6 Min Lesezeit

5 Tipps für gutes Karma

Frau mit Konfetti
Fitness Editor & Fitness Trainerin
Kristina ist studierte Kommunikationsexpertin und lizensierte Fitness-Trainerin. Sie schreibt unsere Fitness-Artikel und erstellt kostenlose Workout-Pläne.

Du willst mit einem positiven Mindset in das neue Jahr starten und alles Negative hinter dir lassen? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, deinem Karma-Konto einen Booster zu verpassen! Du fragst dich wie? Karmapunkte sammeln funktioniert nach dem Prinzip: gute Taten ziehen Gutes an. Zugegeben das Konzept klingt etwas spirituell, lässt sich aber einfacher als gedacht im Alltag umsetzen und sorgt für eine positive Lebenseinstellung. Wir verraten dir, was hinter dem Begriff Karma eigentlich steckt und wie du dein Karma verbessern kannst. 

Übrigens kann auch ein leckeres Essen für positives Mindset sorgen. Stimmst du uns zu? Probiere unsere gesunden Rezepte aus und überzeuge dich selbst! Vielleicht hast du Lust auf eine Vegane Mousse au Chocolat Torte oder einen Erdnusseintopf mit Kürbis & Kichererbsen?

Was ist Karma?

Es ist Montagmorgen, du machst dich auf den Weg zur Arbeit und die Bahn fährt direkt vor deiner Nase weg. Völlig gehetzt kommst du im Büro an und bereitest dich auf dein Meeting vor. Vorher noch schnell einen Kaffee holen und dann passiert es. Auf dem Weg zum Schreibtisch verschüttest du deinen Kaffee. Dein Hemd ist ruiniert. Wie kann man nur so viel Pech haben?, fragst du dich. Das muss Karma sein! Aber womit hast du es verdient? Hättest du gestern an der Kasse der Oma, die in der Schlange hinter dir war, doch den Vortritt lassen sollen?

Doch Spaß beiseite. So oder so ähnlich verstehen die meisten von uns das Konzept von Karma. Jede begangene Tat, fällt auf den “Täter” wie ein Echo zurück. Mit anderen Worten: Hast du Pech, bestraft dich das Universum für deine “böse” Taten aus der Vergangenheit und bist du gut zu deinen Mitmenschen, wirst du für dein Verhalten belohnt und bekommst gutes Karma. Diese Definition ist zwar nicht komplett falsch, doch den ursprünglichen Gedanken dahinter trifft sie auch nicht so ganz.

Seinen Ursprung findet das Karma-Konzept nämlich vor allem im Hinduismus und Buddhismus wieder. Eine der zentralen Schriften des Hinduismus, Bhagavad Gita, weist bereits auf Karma hin. Aus Sanskrit, der heiligen Sprache der Hindus, übersetzt bedeutet Karma so viel wie “wirken” oder “Tat”. Ganz wichtig dabei: es handelt sich um eine selbstlose Tat. Kurz gesagt: Du tust aktiv Gutes, ohne dafür eine Gegenleistung oder eine Belohnung zu erwarten.

Im Buddhismus wird Karma mit dem Kreislauf der Wiedergeburten in Verbindung gebracht. Die Seele wird demnach wiedergeboren, bis sie sich so weit entwickelt hat, dass sie Erleuchtung erlangt und aus dem Kreislauf von Wiedergeburt ausbrechen darf, um den ewigen Frieden zu finden. Das kann nur passieren, wenn man sich von allen Sünden und Versuchungen befreit. Das gilt nicht für physische Taten, sondern auch für Worte und Gedanken.

Was du von Buddhisten und Co. lernen kannst

Lass dich von dem spirituellen Ansatz bitte nicht abschrecken! Im Prinzip geht es darum, deine Taten abzuwägen, zu wissen, dass sie bestimmte Konsequenzen haben können, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln und respektvoll mit deiner Umwelt umzugehen. Klingt nicht verkehrt, oder? Wir zeigen dir, warum gutes Karma dein Leben ins Positive verändern kann.

#1 Du entwickelst dich weiter

Das Karma-Konzept ähnelt dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Deine Taten haben also Konsequenzen und nicht nur die! Auch was du sagst und sogar was du denkst hat eine Auswirkung. Natürlich kannst du nicht immer kontrollieren, was dir gerade so durch den Kopf geht und deine Gedanken gehen auch niemanden etwas an. Doch auch sie haben Einfluss. Vor allem auf dich selbst.

Neid, Schadenfreude oder ein negatives Mindset tun weder dir noch deinen Mitmenschen etwas Gutes. Niemand ist komplett frei davon und es ist auch menschlich, manchmal so zu empfinden. Was du aber aktiv tun kannst, ist dich bei solchen Gedanken zu ertappen und versuchen, sie ins Positive zu wenden. So kannst du, anstatt jemanden zu beneiden, dich für die Person freuen und anstatt Schadenfreude zu empfinden, Mitgefühl zeigen.

Das klingt natürlich leichter gesagt als getan. Aber frag dich in solchen Momenten, warum du etwas einer bestimmten Person nicht gönnen kannst. Bist du vielleicht mit der eigenen Situation unzufrieden? Höre in dich hinein und finde heraus, was dir fehlt. Oder konzentriere dich auf dich selbst, anstatt dich mit anderen zu vergleichen. Schließlich geht es bei Karma um die eigene Entwicklung und darum, zu lernen und zu wachsen.

Unser Tipp: Selbstreflexion ist eine gute Methode, um sein wahres Ich besser kennenzulernen, innere Blockaden aufzulösen oder äußere Herausforderungen zu meistern. Wie du Selbstreflexion erfolgreich anwendest, kannst du in unserem Artikel Selbstreflexion: Praktische Tipps und einfache Übungen zur Selbstwahrnehmung nachlesen.

#2 Du gestaltest aktiv deinen Alltag

Wer denkt, er kann sich jetzt zurücklehnen und Karma den Rest erledigen lassen, liegt falsch! Ganz im Gegenteil du hast es in der Hand und kannst dich von deinen vergangenen Handlungen befreien, indem du in der Gegenwart Gutes tust und dein Karma-Konto aufbesserst. Das Tolle daran: Du gestaltest aktiv deinen Alltag, kannst so dein Leben bewusst ins Positive lenken, anstatt dich auf das Negative aus deiner Vergangenheit zu fokussieren.

#3 Du übst, selbstlos zu handeln

Gutes tun, nur damit du ordentlich Karmapunkte sammeln kannst und vom Universum dafür später belohnt wirst, ist leider der falsche Ansatz. Für gutes Karma darfst du kein eigenes Interesse verfolgen, wenn du eine gute Tat vollbringst. Du handelst selbstlos, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Gar nicht mal so einfach! Doch gerade diese Einstellung kann dir den Umgang mit deinen Mitmenschen maßgeblich erleichtern. Tust du jemandem einen Gefallen und erwartest, dass diese Person sich bei dir dafür revanchiert und es dann aber nicht tut, bist du vermutlich enttäuscht oder verärgert. Vielleicht willst du in Zukunft gar nicht mehr helfen. Dabei lässt du dich von dem Verhalten anderer Menschen negativ beeinflussen, obwohl du anfangs in guter Absicht gehandelt hast. Hierzu passt der Spruch: Was andere tun, ist ihr Karma, und wie du darauf reagierst, ist deins.

Eine Gruppe von Freunden umarmt sich lachend und macht ein Selfie
©Flashpop

So sammelst du Karmapunkte: 5 Tipps für den Alltag

Jetzt geht es ans Eingemachte! Wie kannst du im Alltag Karmapunkte sammeln? Hier sind deiner Fantasie tatsächlich keine Grenzen gesetzt. Du kannst mit Kleinigkeiten anfangen, denn jede gute Tat zählt. Um dich zu inspirieren, haben wir hier ein paar Vorschläge für dich gesammelt:

#1 Lebe nachhaltig

Nachhaltig leben, bedeutet vor allem bewusst zu leben und umfasst vielen Lebensbereiche. Das fängt schon bereits beim Einkaufen an. Versuche, wenn möglich, verpackungsfrei einzukaufen und auf Plastiktüten zu verzichten, um so weniger Abfall zu produzieren. Bevor du alte Dinge wegwirfst, überlege dir, ob du sie vielleicht reparieren oder spenden könntest. Oder versuche öfter mit Fahrrad statt Auto zu fahren oder kleine Strecken auch zu Fuß zu bewältigen. Ein kleiner Bonus dabei, beides verbrennt zusätzliche Kalorien.

Zudem kannst du dich auch nachhaltig ernähren. Nachhaltige Ernährung bedeutet vor allem ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit unseren Ressourcen. Um das zu erreichen, versuche möglichst regional und saisonal einzukaufen und eventuell öfters auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Das heißt nicht, dass du nur als Veganer oder Vegetarier Karmapunkte sammeln darfst. Aber ab und zu ein neues Rezept ohne tierische Lebensmittel auszuprobieren, tut einerseits der Umwelt etwas Gutes und bringt andererseits mehr Vielfalt auf deinen Teller.

Für kreative und leckere Rezepte ohne tierische Lebensmittel, kannst du gerne in unserer kostenlosen Datenbank für vegane Rezepte rumstöbern.

#2 Verteile Komplimente

Nicht nur der Umgang mit deiner Umwelt ist wichtig für dein Karma, sondern auch die Art und Weise wie du mit deinen Menschen umgehst. So kannst du zum Beispiel jemandem ein ehrlich gemeintes Kompliment machen. Das kostet nichts und wird deinem Gegenüber ein positives Gefühl geben. Denn wer bekommt schon nicht gerne Komplimente?

#3 Zeig Dankbarkeit

Da wir schonmal beim Thema Komplimente sind, wie reagierst du normalerweise auf ein Kompliment. Kannst du Komplimente annehmen und dich einfach nur bedanken? Einigen Menschen fällt das schwer. Oder vielleicht gibt es eine Person in deinem Leben, der du deine Dankbarkeit zeigen willst und weißt nicht wie? Schreibe deinen Liebsten doch einfach Mal wieder eine Postkarte oder mache jemandem ein besonderes Geschenk.

Mach dir auch bewusst, wofür du im Alltag dankbar bist. Das können einfache Dinge, wie gutes Wetter, leckeres Essen oder spannendes Buch, sein. So lernst du, deine Umwelt und deine Mitmenschen mehr wertzuschätzen.

#4 Vergib und lass Vergangenes los

Die Königsklasse, wenn es um Karmapunkte sammeln geht: anderen verzeihen. Wenn du das neue Jahr positiv eingestimmt beginnen willst und das Negative aus der Vergangenheit hinter dir lassen möchtest, kann es helfen, zu vergeben.

Und ob du es glaubst oder nicht, in erster Linie hilfst du damit dir selbst. Denn du verschwendest keine Zeit mehr mit altem Groll, sondern fokussierst dich auf die Zukunft. Verzeihen bedeutet nicht, dass das, was passiert ist, in Ordnung war oder dass du daraus nichts für dich gelernt hast. Es heißt vielmehr, dass du dieses negative Gefühl nicht mehr mit dir mittragen möchtest und nach vorne schaust.

#5 Biete deine Hilfe an

Hier hast du unzählige Möglichkeit. Du kannst dich zum Beispiel im Tierheim engagieren, Blut spenden oder deine alten Sachen aussortieren und an Bedürftige spenden. Wie du sonst noch helfen kannst? Einen alten Freund anrufen und fragen, wie es ihm geht oder in der Bahn aufstehen, wenn jemand einen Sitzplatz braucht. Es sind auch die kleinen Dinge, die dein Karma verbessern.

Fazit

  • Karma steht im Hinduismus für eine selbstlose Tat. Nicht nur deine Handlungen, sondern auch deine Worte und Gedanken sollen einen Einfluss auf dein Karma haben und fallen wie ein Echo auf dich zurück.
  • Du kannst dein Karma mit deinen Handlungen sowie deine Reaktion auf die Dinge, die dir geschehen, aktiv beeinflussen.
  • Es gibt viele Wege, wie du dein Karma-Konto aufbessern kannst wie nachhaltig leben, anderen helfen, Dankbarkeit zeigen oder vergeben. Jede gute Tat zählt!
  • Dich selbst weiterzuentwickeln, mit deiner Umwelt und Mitmenschen respektvoll umzugehen sowie in guter Absicht zu handeln kann dir helfen, mit einem positiven Mindset in das neue Jahr zu starten.

Mehr Wissenswertes von foodspring:

Artikel-Quellen
Wir bei foodspring verwenden nur qualitativ hochwertige Quellen sowie wissenschaftliche Studien, die unsere Aussagen in Artikeln stützen. Lies hierzu auch unsere Editorial Richtlinien durch Erfahre, wie wir Fakten prüfen damit unsere Artikel immer korrekt, verlässlich und vertrauenswürdig sind.

Verwandte Artikel