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Ashwaghanda im Check: Von der Dosierung bis zur Verwendung

Freie Journalistin
Carina ist freie Journalistin und schreibt unsere Lifestyle- und Ernährungs-Artikel

Im Ayurveda seit über 3000 Jahren verwendet, ist die indische Pflanze hierzulande noch eher unbekannt. In unserem Artikel erfährst du interessante Informationen, die wir dir nicht vorenthalten wollen.

Was ist Ashwagandha?

Wenn du bisher noch nichts von Ashwagandha gehört hast, ist es jetzt an der Zeit, denn mittlerweile zieht sie auch außerhalb der traditionellen indischen Heilkunst die Aufmerksamkeit auf sich.

Ashwagandha ist übrigens der sanskritische Begriff für die Heilpflanze, was übersetzt so viel wie “Geruch des Pferdes” bedeutet. Hierzulande ist sie unter anderem auch als Schlafbeere, indischer Ginseng, Pferdewurzel oder Winterkirsche bekannt. In der Botanik zählt sie zu den Nachtschattengewächsen, nennt sich Withania somnifera und gilt als natürliches Adaptogen. 

Ashwagandha
©weisschr

Das Besondere an Ashwagandha ist, das sie eine lange Geschichte auf dem Buckel hat. In der ayurvedischen Medizin kommt sie sogar schon seit über 3000 Jahren zum Einsatz, während sie im europäischen Raum jetzt langsam erst an Bedeutung gewinnt. 

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Anwendungsgebiete von Ashwagandha

Schlafbeeren-Sträucher werden ca. ein bis zwei Meter hoch und tragen leuchtend rote Früchte. Für die Verwendung sind allerdings nur die Blätter und hauptsächlich die Wurzel der Pflanze interessant.

Die Sträucher der Ashwagandha siedeln sich vor allem in trockenen Gebieten an, darunter vor allem die tropischen und subtropischen Regionen. In Indien wird die Pflanze standardmäßig angebaut.

Allein in der ayurvedischen Medizin ist Ashwagandha eine Zutat von über 200 verschiedenen Zubereitungen. Fernab davon kommt sie aber auch anderweitig zum Einsatz. 

Dosierung: So wird Ashwagandha eingenommen

In Deutschland liegen bisher keine Informationen zur Verwendung der Ashwaganda Wurzel als Lebensmittel vor. In der EU ist die Schlafbeere als Novel Food und somit als Lebensmittel eingestuft. Hier ist Verwendung der Wurzel zur Herstellung von Teegetränken und in Nahrungsergänzungsmitteln vorgesehen.

Auf der Suche nach Ashwagandha wirst du überwiegend im Internet fündig, wo es die Pflanze entweder in Tabletten- oder Kapselform und als aus der Wurzel gewonnenes, gemahlenes Pflanzenmaterial zu kaufen gibt. Das Pulver kann zum Beispiel als Tee zubereitet werden. 

Aber wie sollte die Withania somnifera eigentlich dosiert werden? Je nach Anbieter gibt es für die Präparate unterschiedliche Verzehrempfehlungen, die stark variieren können. Manche empfehlen zum Beispiel täglich eine Kapsel, andere zwei bis drei. Bei Pulver wird unter anderem ein Teelöffel ein bis zweimal täglich angegeben.

Aufgrund der verschiedenen Verzehrempfehlungen unterscheiden sich übrigens auch die täglichen Aufnahmemengen an Withanoliden, laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung schwankt die Aufnahme des Wirkstoffs sogar zwischen fünf und 61 Milligramm. Das BfR hebt außerdem hervor, dass bei den verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln nicht klar wird, welche Menge der unterschiedlichen Wirkstoffe enthalten sind. Daher sind bezüglich der Ashwagandha Supplementierung keine Empfehlung abzugeben.

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Hat die Winterkirsche Nebenwirkungen? 

Jetzt kommen wir zu einem schwierigen, aber wichtigen Teil, der mehr Aufschluss über das Mysterium Ashwagandha geben soll. Wie sieht es wohl mit möglichen Nebenwirkungen aus?

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge (Stand 2009) könnte die Einnahme der Wurzel zu Durchfall, Erbrechen und Übelkeit führen. Laut der Verbraucherzentrale ist grundsätzlich bei exotischen Pflanzen wie der Schlafbeere Vorsicht geboten, weil bisher nur unzureichende Sicherheitsnachweise vorliegen. 

Außerdem sei es möglich, dass es bei Ashwagandha in Verbindung mit anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen könnte. Es ist also sicherlich nicht schlecht, sich hier noch eine Expertenmeinung, zum Beispiel von einem Arzt oder Apotheker, einzuholen, wenn du dir unsicher sein solltest. 

Frauen sollten während der Schwangerschaft oder Stillzeit ganz von Ashwagandha-Pulver, -Kapseln und Co. absehen. Auch bei chronischen Krankheiten ist bei der Verwendung von Präparaten mit der Winterkirsche Vorsicht geboten.

Grundsätzlich empfehlen wir dir bei jedem Supplement eine vorherige Absprache mit deinem Hausarzt.

Ashwagandha: Fazit

  • Ashwagandha ist eine Pflanze, deren Wurzel als Heilmittel genutzt wird und die besonders im Ayurveda angewendet wird. 
  • Sie ist auch als Schlafbeere, Winterkirsche, Pferdewurzel und indischer Ginseng bekannt. 
  • Bei Ashwagandha gibt es viele verschiedene Anwendungsgebiete. 
  • Bei der Einnahme könnte es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit kommen. 
  • Positive Wirkungen sind bisher noch nicht vertrauensvoll belegt.
  • Was die Wirkung und Gesundheitsgefahr von Ashwagandha angeht, existieren wissenschaftliche Unsicherheiten. 

 

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