Bamboo Studio

Wie sieht ein typischer Tag aus deinem Leben aus? Hast du Rituale oder Routinen, die fest zu deinem Alltag gehören?

Da meine Yogastunden zu verschiedenen Uhrzeiten und an unterschiedlichen Tagen stattfinden, habe ich eine Routine für mich entwickelt, die mir dabei hilft, mich zu konzentrieren. Ich stehe früh auf und nutze die ersten Stunden des Tages ganz in Ruhe für mich. Ich bereite mir ein schönes Frühstück mit einem Kaffee zu, schaue mir meine To-Do-Liste für den heutigen Tag an und passe meine Aufgaben an meine Kapazitäten an. Nebenbei kuschle ich gern mit meiner Katze. Ihr Schnurren wirkt beruhigend und friedvoll.

Mit einem fokussierten Mindset beginne ich meinen Tag, räume zu hause auf und mache mich fertig, um ins Fitnessstudio zu gehen. Bei meinem Workout kombiniere ich Krafttraining mit meiner Yoga-Praxis, um am Ende des Trainings meine Muskeln und den Geist zu entspannen.

Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zu unserem körperlichen und mentalen Wohlbefinden. Hast du ein Lieblingsprodukt von foodspring, das du gerne vor oder nach deiner Yoga-Praxis zu dir nimmst? 

Mir gefällt die ganze Palette der foodspring Fitnessküche. Besonders mag ich die Protein Cream. Zusammen mit den Pancakes schmeckt sie fabelhaft.

Nach der Yogapraxis oder zwischen den Yogastunden greife ich gerne zu einem Proteinriegel. Mein Lieblingsriegel ist mit Haselnüssen und Amaranth.

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Hinter Yoga steckt viel mehr als ein Training für Körper und Geist. Yoga umfasst eine ganze Lebensphilosophie. Wie hat Yoga dein Leben und die Perspektive darauf beeinflusst? Welche Auswirkung hat Yoga auf die Beziehung zu uns selbst und unsere Beziehungen zu anderen?

Das hast du schön gesagt, Yoga ist eine Lebensphilosophie.

Je mehr man Yoga praktiziert, desto mehr wird einem bewusst, dass wir nicht alles kontrollieren können, dass es wichtig ist, aus unserem Gedankenkarussell auszusteigen und mehr mit dem Flow des Lebens mitzugehen. Uns wird außerdem klar, dass wir ein Teil vom großen Ganzen sind. So erlangen wir ein Gefühl von Erleichterung und gewinnen mehr Vertrauen in das Leben. Alles, was du bei deiner Praxis gelernt hast, wirst du auch außerhalb deiner Yogamatte anwenden. Das muss nicht alles auf einmal passieren, sondern für jeden in seinem eigenen Tempo.

Yoga ist wirklich ein Weg zur Selbsterkenntnis. Du übernimmst dabei selbst die Führung. Es liegt in deiner Hand die Vorteile für dich und für die anderen zu erkennen, eine bessere Beziehung zu deinen Mitmenschen aufzubauen und sich mit der Welt verbunden zu fühlen, allein aufgrund der Tatsache, dass du deinen Zweck kennst.

Wir lassen uns oft von dem Stress und der Hektik des Alltags überwältigen. Kannst du uns eine Übung oder eine Atemtechnik zeigen, um in solchen Momenten zur Ruhe zu kommen? 

Natürlich! Eine Übung, die mir gut hilft und zudem simpel und an jedem Ort umsetzbar ist, ist die eigene Umgebung zu beobachten. Das kann der Himmel sein, ein Baum, aus dem Fenster gucken oder einfach nach oben schauen. Dabei nimmst du Dinge wahr, ohne sie zu bewerten, und atmest tief ein. Klingt wie ein Klischee, aber es funktioniert. Konzentriere dich nur auf eine Sache, ohne jegliche Erwartungen zu haben. Atme dabei so langsam und tief ein, wie du kannst, und atme sanft und langsam wieder aus. Der Körper wird das Atmungstempo wiederholen wollen und so nimmst du noch 3 bis 4 weitere Atemzüge. Diese Technik wird dir helfen, für einen Moment deine Gedanken loszulassen und eine andere Perspektive einzunehmen.

Welchen Rat würdest du an jemanden geben, der noch nie Yoga zuvor gemacht hat, aber unbedingt damit beginnen möchte? Wie fängt man am besten an? Was sollte man beachten? 

Ich würde dieser Person raten, sich daran zu erinnern, wie es damals war, etwas Neues zu lernen. Die Erfahrung zeigt uns, dass Lernen ein Prozess ist, bei dem wir Schritt für Schritt vorwärts kommen. Das Gleiche lässt sich auch auf Yoga übertragen. Zudem sollte man sich nicht mit anderen vergleichen, weil Yoga für alle geeignet ist. Und vor allem sollte man Yoga mit der Intention, ohne Ansprüche an sich selbst zu stellen, praktizieren.

Es ist nicht notwendig, gleich mit anspruchsvollen Yoga-Posen zu starten, sondern es ist viel wichtiger, eine Verbindung zu deinen Gefühlen aufzubauen. Darin liegt die Schönheit und die Einfachheit, den ersten Schritt zu wagen und Yoga auszuprobieren.

Man sollte im Vorfeld darauf achten, welche Verletzungen oder Einschränkungen vorliegen und dementsprechend die eigene Yoga-Praxis anpassen. Um sicher zu gehen, sollte ein Yogalehrer oder Yogalehrerin anwesend sein. Ein Yogalehrer kann die nötigen Schritte zeigen, die Posen korrigieren, bei Fragen aufklären und mit Vorurteilen aufräumen, die mit der Disziplin einhergehen.

Dank digitalen Yogastunden kannst du aktuell bei Blue Bamboo ganz einfach deinen Yogalehrer finden. Unsere Online Yogastunden berücksichtigen verschiedene Leistungsniveaus, beinhalten ein Beginner-Paket und sorgen für Nähe trotz physischer Entfernung.

Darüber hinaus arbeiten wir mit Workouts, die unterschiedliche Intensitäten anbieten und gesunde Beweglichkeit und Mobilität im Fokus haben.

Ohne dich von Anfang an zu überfordern und mit allen nötigen Hinweisen, als wäre der Yogalehrer direkt bei dir zu Hause.

Unser Lesetipp: Du willst mit Yoga anfangen, bist dir aber noch unsicher, für welche Yoga Art du dich entscheiden solltest? Keine Sorge! Lies dazu gerne unseren Artikel Yoga Arten: Die 10 beliebtesten Yogastile im Vergleich und finde den passenden Yogastil für dich heraus.

Artikel-Quellen
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