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5 Abnehm-Mythen und was wirklich dran ist

Eine Frau isst Salat in der Küche
Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Zahlreiche Abnehm-Mythen kursieren in Netz, Fernsehen und Zeitschriften. Schwer zu durchschauen, was nun wahr und was falsch ist. Wir bringen etwas Licht ins Dunkle und decken 5 hartnäckige Abnehm-Mythen auf. Und falls du denkst, Ernährung beim Abnehmen sei eintönig und nicht genussvoll, können wir diesen Mythos jetzt schon widerlegen. Denn Abnehmen mit Genuss funktioniert und wie! Schau dir dazu unsere Rezepte zum Abnehmen an und überzeug dich selbst!

Mythos #1: Durch Hungern nimmst du ab.

Vermutlich der Abnehm-Mythos Nr. 1. Klar ist, wer weniger Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt ab. Hungern musst du deshalb trotzdem nicht. Crash-Diäten mit unterirdischen Kalorienangaben pro Tag sind der Garant für Hungerattacken und einen Jojo-Effekt.

Mehr dazu: In unserem Artikel verraten wir dir, wie du den Jojo-Effekt am besten vermeiden kannst. 

Wer seine Kalorien radikal kürzt und von einem Tag auf den anderen plötzlich 700 kcal einspart, dem wird nach kurzer Zeit ein knurrender Magen beschert. Klar zeigen solche Diäten schnell Erfolg. Aber sie sind weder nachhaltig noch gesund. Denn schnell nimmst du nach solchen Crash-Diäten wieder zu.

Vergiss deshalb Crash-Diäten und Wunderpillen. Ernähre dich lieber ausgewogen und gesund. Um deinen täglichen Kalorienbedarf auszurechnen, nutze einen Kalorienrechner. Auch ein Ernährungstagebuch hilft dir, den Überblick über deine Mahlzeiten zu behalten. Wir empfehlen ein moderates Kaloriendefizit von 300 – 500 kcal täglich. So kannst du gesund und ohne hungern zu müssen abnehmen.

Mythos #2: Exzessives Training bringt Erfolg.

Weit verbreitet unter den Abnehm-Mythen ist, dass man durch enorm viele Trainingseinheiten abnimmt. Ein Mythos, der nur bedingt stimmt. Klar ist, dass Sport zusätzlich Kalorien verbrennt. Wer aber trotz regelmäßigen Trainings unausgewogen und ungesund isst, nimmt nicht ab.

Sport sollte nicht dazu animieren, über den Kalorienbedarf zu essen. Oft werden die beim Training verbrannten Kalorien auch überschätzt. Der Gedanke: “Heute trainiere ich sowieso, da kann ich mehr essen” ist verführerisch und wir kennen ihn (fast) alle. Doch auch an Trainingstagen ist eine gewisse Disziplin zu wahren. Deshalb ist auch an diesen Tagen das Kaloriendefizit entscheidend.

Übertraining ist genauso kontraproduktiv, wie eine unausgewogene Ernährung. Der Körper benötigt Ruhephasen, um sich zu erholen und Leistung zu bringen. Halte deine Ruhephasen ein, schlaf 7 bis 8 Stunden und lass deinen Körper neue Kraft für Alltag und Training schöpfen.

Mythos #3: Snacks sind tabu.

Es sind zahlreiche Abnehm-Mythen im Umlauf, die eine bestimmte Mahlzeitenangabe empfehlen. Darunter auch die, dass auf Snacks verzichtet werden soll. Wieso? Wir haben keine Antwort darauf. Gesund Snacken geht immer und ist auch beim Abnehmen erlaubt. Wie bereits erwähnt, kommt es beim Abnehmen auf das Kaloriendefizit und nicht auf die Anzahl deiner Mahlzeiten an. Deshalb sind gesunde Snacks erlaubt, nur die gesamte Kalorienbilanz am Ende des Tages sollte stimmen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du nun den ganzen Tag naschen sollst. Zwei gesunde Snacks zwischendurch, die gegen den kleinen Hunger helfen, sind völlig legitim am Tag.

Schokolade, Chips und Co sollten trotzdem die Ausnahme sein. Es gibt zahlreiche gesunde Alternativen, die bei Heißhungerattacken, Langeweile oder Lust auf etwas Süßes helfen.

Nüsse & Beeren sind ideal für unterwegs. Sie liefern gesunde Fette und Eiweiß und helfen gegen den kleinen Hunger zwischendurch. Auch Eiweiß-Shakes und Proteinriegel liefern zwischendurch Protein und sind schnell zubereitet.

Veganes Cookie Dough Fudge
©foodspring

Mythos #4: Light-Produkte machen schlank.

“Light”, “Diät” oder “fettarm” – so werden zahlreiche Produkte in Supermärkten beworben. Light-Produkte haben meist weniger Gesamtkalorien, weniger Fett oder weniger Zucker. Diese Zutaten werden meist von chemischen Stoffen ersetzt. Häufig wird auch bei den Low-Fat Produkten statt dem Fett der Zuckergehalt erhöht. Ein genauer Blick auf die Nährstoffangaben und die Zutatenliste lohnt sich deshalb immer.

Gesund sind Light-Produkte noch lange nicht. Wer zu Light-Produkten greift, isst meist auch größere Mengen. Schließlich ist es leicht und da kann mehr von gegessen werden. Dieser Trugschluss spiegelt sich dann auch auf der Waage wieder und das Gewicht stagniert oder steigt sogar.

Greif stattdessen lieber zu gesunden und frischen Lebensmitteln. Fürchte dich nicht vor Fett, denn es gibt jede Menge gesunde Fette, die sogar beim Abnehmen helfen. So ist zum Beispiel Erdnussbutter zwar kalorienreich, jedoch auch nährstoffreich und deshalb in Maßen auch in einer Diät nicht verkehrt. Denn Erdnüsse liefern dir Proteine, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und sind zudem reich an Vitaminen.

Mythos #5: Von Kohlenhydraten nimmst du zu.

Kohlenhydrate sind in Zeiten von Low Carb-Trends in Verruf geraten. Besonders abends sollte man sie meiden. Kohlenhydrate grundsätzlich als Dickmacher zu verteufeln, ist aber schlichtweg falsch. Du nimmst nicht wegen einem bestimmten Makronährstoff zu, sondern dann, wenn du dich in einem Kalorienüberschuss befindest.

Kohlenhydrate sind schnelle Energielieferanten. Zudem beinhalten sie weniger Kalorien als beispielsweise Fett. Vor allem vollwertige Kohlenhydrate liefern neben Energie auch viele Ballaststoffe, die wichtig für eine gute Verdauung sind.

Dennoch gibt es bei Kohlenhydraten ein paar Dinge zu beachten. Lebensmitteln aus Weißmehl enthalten häufig mehr Zucker und weniger Ballaststoffe. Da sie den Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen lassen, hat dein Körper nicht lange etwas davon. Deshalb ist es sinnvoll, den Konsum von Weißmehlprodukten zu reduzieren.

Gegen Vollkornprodukte und Gemüse oder 1-2 Portionen Obst als Kohlenhydratlieferanten gibt es jedoch nicht viel auszusetzen. Komplexe Kohlenhydrate sind, gemeinsam mit gesunden Fetten und Proteinen, die Grundlage einer ausgewogenen und gesunden Ernährung.

Auch Proteine sind in Diätphasen gute Energielieferanten. Eiweiß hilft, grade während Reduktionsphasen, die Muskeln zu erhalten*. So ist beispielsweise ein proteinreiches Frühstück mit Protein Porridge der optimale Start in den Tag.

Kleiner Tipp zum Abschluss: Wenn du dein Gewicht reduzieren möchtest, sind ein Kaloriendefizit, eine ausgewogene Ernährung und ein aktiver Lifestyle entscheidend. Du hast einen stressigen Alltag und schaffst es nicht immer, eine ausgewogene Mahlzeit zuzubereiten? Ergänze deinen Ernährungsplan mit unserem Shape Shake 2.0. So reduzierst du die Kalorien und bekommst trotzdem die besten Zutaten**. Und falls du dich vegan ernährst, ist unser Vegan Shape Shake dein treuer Begleiter auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht.

Mehr Wissenswertes von foodspring:

*Proteine tragen zum Muskelerhalt und zum Muskelaufbau bei.

** Das Ersetzen von zwei der täglichen Hauptmahlzeiten im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung durch den Shape Shake 2.0 trägt zu Gewichtsabnahme bei. Diesen Zweck kann der Shape Shake 2.0 nur erfüllen, wenn er im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung verwendet wird, zu der notwendigerweise auch andere Lebensmittel gehören. Außerdem muss eine ausreichende tägliche Flüssigkeitszufuhr sichergestellt werden. Um einen gesunden Lebensstil beizubehalten, muss darauf geachtet werden, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren.

Artikel-Quellen
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