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Rosenkohl: Herkunft, Nährwerte & Rezepte

Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Entweder man lässt ihn auf dem Teller links liegen oder man bekommt einfach nicht genug davon: Wer einmal auf den Geschmack von Rosenkohl gekommen ist, profitiert von seinen vielen Vorzügen. Die kleine, grüne und leicht bitter schmeckende Kopfkohlsorte ist reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Außerdem lassen sich daraus viele fitte Herbst-Rezepte zaubern. Wir verraten dir unsere Favoriten und alles, was du noch über den Rosenkohl wissen musst.

Was ist Rosenkohl?

Der Rosenkohl ist ein Herbst- und Wintergemüse, das wie alle anderen Kohlsorten aus botanischer Sicht zur Familie der Kreuzblütler gehört. Er nimmt in seiner Pflanzenfamilie eine Sonderstellung ein: Während seine Geschwister wie zum Beispiel Blumenkohl, Weißkohl und Rotkohl nämlich nur einen Kopf bilden, wächst Rosenkohl in vielen kleinen  Röschen rund um einen festen Stängel. Diese Knospen haben einen bis zu 5 Zentimeter großen Durchmesser und bestehen aus einer Vielzahl an grünen Kohlblättern, welche dicht umeinander liegen.

Übrigens: Rosenkohl ist eigentlich nur der Spitzname der beliebten Kohlsorte. Wegen seines Ursprungs ist das Gemüse heute international unter dem Begriff Brüsseler Kohl oder Brüsseler Sprossen (Englisch Brussels sprouts) bekannt. Der Grund: Die ersten Rosenkohlpflanzen wurden im 16. Jahrhundert rund um die belgische Hauptstadt Brüssel angebaut. Von dort eroberte das feine Gemüse ganz Europa und die USA.

Wie schmeckt Rosenkohl?

Rosenkohl hat einen für Kohl typischen feinherben Geschmack und ein leicht nussig-süßes Aroma. Gegart hat Rosenkohl eine cremige Konsistenz, die ihn zusammen mit dem kräftigen Aroma zu einem beliebten Herbst-Wintergemüse machen.

Herkunft und Saison

Ursprünglich kommt Rosenkohl aus Belgien, inzwischen werden die Sprossen aber in ganz Europa angebaut. Die Supermarktware stammt meist aus den Niederlanden oder aus Frankreich. Wer einen eigenen Gemüsegarten hat, kann die Röschen sogar selbst anbauen.

Frühe Sorten kann man bereits ab September ernten. Seine Hauptsaison hat Rosenkohl von November bis Januar. Die Pflanze hält Temperaturen von bis zu -10 Grad Celsius aus. Je kälter die Umgebung, desto höher ist der Zuckergehalt im Rosenkohl. Ist der Winter also frostig, schmecken die Röschen umso süßer. Im Discounter ist Rosenkohl ganzjährig erhältlich. Hat die Pflanze gerade nicht Saison, kann man auf Tiefkühlkost ausweichen.

Rosenkohl Nährwerte und Inhaltsstoffe

Rosenkohl ist reich an Ballaststoffen und Eiweiß. Dafür enthält der Kohl kaum Fett und Kohlenhydrate. Damit sind die grünen Röschen ein echt fittes Gemüse. Nicht zuletzt wegen des hohen Vitamingehalts. Vor allem Vitamin C ist reichlich in der Pflanze enthalten. 100 Gramm decken in etwa den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Außerdem enthält das Gemüse viele B-Vitamine, Folsäure und wertvolle Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Calcium, Kalium und Magnesium.

Du willst dich gesund ernähren? Lies hier mehr zum Thema Mikronährstoffe – Definition, Tagesbedarf und Wirkung.

In 100 Gramm Rosenkohl stecken:

Kalorien 44 kCal
Eiweiß 4,5 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3,3 g
Ballaststoffe 4,3 g

Rosenkohl einkaufen, lagern und zubereiten

Hier sind unsere Tipps rund um Einkauf, Lagerung und Zubereitung von Rosenkohl:

#1 Einkauf

Wenn du Rosenkohl einkaufst, solltest du auf ein paar Details achten. Daran erkennst du, dass der Kohl frisch ist:

  • Die Röschen sind fest verschlossen und die Blätter lösen sich nicht von alleine.
  • Die Farbe der Kohlblätter ist grün, sie haben also keine gelben Verfärbungen.
  • Die Kohlköpfe fühlen sich fest an und geben Druck nicht nach.
  • Schneidest du Rosenkohl zuhause an, sollte die Schnittfläche weiß und glatt sein.

#2 Lagerung

Frischen Rosenkohl kannst du im Gemüsefach deines Kühlschranks aufbewahren. Hier hält er bis zu fünf Tage. Die Röschen vor dem Einlagern am besten ungewaschen in ein feuchtes Tuch einwickeln.

Wichtig: Nicht zusammen mit Äpfeln und Tomaten lagern, da sie die Kohlköpfe schneller welken lassen.

Rosenkohl lässt sich außerdem ohne Probleme einfrieren. Die Köpfchen können dabei allerdings an Festigkeit verlieren. Trotzdem ist der Kälteschlaf eine gute Möglichkeit für Meal-Prepper, ihr Lieblingsgemüse jederzeit parat zu haben. Den Rosenkohl dafür putzen, etwa vier bis fünf Minuten in kochendem Wasser garen, abgießen und nach dem Abkühlen in Gefrierdosen oder Gefrierbeutel füllen und ab in den Tiefkühler damit.

Tipp: Willst du deinen gefrorenen Rosenkohl dann essen, werfe ihn sofort aus dem Froster in heißes Wasser. Sonst wird das Gemüse eher matschig.

#3 Zubereitung

Rosenkohl zuzubereiten, ist ein wenig zeitaufwendiger, aber ganz simpel. So geht’s:

  1. Die äußerste Schicht Blätter entfernen.
  2. Den Strunk 0,5 bis 1 Zentimeter zurückschneiden.
  3. Die Kohlköpfe waschen und abtropfen lassen.
  4. Rosenkohl in kochendem Wasser für vier bis fünf Minuten garen. Er sollte beim Abschrecken noch bissfest sein.

Tipp: Fügst du dem Kochwasser etwas Zucker oder Gemüsebrühe hinzu, schmeckt der Kohl weniger herb.

Rosenkohl ist eine tolle Beilage zu fettreichem Fisch wie Lachsfilet und zu Geflügel oder Wild. Vegetarier und Veganer kommen mit Ofengemüse, Gratin, Curry, Flammkuchen oder Pasta mit Rosenkohl auf ihre Kosten. Auch als Püree macht sich der grüne Kohl hervorragend. Du siehst, den Geschmackserlebnissen sind keine Grenzen gesetzt. Hier folgen unsere drei absoluten Lieblingsrezepte mit Rosenkohl:

Rosenkohl-Rezepte

Winter Buddha Bowl

Kein Winter ohne unsere vegane Buddha Bowl, randvoll mit knackigem Gemüse: Von Rosenkohl über Zuckerschoten und Brokkoli bis hin zu Rotkraut ist alles mit dabei, was die Natur in der kalten Jahreszeit hergibt. Getoppt wird die Schüssel voller Glücksgefühle mit Granatapfelkernen und unserem Rote Bete Hummus – einfach nur yummy! Hier geht es zum Rezept!

©foodspring

Lachs aus dem Ofen mit Proteinkruste und Gemüse

Lachs liefert jede Menge wertvolle fette und Proteine. Zusammen mit knackigem Rosenkohl ist die Mahlzeit perfekt. Das Highlight ist bei diesem Rezept die einmalige Kruste aus unseren Protein Flakes. Köstlicher kann man seinen Eiweißbedarf nicht decken!

Lachs mit Proteinkruste
©foodspring

Buntes Ofengemüse mit Hähnchen

Dieses Rezept für buntes Ofengemüse mit Hähnchen lässt keine Wünsche offen: Es versorgt dich mit gesunden Fetten, einer ordentlichen Portion Protein und komplexen Kohlenhydraten – und schmeckt dabei unverwechselbar saftig aromatisch. Das Praktische: Alle Zutaten kommen zeitgleich in den Ofen, so dass du jede Menge Zeit und Geschirr sparst.

ofengemuese
©foodspring

Tipp: Du willst auf Fleisch verzichten? Dann ersetzte Hähnchen einfach durch Tofu!

Lust auf noch mehr Rezepte für Herbst und Winter? Hier geht es zu unserer Rezepte-Sammlung mit mehr als 300 Inspirationen – von klassisch bis trendy.

Rosenkohl: Fazit

  • Rosenkohl wächst in kleinen Röschen an einem langen Stängel.
  • Die grünen Kohlköpfe schmecken aromatisch herb und haben eine leicht bittersüße Note. Die Konsistenz ist frisch gegart zart cremig.
  • Das Gemüse hat im Herbst und Winter Saison – hauptsächlich von November bis Januar.
  • Rosenkohl hält sich bis zu fünf Tage im Kühlschrank.
  • Man sollte Rosenkohl nicht roh essen, kann ihn aber nach fünf Minuten Garzeit frisch genießen oder einfrieren.
  • Rosenkohl eignet sich für viele Gerichte, von Püree über Pasta bis hin zu Fisch- und Fleischgerichten oder veganen Bowls.

 

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