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Hast du Appetit oder Hunger?

Juli 11, 2019
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Du hast eigentlich gerade erst gefrühstückt, aber trotzdem das Gefühl schon wieder einen Bärenhunger zu haben? Kann das wirklich schon wieder Hunger sein? Wir zeigen dir, wie du Appetit und Hunger voneinander unterscheidest, damit du dich von deinem Körper in Zukunft nicht mehr austricksten lässt.

  1. Appetit und Hunger: Was sind die Unterschiede?
  2. Wie entsteht Hunger?
  3. Wie entsteht Sättigung?
  4. Unser Fazit

1. Appetit und Hunger: Was sind die Unterschiede?

Hunger ist eine Funktion deines Körpers, die du seit der Geburt besitzt. Als angeborene Funktion schützt es dich vor Unterernährung und Mangelerscheinungen.

Hunger gibt deinem Körper das Signal, seine Energiebilanz auszugleichen.

Du kannst dir also vorstellen, dass du in den seltensten Situationen wirklich Hunger hast. Häufig verwechselst du Appetit einfach mit Hunger.

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©foodspring

Dir läuft das Wasser im Mund zusammen und du hast richtig Lust auf ein Stück Schokolade. Ehe du dich versiehst, ist aus dem einen Stück, die ganze Tafel geworden?

Appetit entsteht vor allem durch sensorische Reize. Wir kennen das doch alle: Der Geruch von frischem Brot, der sich vor dem Eingang deines Lieblingsbäckers verbreitet, lässt bei dir das Verlangen danach erst so richtig entstehen.

Als psychologische Komponente wird Appetit aber auch durch die Freude am Essen, Genuss oder bestimmte Vorlieben bestimmt.

Kannst du Hunger von Appetit unterscheiden, wird es dir leichter fallen, deine Ziele besser im Auge zu behalten und lästigen Heißhungerattacken den Kampf anzusagen.

2. Wie entsteht Hunger?

Deine Hunger- und Sättigungszentren sind in deinem Körper eng miteinander verknüpft. Über das Gehirn werden Signale empfangen und weitergeleitet.

Hunger- und Sättigung unterliegen einer Vielzahl von Prozessen und Vorgängen, die zum Teil noch nicht vollständig erforscht sind.

Das Hungerhormon Ghrelin

Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das im Magen gebildete Hormon Ghrelin Hunger auslöst.

Vor einer Mahlzeit ist deine natürliche Ghrelin Konzentration im Körper also höher, als nach einer Mahlzeit. ¹

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du nach einer kurzen Nacht den ganzen Tag über hungrig bist? In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass der Appetit mit dem Schlafmangel zunimmt. Dies wird darauf zurückgeführt, dass Schlafmangel deinen Ghrelin-Spiegel ansteigen lässt. ²

©AlexSava

Unser Tipp: Schlaf sollte immer Priorität Nummer 1 haben. Er ist nicht nur wichtig für deine geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für deine Körperliche. Egal, welches Trainingsziel du verfolgst, Schlaf ist essenziell für deinen Fortschritt. Wichtig für dein Wohlbefinden und deine Regeneration.

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3. Wie entsteht Sättigung?

Je mehr du isst, desto voller wird dein Magen. Die Magenwand dehnt sich aus und dein Gehirn bekommt darüber ein Signal vermittelt: Du fühlst dich satt.

Unser Tipp: Du möchtest dich langfristig gesund ernähren und deine Ziele erreichen?

Wir empfehlen dir eine ausgewogene Ernährung, die aus einem guten Verhältnis an Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten besteht. Ersetze einfache Kohlenhydrate mit komplexen Kohlenhydraten, die über wichtige Ballaststoffe verfügen.

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©foodspring

Ballaststoffe haben in deinem Magen ein höheres Quellvermögen und dehnen sich deshalb mehr aus, als andere Lebensmittel.

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Das Sättigungshormon Leptin

Leptin ist für das Sättigungsgefühl deines Körpers verantwortlich. Eine hohe Konzentration im Körper sorgt dafür, dass du aufhörst zu essen. Deinem Körper wird das Signal gegeben, seine Energie nun aus anderen Speichern zu gewinnen.

Fühlst du dich satt, verfügst du über eine hohe Konzentration an Leptin. Das Hormon wird in den Fettzellen produziert. Im Umkehrschluss bedeutet das: Je mehr Fettzellen du hast, desto mehr Leptin wird auch gebildet.

Studien sprechen in dem Zusammenhang davon, dass übergewichtige Personen eine Leptin-Resistenz besitzen. Obwohl sie über große Mengen an Leptin verfügen, ist die entsprechende Signalweiterleitung eingeschränkt. Leptin verliert also die Sättigungswirkung.

©Nikola Ilic / EyeEm

Unser Tipp: Der Schlüssel dafür Hunger und Appetit voneinander zu unterscheiden ist bewusstes Essen. Nimm dir Zeit – für dich und für das Essen.

Iss langsam und kaue dein Essen ordentlich. Kommt vermeintlicher Hunger auf, nehme das Bewusst wahr und hör in dich hinein: Hast du Hunger oder Appetit?

4. Unser Fazit

• Hunger ist ein angeborenes Gefühl und schützt dich vor Unterernährung
• Appetit ist das psychologische Gefühl nach Nahrung und kann Heißhungerattacken auslösen
• Hunger- und Sättigung basieren auf einer Vielzahl an komplexen Vorgängen in deinem Körper
• Ghrelin macht dich hungrig
• Leptin macht dich satt
• Iss Bewusst und vermeide unkontrolliertes Essen

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