Intuitiv essen: Wir zeigen dir, was es damit auf sich hat

Content Editor & Ökotrophologin
Leyla ist Ökotrophologin. Sie schreibt Artikel über Ernährung & einen gesunden Lifestyle. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Ernährungspläne.

Essen abwiegen und Makros zählen waren gestern! Wir zeigen dir, wie du mit intuitiven Essen ab sofort voll und ganz auf dein Bauchgefühl hören kannst.

Was ist intuitives Essen?

Essen worauf du Lust hast – ohne nervige Regeln. Das klingt viel zu schön, um wahr zu sein. Intuitives Essen bezeichnet eine Ernährungsweise, die das komplette Gegenteil zu einer Diät darstellt. Kein Ernährungsplan, keine Verbote & keine Schuldgefühle nach dem Essen.

Das Konzept des intuitiven Essens wurde 1995 von den beiden Ernährungswissenschaftlern Evelyn Tribole und Elyse Resch eingeführt. Im Vordergrund steht die Verbindung zwischen dem Körper und dem Geist. Intuitives Essen bedeutet Wohlbefinden statt schlechtem Gewissen.

Back to basics: Du isst, wenn du hungrig bist und hörst auf zu essen, wenn du satt bist. Als Baby hörst du auf zu essen, wenn du satt bist. Häufig verlernen wir im Laufe unseres Lebens genau auf diese Intuition zu hören.

Intuitiv essen lernen

1. Gewöhne dir die Diätmentalität ab

Unzählige Studien zeigen das und du weißt es auch eigentlich selbst: Diäten funktionieren auf Dauer nicht. Vielmehr führen sie zu Gewichtszunahmen, Heißhungerattacken und Schuldgefühlen darüber, versagt zu haben.

Du möchtest dich langfristig und nicht nur in deinem Sommerurlaub wohlfühlen? Dann verabschiede dich von Null-Diäten und Verboten und lerne intuitiv essen.

2. Achte auf deine Hungersignale

Hunger ist nicht dein Feind. Es ist ein Schutzmechanismus deines Körpers, ohne den du nicht überleben kannst. Lerne auf deinen Körper zu hören. Iss, wenn du Hunger hast unabhängig davon, ob deine letzte Mahlzeit 1 Stunde oder 5 Stunden zurückliegt.

Unser Tipp: Nicht nur Magenknurren ist ein Hungersignal. Die Zeichen deines Körpers sind vor allem individuell und können sich auch durch vermehrte Gedanken an Essen oder Müdigkeit äußern.

3. Betrachte Essen nicht als deinen Feind

Streiche die Bezeichnung „gutes“ und „schlechtes“ Essen aus deinem Kopf. Stattdessen isst du alles, was du möchtest und achtest auf den Geschmack und das Gefühl, welches die Mahlzeit nach dem Essen erzeugt.

  1. Hat es dir geschmeckt?
  2. Hat es dich satt gemacht?
  3. Wie fühlt sich dein Körper nach dem Essen an?

Stelle dir diese Frage jedes Mal nachdem du gegessen hast: Intuitiv essen wird dir so viel leichter fallen.

4. Fordere die Essens-Polizei heraus

Lehne die Gedanken in deinem Kopf ab, die dir sagen, dass du nach einer bestimmten Mahlzeit ein gutes oder ein schlechtes Gewissen haben solltest.

5. Höre auch auf deine Sättigungssignale

Dein Körper gibt dir Signale darüber, dass du satt bist. Achte während des Essens auf diese Signale und frag dich wie satt du bereits bist. Du hast deinen Teller noch nicht leer gegessen, bist aber bereits satt. Dann zwing dich nicht dazu noch mehr zu essen.

Dein Magen knurrt mal wieder und du suchst noch nach einem Snack von dem du länger etwas hast? Unser veganes Proteinbrot liefert dir neben einer ordentlichen Portion pflanzlichem Protein auch eine Menge Ballaststoffe. Vielseitig zu belegen – probiere unbedingt unser Rote Beete Hummus Rezept aus und toppe das Proteinbrot damit.

rote-beete-hummus-proteinbrot
©foodspring

6. Achte auf den Zufriedenheits-Faktor

Beim Essen geht es nicht nur darum satt zu werden. Isst du nur um satt zu werden, kann es sein, dass du am Ende nicht zufrieden bist. Lass das Essen zu einem Genusserlebnis werden. Hör in dich hinein und frag dich, ob dir das Essen wirklich schmeckt.

7. Kein emotionales Essen

Freude, Wut, Trauer. Essen löst deine Probleme nicht. Löse deine Emotionen vom Essen. Es sollte keine Belohnung und auch keine Bestrafung sein.

woman-relaxing-on-balcony
©Westend61

Suche nach Alternativen Strategien, um mit deinen Gefühlen umzugehen.

Hunger und emotionalen Appetit voneinander zu unterscheiden ist gar nicht so leicht. Du bist dir nicht ganz sicher, ob du den Unterschied kennst? Dann erfahre in unserem Artikel, ob du Hunger oder Appetit hast.

8. Akzeptiere dich und deinen Körper

Liebe dich und deinen Körper. Du wirst nicht anhand deiner Kleidergröße definiert.

9. Mache Sport

Verändere den Fokus. Sport ist nicht dazu da, um Kalorien zu verbrennen. Wir machen Sport um uns gut zu fühlen.

©jacoblund

10. Gesundheit hat oberste Priorität

Essen soll gut schmecken und du sollst dich nach dem Verzehr gut fühlen. Kein bestimmtes Lebensmittel wird dich von heute auf morgen krank machen.

Intuitives Essen: Warum fällt es dir schwer?

„Iss deinen Teller leer, dann gibt es morgen gutes Wetter“. Diesen Spruch hast du sicher schon mal gehört.

Du isst zu bestimmten Tageszeiten, empfohlene Portionsgrößen und suchst nach dem perfekten Ernährungsplan, um deine Ziele zu erreichen.

Du belohnst dich mit einem Becher Eiscreme und bestrafst dich mit einem gestrichenen Abendbrot.

protein-ice-cream-sandwich
©foodspring

In fast jeder denkbaren Situation bist du mit Ernährungsregeln konfrontiert. Ob bewusst oder unbewusst.

Intuitives Essen bedeutet sich von all diesen Regeln zu entfernen. Den Kopf ausschalten und auf deinen Körper hören.

Die Gedanken und Bewertungen rund um bestimmte Lebensmittel gezielt ausschalten, ist ein langfristiger Prozess.

Wie passt Intuition mit deinen Zielen zusammen?

Intuitiv essen ist ein langfristiger Prozess. Essen worauf du Lust hast und dabei abnehmen hört sich erstmal widersprüchlich an. Wir sind der Meinung, dass etwas mehr Intuition und Genuss in der Ernährung jedem guttun kann.

gemeinsames-genussessen
©svetikd

Mehr auf die Signale deines Körpers zu hören wird dir dabei helfen, dass du dich in Zukunft nicht mehr in der Spirale aus Unter- und Überessen befindest. Heißhungerattacken und Jojo-Effekt haben so keine Chance. Fakt bleibt natürlich auch, du brauchst ein Kaloriendefizit um abzunehmen.

Kostenlose Produktempfehlungen und Ernährungstipps von Experten – abgestimmt auf deine individuellen Fitnessziele. Unser Body Check liefert dir alle wichtigen Informationen und berechnet dir außerdem deinen BMI.

Starte unseren kostenlosen Body Check

Deswegen sind wir auch der Meinung, dass ein gewisses Maß an Kontrolle in deiner Ernährung wichtig ist. Wir empfehlen immer: Entdecke gesunde Alternativen. Genieße und tu deinem Wohlbefinden gleichzeitig etwas Gutes. So kannst du dir Kekse, das Eis oder den Kuchen gönnen, wenn du Lust drauf hast.

Verbiete dir also keine bestimmten Lebensmittel. Das wird dich sonst mehr von deinen Zielen entfernen, als dich zu ihnen annähern. Zu deinem Wohlfühlkörper gehört auch immer Wohlbefinden und Spaß am Leben.

Du wirst merken mit der Zeit wirst du intuitiv die gesündere Alternative bevorzugen. Intuitiv essen wird dann nicht mehr schwer fallen.

Wer hat schon Bock auf unechten Geschmack? Echter Geschmack mit 85 % weniger Zucker als die herkömmliche Kokos-Cremes. Unsere Protein Creme Cocos Crisp kommt ohne künstliche Aromen aus. Dafür liefert sie dir die extra Portion Protein und echte Kokosflocken.

©foodspring

Unser Fazit

  • intuitiv essen beudetet kein schlechtes Gewissen, keine Regeln
  • iss intuitiv und vergiss ab sofort jede Diät
  • hast du Lust auf Eis zum Frühstück, dann gönn dir das auch
  • je weniger Verbote desto besser
  • deine Ernährung wird sich langfristig ganz natürlich einpendeln
  • vergiss dabei nie, dein Essen zu genießen
Artikel-Quellen
Wir bei foodspring verwenden nur qualitativ hochwertige Quellen sowie wissenschaftliche Studien, die unsere Aussagen in Artikeln stützen. Lies hierzu auch unsere Editorial Richtlinien durch Erfahre, wie wir Fakten prüfen damit unsere Artikel immer korrekt, verlässlich und vertrauenswürdig sind.
  • Resch, E.; Tribole, E. (2013): Intuitiv abnehmen. Zurück zu natürlichem Essverhalten. Goldmann Verlag.

Kommentare

Verwandte Artikel

shares