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5 Abnehm-Mythen und was wirklich dran ist

Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Zahlreiche Abnehm-Mythen kursieren in Netz, Fernsehen und Zeitschriften. Schwer zu durchschauen, was nun wahr und was falsch ist. Wir bringen etwas Licht ins Dunkle und decken 5 hartnäckige Abnehm-Mythen auf.

1. Durch Hungern nimmt man ab.

Vermutlich der Abnehm-Mythos Nr. 1. Klar ist, wer weniger Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt ab. Hungern musst du deshalb trotzdem nicht. Crash-Diäten mit unterirdischen Kalorienangaben pro Tag sind der Garant für Hungerattacken und einen Jojo-Effekt.

Wer seine Kalorien radikal kürzt und von einem Tag auf den anderen plötzlich 700 kcal einspart, dem wird nach kurzer Zeit ein knurrender Magen beschert. Klar zeigen solche Diäten schnell Erfolg. Aber weder nachhaltig noch gesund. Denn schnell nimmst du nach solchen Crash-Diäten wieder zu.

Vergiss deshalb Crash-Diäten und Wunderpillen. Ernähre dich lieber ausgewogen und gesund. Um deinen täglichen Kalorienbedarf auszurechnen, nutze einen Kalorienrechner. Auch ein Ernährungstagebuch hilft dir, den Überblick über deine Mahlzeiten zu behalten. Wir empfehlen ein moderates Kaloriendefizit von 300 – 500 kcal täglich. So kannst du gesund und ohne hungern zu müssen abnehmen.

2. Exzessives Training bringt Erfolg.

Weit verbreitet unter den Abnehm-Mythen ist, dass man durch enorm viele Trainingseinheiten abnimmt. Ein Mythos, der nur bedingt stimmt. Klar ist, dass Sport zusätzlich Kalorien verbrennt. Wer aber trotz regelmäßigen Trainings unausgewogen und ungesund isst, nimmt nicht ab.

Sport sollte nicht dazu animieren mehr zu essen. Der Gedanke: “Heute trainiere ich sowieso, da kann ich mehr essen” ist verführerisch und wir kennen ihn (fast) alle. Doch auch an Trainingstagen ist eine gewisse Disziplin zu wahren. Deshalb ist auch an diesen Tagen das Kaloriendefizit entscheidend.

Übertraining ist genauso kontraproduktiv, wie eine unausgewogene Ernährung. Der Körper benötigt Ruhephasen, um sich zu erholen und Leistung zu bringen. Halte deine Ruhephasen ein, schlaf 7 bis 8 Stunden und lass deinen Körper neue Kraft für Alltag und Training schöpfen.

3. Snacks sind tabu.

Es sind zahlreiche Abnehm-Mythen im Umlauf, die eine bestimmte Mahlzeitenangabe empfehlen. Darunter auch die, dass auf Snacks verzichtet werden soll. Wieso? Wir haben keine Antwort darauf. Gesund Snacken geht immer und ist auch beim Abnehmen erlaubt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du nun den ganzen Tag naschen sollst. Zwei gesunde Snacks zwischendurch, die gegen den kleinen Hunger helfen, sind völlig legitim am Tag.

Schokolade, Chips und Co sollten trotzdem die absolute Ausnahme sein. Es gibt zahlreiche gesunde Alternativen, die bei Heißhungerattacken, Langeweile oder Lust auf etwas Süßes helfen.

Nüsse & Beeren sind ideal für unterwegs. Sie liefern gesunde Fette und Eiweiß und helfen gegen den kleinen Hunger zwischendurch. Auch Eiweiß-Shakes und Proteinriegel liefern zwischendurch Protein, sind schnell zubereitet und machen lange satt.

 

Abnehm-Mythen Snacks
©Elena Shashkina

4. Light-Produkte machen schlank.

“Light”, “Diät” oder “fettarm” – so werden zahlreiche Produkte in Supermärkten beworben. Light-Produkte haben meist weniger Gesamtkalorien, weniger Fett oder weniger Zucker. Diese Zutaten werden meist von chemischen Stoffen ersetzt.

Gesund sind Light-Produkte noch lange nicht. Wer zu Light-Produkten greift, isst meist auch größere Mengen. Schließlich ist es leicht und da kann mehr von gegessen werden. Dieser Trugschluss spiegelt sich dann auch auf der Waage wieder und das Gewicht stagniert oder steigt sogar.

Greif stattdessen lieber zu gesunden und frischen Lebensmitteln. Fürchte dich nicht vor Fett, denn es gibt jede Menge gesunde Fette, die sogar beim Abnehmen helfen. Setz dabei auf Bio Kokosöl und Erdnussbutter. Beide enthalten wertvolle Fette, machen lange satt und können den Weg zur Traumfigur unterstützen.

5. Kohlenhydrate machen dick.

Kohlenhydrate sind in Zeiten von Low Carb-Trends in Verruf geraten. Besonders abends sollte man sie meiden. Kohlenhydrate grundsätzlich als Dickmacher zu verteufeln, ist aber schlichtweg falsch

Kohlenhydrate sind schnelle Energielieferanten. Zudem beinhalten sie weniger Kalorien als beispielsweise Fett. Vor allem vollwertige Kohlenhydrate liefern neben Energie auch viele Ballaststoffe, die lange sättigen und wichtig für eine gute Verdauung sind.

Dennoch gibt es bei Kohlenhydraten ein paar Dinge zu beachten. Lebensmitteln aus Weißmehl enthalten häufig mehr Zucker und weniger Ballaststoffe. Da sie nicht lange sättigen und den Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen lassen, ist es besser, darauf zu verzichten.

Gegen Vollkornprodukte und Gemüse oder 1-2 Portionen Obst als Kohlenhydratlieferanten gibt es jedoch nicht viel auszusetzen. Denn Low Carb ist nicht gleich No Carb. Komplexe Kohlenhydrate sind, gemeinsam mit gesunden Fetten und Proteinen, die Grundlage einer ausgewogenen und gesunden Ernährung.

Auch Proteine sind in Diätphasen gute Energielieferanten. Eiweiß macht lange satt und hilft, grade während Reduktionsphasen, die Muskeln zu erhalten. So ist beispielsweise ein proteinreiches Frühstück mit Protein Porridge der optimale Start in den Tag.

Fazit

  • Durch Hungern nimmst du nur kurzfristig ab. Der Heißhunger wird dich schnell packen und das zeigt dann auch die Waage. Ernähre dich stattdessen gesund und ausgewogen.
  • Regelmäßiger Sport ist wichtig und unterstützt das Abnehmen. Isst du trotzdem ungesund und unausgewogen helfen auch die vielen Trainingseinheiten nichts mehr.
  • Gesunde Snacks unterstützen dich beim Abnehmen und helfen gegen Heißhungerattacken.
  • Verzichte auf Light-Produkte und greif stattdessen lieber zu frischen und gesunden Lebensmitteln.
  • Komplexe Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten und geben dir wichtige Ballaststoffe.

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