Sportliche junge Frau sitzt nach dem Training mit Sportkleidung und grünem Smoothie auf dem Bett

Probleme beim Abnehmen – Unsere Ernährungsexperten verraten die 8 häufigsten Herausforderungen

Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Probleme beim Abnehmen? Wir haben unsere Ernährungsexperten gefragt, mit welchen Herausforderungen ihr sie am häufigsten konfrontiert. Hier sind die Top 8 Probleme beim Abnehmen und Tipps, um sie zu meistern.

Probleme beim Abnehmen, kennt wohl jeder, der schonmal mit Diäten experimentiert hat. Der Teufel steckt dabei oft im Detail. Wir haben unsere Ernährungsberater gefragt, über welche Probleme beim Abnehmen sich am häufigsten beklagt wird. Dabei ist klar geworden, dass die Herausforderung vor allem in der Gestaltung des Alltags liegt. Deswegen haben wir auch ein paar Tipps parat, wie du ganz leicht mit ihnen umgehen kannst.

1. Keine Zeit zu Kochen.

Frisch und gesund Essen ist nicht immer einfach und ein häufiges Problem beim Abnehmen. Seltener und dafür mehr kochen, ist eine einfache Variante, um Abbhilfe zu schaffen. Koch einfach jedes Mal direkt für mehrere Tage. 1 x Kochen. 3 x Essen. Du möchtest nicht drei Mal hintereinander das gleiche essen? Frier einfach abgepackte Portionen ein. Nach ein paar Mal Kochen hast du richtig Auswahl im Gefrierfach.

Wenn während der Diät auswärts essen ansteht, ist Disziplin gefragt: Fast überall gibt es kalorienarme Alternativen zu Pasta, Maultaschen und Co. Salate und frisches Gemüse, z.B. mit Hülsenfrüchten oder anderen proteinreichen Beilagen sind dein Essen der Wahl.

2. Weder Lust noch Zeit zu frühstücken.

Die einen feiern es, die anderen hassen es: Frühstück. Fakt ist aber: Gerade beim Abnehmen hilft Frühstück, eine gute Grundlage für den Tag zu schaffen und Heißhungerattacken und überdimensionierten Portionen zu Mittag vorzubeugen.

Du möchtest nicht direkt nach dem Aufstehen essen? Dann ist ein Frühstück ToGo die beste Option. Das muss nicht unbedingt ein Brötchen vom Bäcker sein. Wenn du jetzt denkst: “Schon wieder vorkochen?” probier doch einfach mal unser Protein Porridge ToGo – das ist praktisch zum Mitnehmen und in drei Minuten zubereitet.

3. Ich schaffe es nicht, genug Protein zu essen.

Gerade, wenn du zu den Pasta- und Brotliebhabern gehörst, scheint die während einer Diät empfohlene Proteinmenge oft unerreichbar hoch. Mit kleinen Tricks, lässt sich der Proteingehalt jedoch schnell erhöhen: Probiere unsere leckeren Chia Samen Rezepte als Alternative zu deinem Müsli, Nudeln aus proteinreichen Hülsenfrüchten statt aus Hartweißzengrieß oder – ganz simpel – einfach 1-2 Protein Shakes täglich.

4. Es ist schwierig, unterwegs was Gesundes zu bekommen.

Tatsache. Leider. Da hilft nur vorbereitet sein. Nüsse und Beeren liefern gesunde Fette und Proteine. Hochwertige Trockenfrüchte befriedigen die Lust auf was Süßes und proteinreiche Getränke wie CocoWhey sind eine erste Hilfe bei kleinen Löchern im Magen.

Rohkost schmeckt gedippt in Bio Erdnussbutter nicht nur lecker, sondern macht auch noch satt und liefert Protein. Und so weiter. Überleg dir einfach, worauf du unterwegs wohl Lust haben wirst, was für deinen Tag am praktischsten zum Mitnehmen ist und bereite dich entsprechend vor.

Frau bereitet Fruchtjoghurt ToGo vor
©iStock/Tassii_FE

5. Ich brauche was Süßes. Und zwar keine Trockenfrüchte.

Manchmal muss es eben doch Schokolade sein. Zwar gewöhnt sich der Körper nach und nach von selbst daran, weniger Süßes zu essen. Aber, wenn es mal sein muss, ist auch Schokolade ok. Rohkostschokolade hat oft weniger Zucker, gesündere Fette und mehr Nährstoffe als klassische Vollmilchschokolade.

Nicht nur süß, sondern auch noch sinnvoll sind zum Beispiel selbst gemachte Schoko-Protein-Cookies. Das befriedigt den Schoko-Hieper und liefert dir Protein. Wenn keine Zeit zum Backen ist, kannst du einfach etwas Protein mit dem Geschmack deiner Wahl in Joghurt rühren und eine Handvoll Obst dazu geben.

6. Ich hab schon alles versucht. Es hilft einfach nichts.

Oft hören unsere Ernährungsexperten, dass Diäten super erfolgreich starten. Bis dann nach drei Wochen kein Fortschritt mehr eintritt. Das Gewicht stagniert und nichts scheint mehr zu helfen.

“Oft werden gerade am Anfang einer Diät viel zu wenig Kalorien gegessen. So wird dem Körper eine Hungersnot vorgespielt. Daraufhin beginnt er, jede Kalorie die er bekommt verzweifelt zu speichern, statt Fett abzubauen.” (Marco, foodspring Ernährungsexperte)

Deswegen ist es wichtig, dass du vor der Diät deine Ziele klar definierst und deine tägliche Kalorienmenge darauf anpasst. Nur, wenn du genau weißt, wo es hingehen soll, kannst du den richtigen Weg zu deinem Ziel finden. Der ist individuell und lässt sich nicht mit einem Kaloriendefizit allein gehen.

7. Meine Genetik erlaubt nicht, dass ich abnehme.

Richtig ist: Nicht jeder wird super zierlich. Ebenso wie nicht jeder super muskulös wird. Dennoch, Potenzial für Veränderung zum Positiven haben wir alle. Anknüpfend an das Problem “Nix hilft”, gilt es auch hier, erstmal ein Ziel zu definieren. Und zwar ein realistisches. Dazu gehört, dich selbst und deinen Körper zu akzeptieren.

Langfristig erfolgreich wird nur, wer auf seinen Körper hört und mit ihm – statt gegen ihn – arbeitet. Das heißt nicht, beim ersten Regentropfen auf der Couch liegen zu bleiben, statt die Sportschuhe zu schnüren. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier der innere Schweinehund versucht, dich auszutricksen, ist relativ hoch.

Bewusstein für deinen eigenen Körper und das was er wirklich braucht, bekommst du am besten durch Austesten, Disziplin und dem Willen, auch mal die Komfortzone zu verlassen und Gewohnheiten in Frage zu stellen.

Nicht jedes Ziel und jedes Konzept passt zu jedem Körper und jedem Leben. Die Herausforderung ist es, hinsichtlich Sport und Ernährung den Weg zu finden, der für dich funktioniert, mit dem du dich wohlfühlst. Unsere Ernährungs- und Trainingsexperten unterstützen dich gerne dabei.

8. Keine Zeit für Sport.

Zu guter Letzt, das Problem beim Abnehmen, das unsere Experten mit Abstand am häufigsten hören: Keine Zeit für Sport. Die Antwort ist unbequem: Wer wirklich will, der findet auch Zeit.

Halbe Stunde Fernsehen am Abend? Die perfekte Zeit, um zu joggen. Du bist Abends zu müde? Macht nichts: Geh schlafen und steh die halbe Stunde am nächsten Tag früher auf und lauf los oder fahr mit Fahrrad zur Schule, Uni oder Arbeit.

Würdest du ja gerne, aber joggen ist leider gar nicht deins und die Arbeit ist zu weit weg? Fitnessstudios, Schwimmbäder und Outdoorgyms sind auch nicht um die Ecke? Regelmäßig gemeinsam mit dir Sport treiben möchte auch niemand? Das ist unpraktisch, zugegeben.

Aber zum Glück gibt es viele Workouts, die sich leicht alleine, jederzeit und überall machen lassen und nichtmal Geld kosten. Mit ein paar einfachen Tipps, kannst du schon mit 20 Minuten Training alle zwei Tage richtig viel erreichen. Und ganz ehrlich, die hast du. Oder?*

Es muss nicht immer Fitness sein: Auch Team-Sportarten, Tanz oder Yoga sind sinnvolle Bewegungsformen. Das A und O ist es, die Art Bewegung zu finden, die dir am meisten zusagt.

Das alles macht dir keinen Spaß und auch 60-80 Minuten die Woche sind zu viel Zeit für Sport? Dann musst du dich mit dem Status-Quo abfinden und eben doch deinen Schweinehund hegen und pflegen. Du hast die Wahl.

*Ausnahme: Ernsthafte Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder sehr hohes Übergewicht. Hier solltest du unbedingt mit einem professionellen Trainer bzw. einem Arzt sprechen, bevor du einfach los legst.

 

Artikel-Quellen
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