4 Min Lesezeit

Brahmi: Das Superkraut aus dem Ayurveda im Überblick

brahmi
Freie Journalistin
Carina ist freie Journalistin und schreibt unsere Lifestyle- und Ernährungs-Artikel

Ein “Wundermittel”, das dem Hirn auf die Sprünge hilft, Stress verfliegen lässt und auch noch beruhigend wirkt – klingt nach einer wahren Superpflanze. Die Rede ist von Brahmi, das in der ayurvedischen Heilkunst bereits ein echter Star ist, sich langsam aber auch hierzulande einen Namen macht und mit einigen positiven Wirkungen glänzt. 

Was ist Brajmi?

Über verschiedene Superfoods haben wir in den letzten Jahren viel gehört, von Kurkuma und Acai über Chia- und Leinsamen bis hin zu Goji-Beeren und Matcha. Aber von den vielversprechenden Wundern der Natur können wir, zugegeben, nicht genug bekommen und so wird in unserem Foodie-Herz wieder Platz für eine neue Trend-Pflanze gemacht. Gestatten, Brahmi. Ein wirkliches Superfood ist das zwar nicht unbedingt, aber ein Superkraut, könnte man sagen.

Wer jetzt nicht unbedingt ein Profi im Ayurveda ist, wird mit diesem Begriff wahrscheinlich noch nichts anfangen können. Brahmi, auch ganz liebevoll kleines Fettblatt oder botanisch Bacopa monnieri genannt, ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse, die ursprünglich aus Südasien kommt und seit tausenden Jahren ein wahrer Favorit der ayurvedischen Medizin ist. Ihr Stängel kann sowohl kriechend als auch aufrecht sein, während zwischen den fleischigen Blättern mal hier und da eine weiße Blüte hervorragt.

So viel zum Äußerlichen, aber was die Pflanze so besonders macht, ist natürlich ihre innere Wirkungskraft, weswegen sie sich besonders einen Namen als Heilpflanze gemacht hat. Sie soll gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen. Mittlerweile findet man die geballte Pflanzenpower von Brahmi auch vermehrt in Nahrungsergänzungsmitteln. Dementsprechend gibt es das sogenannte kleine Fettblatt in Form von Pulver oder Kapseln.

Wirkung und Anwendung  von Brahmi

Brahmi statt Studentenfutter? Wer weiß, ob das Kraut den berühmten Snack, der ja gerne beim Lernen oder Arbeiten genascht wird, irgendwann mal wirklich Konkurrenz machen kann. Hintergrund ist, dass die Pflanze eine stärkende Wirkung auf das menschliche Gehirn und das Potenzial haben soll, die Gedächtnisleistung zu verbessern. Ein echter mentaler Booster also. Deswegen wird Brahmi eben gerne von Studenten zum Pauken oder auch von alten Menschen genutzt.

Unser Tipp: Trägt zur Erhaltung der normalen Sehkraft und Gehirnfunktion bei. Unsere veganen Omega 3 Kapseln sind die idealen Alltagsbegleiter. Für die tägliche Dosis an wichtigen EPA und DHA Fettsäuren!

Wenn wir gerade schon mal bei der Gedächtnisleistung sind – Wissenschaftler vermuten auch, dass die zahlreichen Antioxidantien, die in der Pflanze zu finden sind, vorbeugend wirken könnten, was Demenz angeht. Außerdem ist der Begriff Brahmi bereits in Verbindung mit ADHS gefallen. Eine Studie an 31 Kindern hat jedenfalls gezeigt, dass sich die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störung wie Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten verbesserten, nachdem sie ein halbes Jahr lang täglich Brahmi zu sich genommen hatten.

Dass das kleines Fettblatt so gerne in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt wird, ist übrigens auf bestimmte enthaltene Wirkstoffe zurückzuführen. Dazu zählen Alkaloide wie Brahmin, Saponine und Flavonoide, also sekundäre Pflanzenstoffe, denen ja viele gesundheitsfördernde Wirkungen auf den menschlichen Körper nachgesagt werden. Überhaupt munkelt man, dass die Inhaltsstoffe schmerzlindernde, krampflösende, antirheumatische, hormonstimulierende, blutreinigende und entwässernde Eigenschaften haben sollen. Allerdings muss noch weiter geforscht werden. Bisher gibt es keinerlei repräsentative Studien, die die Wirkung von Brahmi belegen.

Und nun zur Anwendung: Als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln kann Brahmi täglich mit etwas Wasser zu sich genommen werden, während sich das fein vermahlene Pulver perfekt als Zutat für grüne Smoothies eignet. Zum Beispiel einen Teelöffel davon mit Spinat, Avocado, Mango sowie Wasser mixen und genießen.

In der deutschen Küche ist Brahmi zwar unbekannt, aber wenn du es trotzdem schaffen solltest, frische Blätter aufzutreiben, kannst du sie zum Beispiel spärlich mit Feldsalat sowie Tomaten zusammentun und einen leckeren Salat daraus machen. Oder du nutzt das Kraut, um einen Tee daraus zu machen. Hierfür einfach ein paar frische Blätter mit heißen Wasser übergießen und etwa eine viertel Stunde ziehen lassen. Und nicht über die bittere Geschmacksnote wundern, die ziemlich gewöhnungsbedürftig ist und wahrscheinlich nicht jedem mundet – das kleine Fettblatt enthält nämlich eine Menge Bitterstoffe.

Unser Tipp: Teetrinken gehört besonders im Herbst und Winter einfach zu deinem Tagesablauf, aber dir fehlt die Abwechslung? Dann probier doch mal unser Tea Set aus – die perfekte Mischung aus Kräuter- und Früchtetees.

Brahmi bei Angst und Stress

Wer häufig von Stress heimgesucht wird, könnte vielleicht von Brahmi profitieren. Die Pflanze wird nämlich auch zur Beruhigung genutzt. Bei einer US-amerikanischen Studie kam es jedenfalls bei einer Gruppe, die über einen mehrwöchigen Zeitraum ein Brahmi-Extrakt zu sich nahm, zu positiven Ergebnissen.

Brahmi für die Haare

Die Suche nach dem perfekten Pflegemittel für unsere Haare ist gar nicht so einfach, denn bei dem großen Angebot heutzutage sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Die einen oder anderen sind aber vielleicht auch in dieser Sache schon auf Brahmi gestoßen, ein echter Allrounder unter den Superpflanzen. Es wird nämlich auch in der Kosmetik eingesetzt.

Über die antioxidativen Eigenschaften des kleinen Fettblatts haben wir ja bereits gesprochen und diese sollen auch unseren Haaren zugute kommen. Online finden sich jedenfalls bereits einige Brahmi-Pflegeprodukte, die unter anderem Schutz vor Spliss versprechen und behaupten, dass die Pflanze die Haarwurzeln nähren und bei regelmäßiger Anwendung sogar vorzeitigen Haarausfall verhindern kann. Das Resultat: angeblich gesundes und glänzendes Haar. Aber ob Brahmi als Haarpflege wohl wirklich hält, was es verspricht? Wer neugierig ist, muss sich wohl selbst davon überzeugen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Jetzt haben wir all die positiven Dinge über Brahmi gehört, aber hat das Ganze auch einen Haken? Bevor du dich dafür entscheidest, die Pflanze zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, besprich dich am besten mit einem Arzt oder Apotheker, denn in Verbindung mit anderen Medikamenten könnte es möglicherweise zu Wechselwirkungen kommen.

Es könnten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall auftreten. Außerdem sollte unbedingt auf einen mäßigen Konsum bzw. die empfohlene Dosierung geachtet werden, weil die enthaltenen Alkaloide bei einer Überdosierung schädlich sein könnten. Schwangere und Kinder sollten ganz auf Brahmi verzichten.

Brahmi: Fazit

  • Brahmi, auch kleines Fettblatt genannt, ist eine Heilpflanze, die besonders im Ayurveda beliebt ist.
  • Die Pflanze kann frisch verarbeitet werden, ist aber auch als Pulver und in Kapselform erhältlich.
  • Wer Brahmi als Salat oder Tee zu sich nimmt, darf sich nicht wundern: Es hat einen sehr bitteren Geschmack.
  • Brahmi soll unter anderem die Gedächtnisleistung ankurbeln und beruhigend wirken.Stough,StS
Artikel-Quellen
Wir bei foodspring verwenden nur qualitativ hochwertige Quellen sowie wissenschaftliche Studien, die unsere Aussagen in Artikeln stützen. Lies hierzu auch unsere Editorial Richtlinien durch Erfahre, wie wir Fakten prüfen damit unsere Artikel immer korrekt, verlässlich und vertrauenswürdig sind.
  • Jänicke, C.; Grünwald, J. (2006): Alternativ heilen. Gräfe und Unzer Verlag GmbH.

  • Stough, C; Clarke, J.; Downey, L.A.; Hutchison, C. W.; Rodgers, T.; Nathan, P. J. (2001): The chronic effects of an extract of Bacopa monniera (Brahmi) on cognitive function in healthy human subjects, in: Psychopharmacology, 156 (4).

  • Saini, N.; Singh, D.; Sandhir, R. (2012): Neuroprotective effects of Bacopa monnieri in experimental model of dementia, in: Neurochem Res., 37 (9).

  • Dave, U. D.; Dingankar, S. R.; Saxena, V. S.; Joseph, A. J.; Bethapudi, B.; Agarwal, A.; Kudiganti, V. (2014), in: Advances in mind-body medicine, 28 (2).

  • Calabrese, C.; Gregory, L. W.; Leo, M.; Kraemer, D.; Bone, K.; Oken, B. (2008), 14 (6).

Verwandte Artikel

shares