Ashwagandha: Wirkung, Nebenwirkungen und mehr

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Carina ist freie Journalistin und schreibt unsere Lifestyle- und Ernährungs-Artikel

Im Ayurveda weiß man die Vorzüge von Ashwagandha ja sowieso schon zu schätzen. Langsam, aber sicher kennt man sie aber auch außerhalb der indischen Heilkunst als absolute Super-Pflanze. Was sie alles kann? Wenn man nach ihren Anwendungsgebieten geht, so einiges. Wir wollen es euch nicht vorenthalten!

Was ist Ashwagandha?

Wenn du bisher noch nichts von Ashwagandha gehört hast, wird es jetzt an der Zeit, denn nicht nur Ayurveda profitiert aufgrund ihrer vielen Vorzüge von der sogenannten Superpflanze. Mittlerweile zieht sie aber auch außerhalb der traditionellen indischen Heilkunst die Aufmerksamkeit auf sich.

Ashwagandha ist übrigens der sanskritische Begriff für die Heilpflanze, was übersetzt so viel wie “Geruch des Pferdes” bedeutet. Hierzulande ist sie unter anderem auch als Schlafbeere, indischer Ginseng, Pferdewurzel oder Winterkirsche bekannt. In der Botanik zählt sie zu den Nachtschattengewächsen, nennt sich Withania somnifera und gilt als natürliches Adaptogen. 

Ashwagandha
©weisschr

Das Besondere an Ashwagandha ist, das sie eine lange Geschichte auf dem Buckel hat. In der ayurvedischen Medizin kommt sie sogar schon seit über 3000 Jahren zum Einsatz, während sie im europäischen Raum jetzt langsam erst an Bedeutung gewinnt. Was nicht zuletzt daran liegt, dass sie einige vielversprechende Wirkungen mit sich bringen soll. Aber dazu später mehr. 

Anwendungsgebiete von Ashwagandha

Schlafbeeren-Sträucher werden ca. ein bis zwei Meter hoch und tragen leuchtend rote Früchte. Für die Verwendung sind allerdings nur die Blätter und hauptsächlich die Wurzel der Pflanze interessant. Zur Anwendung kommt Ashwagandha in vielen verschiedenen Situationen und verkörpert somit genau das, was man einen Allrounder nennt.

Allein in der ayurvedischen Medizin ist Ashwagandha eine Zutat von über 200 verschiedenen Zubereitungen. Fernab davon kommt sie aber auch anderweitig zum Einsatz. Manche benutzen die Winterkirsche als Beruhigungsmittel, weil sie eben beruhigende Eigenschaften haben soll, andere benutzen es als Tonikum, das dabei helfen, Körper und Geist zu stärken. Auch für das Aussehen soll etwas dabei sein, denn der Pflanze werden auch lebensverlängernde und verjüngende Wirkungen nachgesagt. 

Aber es geht noch weiter! Indischer Ginseng wird unter anderem auch bei älteren Menschen eingesetzt, weil er als wertvoller Nährstoff angeblich ihre allgemeine Gesundheit fördern soll. Außerdem ist eine ganz bestimmte Kombi interessant, wenn es um die Heilung der weiblichen Sterilität geht: Hier wird empfohlen, den Sud aus der gekochten Wurzel der Withania somnifera mit Milch und indischem Ghee (Butterschmalz) zu mischen. 

Als wäre das noch nicht genug, greifen Ashwagandha-Fans auch bei Verstopfung, Stress, Gedächtnisverlust, Rheuma, Erschöpfung, Nervosität, Verlust von Muskelenergie sowie seniler und genereller Debilität, ja sogar bei dem Wunsch, die Testosteronproduktion beim Mann zu erhöhen, auf die besondere Pflanze zurück. Wie gesagt, anscheinend ein echtes Allround-Talent!

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Ashwagandha ein beliebtes Mittel ist, um sowohl Körper als auch Geist etwas Gutes zu tun. Sie soll das Nervensystem und Immunsystem stärken, gegen Stressfaktoren schützen, mentale Funktionen verbessern – und vieles mehr. Kein Wunder, dass die Superpflanze in aller Munde ist. 

Hilft die Schlafbeere beim Training? 

Jetzt wird es nochmal für alle Sportbegeisterten interessant, denn indischer Ginseng soll beim Workout ebenfalls eine Rolle spielen, was auch im Fokus der Wissenschaft steht. Bei einer Studie wurde zum Beispiel einer Gruppe untrainierter Männer begleitend zum neuen Trainingsprogramm Ashwagandha verabreicht, die andere erhielt nur Placebo. Nach acht Wochen glänzte die Ashwagandha-Gruppe mit deutlich besseren Trainingsergebnissen. 

Aber auch andere Studien heben hervor, dass die Withania somnifera positive Effekte auf die Kraft, Ausdauer und den Muskelaufbau haben kann. Einige Fitness-Fans sind jedenfalls schon auf den Geschmack gekommen und setzten die Pflanze ein, um ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.

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©foodspring
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Dosierung: So wird Ashwagandha eingenommen

Auf der Suche nach Ashwagandha wirst du überwiegend im Internet fündig, wo es die Pflanze entweder in Tabletten- oder Kapselform und als aus der Wurzel gewonnenes, gemahlenes Pflanzenmaterial zu kaufen gibt. Das Pulver kann zum Beispiel als Tee zubereitet werden. Du kannst aber auch einfach ein bisschen davon in deinen Smoothie oder diverse Gerichte deiner Wahl streuen. 

Aber wie sollte die Withania somnifera eigentlich dosiert werden? Je nach Anbieter gibt es für die Präparate unterschiedliche Verzehrempfehlungen, die stark variieren können. Manche empfehlen zum Beispiel täglich eine Kapsel, andere zwei bis drei. Bei Pulver wird unter anderem ein Teelöffel ein bis zweimal täglich angegeben.

Aufgrund der verschiedenen Verzehrempfehlungen unterscheiden sich übrigens auch die täglichen Aufnahmemengen an Withanoliden, laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung schwankt die Aufnahme des Wirkstoffs sogar zwischen fünf und 61 Milligramm. Withanolide sollen entzündungshemmend und verantwortlich für viele der positiven Wirkungen von der Winterkirsche sein. 

Hat die Winterkirsche Nebenwirkungen? 

Jetzt kommen wir zu einem schwierigen, aber wichtigen Teil, der mehr Aufschluss über das Mysterium Ashwagandha geben soll. Bisher haben wir nämlich nur über die positiven Wirkungsweisen der Pflanze gesprochen, aber wie sieht es wohl mit möglichen Nebenwirkungen aus?

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge (Stand 2009) könnte die Einnahme der Wurzel zu Durchfall, Erbrechen und Übelkeit führen. Laut der Verbraucherzentrale ist grundsätzlich bei exotischen Pflanzen wie der Schlafbeere Vorsicht geboten, weil bisher nur unzureichende Sicherheitsnachweise vorliegen. Fraglich ist nämlich, ob deren Inhaltsstoffe eine negative Auswirkung auf den Blutdruck und den Hormonstoffwechsel haben können. 

Außerdem sei es möglich, dass es bei Ashwagandha in Verbindung mit anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen könnte. Es ist also sicherlich nicht schlecht, sich hier noch eine Expertenmeinung, zum Beispiel von einem Arzt oder Apotheker, einzuholen, wenn du dir unsicher sein solltest. 

Frauen sollten während der Schwangerschaft oder Stillzeit ganz von Ashwagandha-Pulver, -Kapseln und Co. absehen. Auch bei chronischen Krankheiten ist bei der Verwendung von Präparaten mit der Winterkirsche Vorsicht geboten.

Ashwagandha: Fazit

  • Ashwagandha ist eine Pflanze, deren Wurzel als Heilmittel genutzt wird und die besonders im Ayurveda angewendet wird. 
  • Sie ist auch als Schlafbeere, Winterkirsche, Pferdewurzel und indischer Ginseng bekannt. 
  • Bei Ashwagandha gibt es viele verschiedene Anwendungsgebiete. Sie kommt sowohl zur Stärkung des Geistes als auch des Körpers zum Einsatz.
  • Die Superpflanze soll das Potenzial haben, die Trainingsergebnisse zu verbessern.
  • Bei der Einnahme könnte es zu Nebenwirkungen wie Übelkeit kommen. 
  • Was die Wirkung und Gesundheitsgefahr von Ashwagandha angeht, existieren wissenschaftliche Unsicherheiten. 
Artikel-Quellen
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