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Immunsystem stärken – Ernährungstipps und Hausmittel

Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Ein starkes Immunsystem schützt dich vor lästigen Krankheiten. Mit ein bisschen Bewusstsein und gezielter Ernährung bringst du deine Abwehrkräfte auf Hochtouren.

Dein Immunsystem ist ein komplexes System verschiedenster physischer Abwehrmechanismen. Dieses System verhindert, dass Viren und Bakterien in deinen Körper eindringen oder bekämpft sie, falls es doch so weit gekommen ist.

Du kannst die Power deines Immunsystems stärken, indem du dich ausgewogen ernährst, ihm genug Pause gönnst und ein paar gesunde Gewohnheiten etablierst.

Immunsystem stärken – Vitamine und Mineralien für starke Abwehrkräfte

Dein Immunsystem braucht verschiedenste Nährstoffe, um normal zu funktionieren. Alle Mikronährstoffe, also Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, tragen zu starken Abwehrkräften bei. Ohne die folgenden Mikronährstoffe geht aber gar nichts.

Beachte: Wie viel du von welchem Nährstoff genau brauchst, ist immer individuell. Die angegeben Werte, sind lediglich Richtwerte. Wenn du unsicher bist, ob du gut genug oder – im Gegenteil – überversorgt bist, besprich das mit deinem Arzt. 

Immunsystem stärken: Diese Vitamine braucht dein Immunsystem

Vitamine sind organische Verbindungen, die an nahezu allen Stoffwechselprozessen in deinem Körper beteiligt sind. Vor allem die essenziellen Vitamine kann dein Körper nicht selber herstellen. Heißt, du musst die mit der Nahrung zu dir nehmen. Dein Immunsystem braucht vor allem Vitamin A, B, C, D und E. 

Während die B und C Vitamine wasserlöslich sind, sind A, D und E fettlösliche Vitaminen. Das heißt, wann immer du Lebensmittel mit diesen Vitaminen isst, sollte ein Schuss Fett dabei sein, damit deine Immunabwehr von ihnen profitiert.

©egal

Vitamin A

Wie unterstützt Vitamin A die Abwehrkräfte?

Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute und eines normalen Eisenstoffwechsels bei. Die Schleimhäute sind Teil des unspezifischen Immunsystems und verhindern, dass Viren und Bakterien überhaupt erst in deinen Körper eindringen können. Vitamin A unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Dein Vitamin A-Bedarf liegt zwischen 0,8 – 1 mg pro Tag. 

Lebensmittel mit Vitamin A

Das Vitamin A selbst ist nur in wenigen tierischen Lebensmitteln enthalten. Weitaus häufiger enthalten Lebensmittel Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Dein Körper wandelt Beta-Carotin selbst in Vitamin A um. Diese Lebensmittel enthalten genug Beta-Carotin, um deinen Tagesbedarf zu decken.

  • eine durchschnittliche Karotte 
  • 150 g Feldsalat 
  • 150 g Spinat 

Vitamin B-Komplex

Wie unterstützt der Vitamin-B-Komplex die Abwehrkräfte?

Die B-Vitamine gehören zu den wichtigsten Vitaminen überhaupt. Sie sind an fast allen Stoffwechselprozessen deines Körpers in irgendeiner Form beteiligt. Vitamin B2,6, 9 und 12 sind besonders interessant für eine starke Immunabwehr.

Wie Vitamin A trägt auch Vitamin B2 (Riboflavin) zu einer normalen Funktion der Schleimhäute und des Eisenstoffwechsels bei. Darüber hinaus unterstützt es die Zellen beim Schutz vor oxidativem Stress.

Vitamin B6 trägt zu anderem zur Verringerung von Ermüdung und dem Protein-Stoffwechsel bei, während Vitamin B9 (Folsäure) eine normale Blutbildung und die normale Funktion des Immunsystems selbst unterstützt. Auch Vitamin B12 supportet, neben vielen weiteren Aufgaben, direkt die normale Funktion des Immunsystems.

Lebensmittel mit B-Vitaminen

Vitamin B12 ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. Ernährst du dich vorwiegend pflanzlich, ist die Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 ein Muss. Ansonsten empfehlen wir:

  • für Vitamin B2: 100 g Mandeln, 140 g Sojabohnen, 300 g Champignons
  • für Vitamin B6: 150 g Walnusskerne, 250 g Kichererbsen, 1 Banane
  • für Vitamin B9: 100 g Kichererbsen, 200 g Feldsalat, 180 g Linsen
  • für Vitamin B12: 150 g Emmentaler, ca. 150 g Camembert, Vitamin B12-Tropfen

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Vitamin C

Wie unterstützt Vitamin C die Abwehrkräfte?

Vitamin C hat diverse wichtige Funktionen. Die normale Funktion des Immunsystems betreffend, zählen vor allen sein Beitrag zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zu einer erhöhten Eisenaufnahme, sowie die direkte Unterstützung deiner Abwehrkräfte. Du brauchst ca. 110 mg Vitamin C täglich.

Lebensmittel mit Vitamin C

In unserer westlichen Welt tritt kaum noch Vitamin C Mangel auf. Das Immun-Vitamin ist in fast allen Obst und Gemüsesorten enthalten.

  • 80 g Paprika
  • 100 g Brokkoli
  • 110 g Kartoffeln

Vitamin D

Das sogenannte Sonnenvitamin trägt direkt dazu bei, die normale Funktion des Immunsystems zu unterstützen. Des Weiteren ist es unter anderem an Zellteilung, Knochenerhalt und dem Erhalt des Calciumspiegels beteiligt. Du brauch ca 20 µga Vitamin D pro Tag.

Lebensmittel mit Vitamin D3

Dein Körper bildet in den Sommermonaten selbst Vitamin D – vorausgesetzt du hältst dich regelmäßig in der Sonne auf. Vom Oktober bis März musst du Vitamin D gezielt zuführen. Das Sommervitamin ist nur in wenigen tierischen Lebensmitteln in ausreichender Menge vorhanden. In pflanzlichen gar nicht.

Allerdings variiert auch der Vitamin-D-Gehalt der tierischen Spitzenreiter. Wir empfehlen dir deswegen, in den Wintermonaten direkt pflanzliches Vitamin D zu supplementieren. 

Unser rein pflanzliches Vitamin D3 haben wir mit Vitamin K2 kombiniert. Damit hast du das Rundum-Paket für die normale Funktion deiner Abwehrkräfte und die Erhaltung deiner Knochen. In Tropfenform, für einfache Dosierung und ohne Tabletten schlucken. Überzeug dich selbst. 

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Vitamin E

Wie unterstützt Vitamin E die Abwehrkräfte?

Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Bei oxidativem Stress entstehen freie Radikale, die, wenn sie nicht neutralisiert werden, das Immunsystem schwächen. Auch deine sportliche Leistungsfähigkeit sinkt, wenn zu viele freie Radikale vorhanden sind. Du brauchst ca. 10 – 15 mg Vitamin E täglich.

Lebensmittel mit Vitamin E
  • 80 g Leinsamen
  • 300 g Süßkartoffel
  • 50 g Haselnüsse

Immunsystem stärken: Diese Mineralstoffe braucht dein Immunsystem

Mineralstoffe liefern dir zwar nicht direkt Energie, sind aber trotzdem essenziell für deine Leistungsfähigkeit und die normale Funktion des Immunsystems. Sportler, insbesondere Ausdauerathleten, haben oft einen etwas erhöhten Mineralstoffbedarf.

Aber hier gilt das Gleiche wie bei den Vitaminen: nicht einfach drauflos supplementieren. Du glaubst, dass du einen Mangel haben könntest? Dann lass dich testen. 

Eisen, Zink und Selen

Alle 3 Mineralstoffe tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Insbesondere Eisen ist bei Frauen, Vegetariern oder Veganern und Menschen, deren Körper Eisen nicht gut verwerten kann, manchmal kritisch. Zinkpräparate werden auch im Sport gerne genutzt, um die Immunabwehr der Athleten zu unterstützen.

Tipp: Wie du gesund durch die Erkältungszeit kommst, verrät dir Profi-Läufer und Sportmediziner Dr. Paul Schmidt-Hellinger im Interview.

Lebensmittel mit Eisen, Zink und Selen
Mineralstoff  täglicher Bedarf Lebensmittel
Eisen 10-15 mg 200 – 250 g Amaranth
200 – 250 g Quinoa200 – 350 g Linsen
Zink 7 – 16 mg 300 – 400 g Haferflocken, 400 – 500 g Linsen, 300 – 400 g Vollkornbrot (Weizen)
Selen 60 – 70 µg 60 – 70 g Paranüsse
60 – 70g Naturreis50 – 60 g weiße Bohnen

 

Immunsystem stärken: Ernährung für deine Abwehrkräfte – 9 Tipps

Eine ausgewogene Ernährung ist die wichtigste Grundlage für die Stärkung deines Immunsystems. Lebensmittelauswahl, Qualität und die richtige Zubereitung entscheiden darüber, ob dein Essen zu starken Abwehrkräften beiträgt oder nicht. 

1. Supporte deinen Darm

Du willst dein Immunsystem mit Ernährung stärken? Dann iss darmfreundlich. Der Darm ist das Zentrum unseres Immunsystems – dort sitzen die meisten Abwehrzellen. 

Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass pflanzliche Proteine und ungesättigte Fettsäuren positive Effekte auf die Zusammensetzung der Darmbakterien haben. Und diese entscheidet letztlich über die Stärke deiner Immunabwehr. 

Auch Ballaststoffe gelten gemeinhin als gut für die Darmgesundheit. Sie sind die Nahrung für die “guten Bakterien”. Ob das aber an den Ballaststoffen selbst liegt, oder daran das ballaststoffreiche Lebensmittel oft generell gesund sind, ist wissenschaftlich nicht zweifelsfrei belegt.

Buddha Bowl mit Avocado
©foodspring

Übrigens: Zucker ist nicht nur schlecht für die Zähne und deine Figur. Er bringt auch deine Darmflora aus dem Gleichgewicht und kann so das Immunsystem schwächen. Zeit, den Zucker loszuwerden. Bist du bereit?

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2. Iss abwechslungsreich

Je bunter dein Teller, desto mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die deine Abwehr unterstützen, sind enthalten. Sicher hast du deine Basis-Lebensmittel zum Kochen. Das sollst du auch – Routine erleichtert schließlich gesunde Ernährung. Probier trotzdem ab und an etwas Neues. 

Variiere auch die Beilagen: Vollkorn-Pasta, Wildreis, Quinoa, Couscous, Kartoffeln und Co. – jede Sättigungsbeilage hat ein anderes Nährstoffprofil.

Challenge-Tipp: Such dir jede Woche ein regionales und saisonales Gemüse aus, mit dem du noch nie selbst gekocht hast. So lernst du nach und nach mehr Lebensmittel kennen. Ausgewogene Ernährung passiert so fast von selbst. 

Du brauchst ein bisschen Rezeptinspiration? Haben wir. Veggie, Paleo, gluten- zucker- und laktosefrei, passend zu deinem Ziel und vor allem: super lecker! 

Salat mit Süßkartoffeln
©foodspring
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3. Get your greens

Bekannt aber trotzdem wichtig: 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, sollten dein Standard sein. Unsere Empfehlung: 1-2x Obst, 2-3x Gemüse. Gemüse enthält im Schnitt mehr Ballaststoffe und weniger Fruktose. Das freut deinen Darm und deinen Blutzuckerspiegel. 

Tipp: Wenn du mal nicht auf 5 Portionen Obst und Gemüse kommst, schaffen unsere Daily Vitamins Abhilfe. Aus erntefrischem Obst und Gemüse, hergestellt in Deutschland.*

©Daily Vitamins

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*Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung

4. Vollkorn statt Weißmehl

Alle Getreidevarianten gibt es in Vollkorn oder in raffinierten Varianten. Vollkorn bedeutet, dass das volle Korn verarbeitet wurde. Bei weißen Pasta oder Weißmehl wurde das Korn geschält und ohne seine Schale verarbeitet. Dort sitzen aber die meisten Mikronährstoffe. Ballaststoffe für eine gute Darmflora inklusive. Und, du erinnerst dich, eine gute Darmflora ist essenziell, um dein Immunsystem zu stärken. 

5. Frisch, frischer, am besten

Frische Lebensmittel enthalten die meisten Vitamine und Nährstoffe. Und die sind es, die dein Immunsystem stärker machen. Direkt nach der Ernte ist der Nährstoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel am größten. Am einfachsten erreichst du das mit Gemüse von dem eigenen Balkon. Alternativ kannst du regionales und saisonales Gemüse kaufen.

Früchte, die erst aus Marokko nach Berlin fahren mussten, haben nicht nur einen schlechten ökologischen Fußabdruck, sondern wurden auch meist unreif geerntet und haben schon einiges an Lagerzeit auf dem Buckel. Schau lieber, was vor deiner eigenen Tür wächst. 

Und im Winter, wenn da gar nichts wächst? Greif ab und ab auf schockgefrostetes Tiefkühl-Obst und Gemüse zurück. Im Idealfall steht auf der Zutatenliste nur das Gemüse selbst – ohne weitere Zusatzstoffe.

6. Iss mehr pflanzliche Lebensmittel

Pflanzliche Lebensmittel enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Wie der Name schon sagt, kommen diese ausschließlich in Pflanzen vor. Ihnen werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Sie sollen freie Radikale bekämpfen und so das Immunsystem stärken.

schüssel mit früchten
claudia totir

Da die Erforschung ihrer Effekte schwer ist, gibt es aber noch keine gesicherten Studien zu der Wirkung sekundärer Pflanzenstoffe auf das Immunsystem. Es könnte auch sein, dass die pflanzlichen Lebensmittel einfach selbst so gesund sind oder andere gesunde Inhaltsstoffe haben. So oder so: Pflanzliche Lebensmittel freuen deine Abwehrkräfte. 

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7. Trink, trink, trink

Bevorzugt Wasser und Tee. Ausreichend Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und erleichtert deiner Abwehr die Arbeit. Trockene Schleimhäute sind eine Einladung für Viren und Bakterien. Zwei Liter Wasser + ein zusätzlicher Liter für jede Stunde Sport sind ein guter Richtwert. So schaffst du es, mehr Wasser zu trinken.

8. Aminosäuren – Immunsystem Stärkung für Athleten

Während und nach intensiven Trainingseinheiten steht dein Immunsystem unter Stress. Dabei kommt es zur sogenannten Antikörper-Bildung. Für diese Antikörper-Bildung braucht dein Körper L-Glutamin. Da Glutamin einer der Hauptbestandteile des Muskels ist, sinken die körpereigenen Vorräte der Aminosäure bei intensivem Training. 

Damit mehr Glutamin für die Antikörper-Bildung – und damit für dein Immunsystem – vorhanden sind, kann sich zusätzliche Einnahme von Glutamin nach dem Training positiv auf deine Regeneration und dein Immunsystem auswirken.

9. Kräuter & Gewürze

Lavendel soll den Geist beruhigen, Salbei antibakteriell wirken, Kamille den Magen zur Ruhe und Ingwer, Kurkuma, Knoblauch und Honig entzündungshemmend wirken. All diese Aussagen über diese Lebensmittel sind nicht wissenschaftlich geprüft und zugelassen. Deswegen können wir nicht wissen, ob diese natürlichen Hausmittel wirklich dein Immunsystem stärken. 

©Aamulya

Schaden wird ein Ingwertee aber wohl in den wenigsten Fällen. Wenn du das Gefühl hast, dass diese Hausmittel deine Abwehrkräfte stärken, nutze sie ruhig.

Immunsystem stärken: Hausmittel für deine Abwehrkräfte

Immunsystem stärken – natürlich und ohne Tabletten. Geht das? Klar! Mit der extra Portion Rücksicht auf dich und deinen Körper.

1. Halte deine Recovery Days ein

Wie auch dein Körper, braucht dein Immunsystem ausreichend Zeit, um sich zu erholen und stärker zu werden. Fehlende Pausen bringen deine Hormone durcheinander: Es wird zu wenig Testosteron und zu viel Cortisol produziert. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel schwächt das Immunsystem. 

2. Geh spazieren

Bewegung an der frischen Luft baut Stress ab, gönnt dem Gehirn eine Ruhepause und versorgt es mit frischem Sauerstoff. Gehst du am Tag spazieren, ist auch noch eine Extraportion Vitamin D für deine Immunabwehr drin.

3. Senke dein Stresslevel

Dauernd auf Hochtouren zu laufen, ist vergleichbar mit Übertraining. Auch Stress erhöht den Cortisolspiegel – bleibt dieser dauerhaft zu hoch, leiden deine Abwehrkräfte. Dein Stresslevel senkst du zum Beispiel mit Bewegung an der frischen Luft, Meditation, autogenem Training, bewusstem Atmen oder Sport. Aber auch ein Abend auf der Couch, kann reichen – finde heraus, was dir guttut. 

4. Schlaf gut

Erholsamer Schlaf ist – neben gesunder Ernährung – die Grundlage einer starken Abwehr. Eine gute Schlafroutine hilft dir, dich im Schlaf optimal zu erholen. Schlaf zu regelmäßigen Zeiten und steh auch jeden Tag zu einer ähnlichen Zeit auf. Auch am Wochenende.

Schlafende Frau
©Daly and Newton

Finde heraus, wie viel Schlaf du brauchst und plane deine Schlafzeiten so, dass du ausreichend Schlaf bekommst. Du hast Schlafprobleme? Unsere 10 Tipps gegen Schlafprobleme helfen dir.

5. Lüfte regelmäßig

Regelmäßiges Lüften vertreibt die verbrauchte Luft inklusive Viren und Bakterien und ersetzt sie durch Sauerstoff und neue frische Luft. 

6. Mach Wechselduschen

Studien legen nahe, dass Wechselduschen das Immunsystem stärken. Wer regelmäßig heiß-kalt duscht, meldete sich seltener krank. Eine Studie der Uni Jena stellte sogar fest, dass Wechselduschen die Anzahl der Lymphozyten – weißer Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind – erhöhen. 

7. Putz deine Zunge 

In der ayurvedischen Tradition gehört die Zungenreinigung genauso zur täglich Routine wie das Zähneputzen. Auf der Zunge sammeln sich über Nacht Giftstoffe und Bakterien, die am Morgen in Form eines weißlichen Belags auf der Zunge sind. Reinigst du die Zunge vor dem Zähne putzen, entfernst du diese Giftstoffe aus deinem Körper. 

Der positive Effekt auf das Immunsystem und die Zahngesundheit sind zwar wissenschaftlich bislang nicht belegt. Aber auch westliche Mediziner sind sich sicher: Schaden tut es nicht.

8. Lächle (Jetzt!)

Lächeln setzt Glückshormone frei und reduziert im Umkehrschluss Stresshormone. Deswegen entspannst du beim Lächeln. Selbst, wenn du dich zwingst zu lächeln, obwohl dir anders zumute ist, sorgt die spezifische Bewegung der Gesichtsmuskeln dafür, dass du entspannter und glücklicher bist. Das stärkt auch dein Immunsystem. 

9. Trainiere dein Immunsystem 

Mit einer guten Immunabwehr ist es wie beim Muskelaufbau. Was stärker werden soll, muss trainiert werden. Schon dich also nicht zu sehr, sondern setz dich auch Viren und Bakterien aus. Nur dann bildet dein Immunsystem spezifische Antikörper und ist in der Lage die Eindringlinge zu bekämpfen.

Sich Bakterien auszusetzen muss nichts Unangenehmes sein. Zum Beispiel beim Picknick im Park, wirst du dir kaum vor jedem Bissen die Hände waschen, oder? Und auch beim Küssen wirst du mit den Antikörpern des Partners konfrontiert. Die idealen Voraussetzungen, um dein Immunsystem zu stärken. 

Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem 

Die Ursachen für ein chronisch schwaches Immunsystem können vielfältig sein und bedürfen einer genauen Diagnose durch deinen Arzt. Im Folgenden nennen wir dir ein paar gängige Ursachen für ein schwaches Immunsystem, die du leicht selbst verändern kannst.

Zu viel Zucker & zu wenig Nährstoffe

Am Anfang dieses Artikels hast du gelernt, welche Nährstoffe dein Immunsystem stärken bzw. zu dessen normaler Funktion beitragen. Fehlen dir über einen längeren Zeitraum Nährstoffe, wird dein Abwehrsystem also zwangsläufig schwächer. 

©Fascinadora

Zu viel Zucker begünstigt kleine Entzündungsherde im Körper. Des Weiteren ist Zucker das Lieblingsessen von Bakterien und Parasiten, die deine Darmflora durcheinander bringen. Last but not least ähnelt die chemische Struktur von Zucker im Körper der Struktur von Vitamin C. Deswegen wird Zucker bis zu einem gewissen Punkt ähnlich verarbeitet, wie das Vitamin. Je mehr Zucker du isst, desto weniger Vitamin C nimmst du auf. Vitamin C ist aber essenziell für ein starkes Immunsystem. 

Bewegungsmangel & Übertraining

Bewegung stärkt das Immunsystem. Ein ausgewogenes Verhältnis von Belastung und Erholung trainiert deine Abwehrkräfte und erhöht die Widerstandsfähigkeit des Körpers. Zu viel Training oder gar kein Sport schwächt hingegen deine Abwehrkräfte.

Chronischer Stress & Schlafmangel

Beides begünstigt einen hohen Cortisolspiegel, der deine Abwehrkräfte dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzt. Irgendwann ist dein Immunsystem erschöpft und wird schwächer. Achte deswegen auf genügend Ruhepausen und Quality Time für dich selbst.

Alkohol & Nikotin

Alkohol entzieht deinem Körper Flüssigkeit und Nährstoffe. Ein Flüssigkeitsmangel erschwert deiner Abwehr die Arbeit, indem er den Abbau von Schadstoffen behindert, den Cortisolpegel erhöht, den Schlaf verschlechtert und die Aufnahme von Mikronährstoffen behindert. 

Nikotin trägt seinen Teil zu einem schwachen Immunsystem bei, indem es die weißen Blutkörperchen, die für die Bildung von Antikörpern zuständig sind, ausbremst.

Trockene Luft & Flüssigkeitsmangel

Beides lässt deine Schleimhäute austrocknen und begünstigt so, dass sich Viren und Bakterien einnisten. Dehydrierung verlangsamt, wie auch Alkohol, den Abbau von Schadstoffen.

Smoothies aus frischem Obst
©Foxys_forest_manufacture

Wie funktioniert das Immunsystem?

Die Funktionsweise des Immunsystems ist komplex und nach wie vor Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Auf das einfachste runtergebrochen lässt sich das Immunsystem in zwei Bereiche unterteilen. Das spezifische und das unspezifische Immunsystem. 

Das unspezifische Immunsystem umfasst Mechanismen, die verhindern sollen, dass Krankheitserreger überhaupt erst in den Körper eindringen oder sie angreifen, wenn es doch passiert ist. Dazu gehören zum Beispiel Schleimhäute, Flimmerhärchen, Magensäure und Tränen, aber auch eine Vielzahl verschiedener Zellen.

Vom spezifischen Immunsystem redet man, wenn dein Körper mithilfe der Lymphozyten, einer Form weißer Blutkörperchen, Antikörper gegen einen bestimmten Virus gebildet hat. Dabei werden verschiedenste Formen von Antikörpern gebildet, die alle spezifische Funktionen haben. 

Beispiel: Wenn alle deine Kollegen einen Virus haben, den du schon hattest, stehen die Chancen gut, dass dein Immunsystem sich selbst so gut mit Antikörpern gestärkt hat, dass es damit fertig wird. Du bleibst gesund. 

Fazit

  • Mit ausgewogener Ernährung kannst du dein Immunsystem stärken. 
  • Ausreichende Bewegung, frische Luft und gutes Stressmanagment stärken das Immunsystem. 
  • Bestimmte Mikronährstoffe sind unerlässlich für starke Abwehrkräfte.
Artikel-Quellen
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  • DGE (Stand 04.06.2020): Vitamin C

    https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-c/

  • DGE (Stand 04.06.2020): Vitamin E

    https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-e/

  • DGE (Stand 04.06.2020): Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit

    https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-wirkung/

  • Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (Stand 04.06.2020): Nachschlage-Tabellentool: Health Claims in Lebensmitteln

    Nachschlage-Tabellentool: Health Claims in Lebensmitteln

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