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Winterblues – so erkennst und überwindest du ihn

Grauer Himmel, kalte Temperaturen und die Sonne könnte sich auch mal wieder blicken lassen – der Winter kann uns von Zeit zu Zeit ganz schön auf die Stimmung schlagen. Das ist völlig normal und oftmals wissen wir genau, was wir tun können, damit es uns bald wieder besser geht. Was ist aber, wenn das bedrückende Gefühl bleibt oder ständig wiederkehrt? Umgangssprachlich wird dieses Gefühl als Winterblues oder auch SAD (seasonal affective disorder) bezeichnet und wird primär ausgelöst durch den starken Lichtmangel im Winter. Doch woran erkennst du, ob der Winterblues dich eingeholt hat? Und was kannst du tun, um die kalte Jahreszeit wieder mehr zu genießen und ihre positiven Seiten zu sehen? Wir geben dir die besten Tipps um deine Stimmung aufzuhellen. Und denk daran, dass auf jeden Winter ein sonniger Frühling folgt!

Außerdem lesenswert: Wie du dich im Winter am besten motivierst, verraten wir dir in 8 hilfreichen Tipps.

© Cavan Images

Du kennst dich selbst am besten! Wahrscheinlich merkst du schnell, ob du einfach nur einen schlechten Tag hast, an dem du deine Laune mit einem schokoladigen Proteinriegel wieder aufhellen kannst, oder ob doch mehr dahinter steckt. Manchmal schleichen sich jedoch Muster und Gefühle ein, die wir ignorieren oder denen wir keine Aufmerksamkeit schenken wollen. Um dem Wintertief und der schlechten Stimmung zu entgehen, lohnt es sich jedoch, unser Verhalten achtsam wahrzunehmen. Hinweise auf den Winterblues können sein:

#1 Du bist ständig schlecht gelaunt

Die Ampel ist zu lange rot, deine Nachricht wird zu spät beantwortet, die Schlange im Supermarkt ist zu lang…eine Kleinigkeit reicht aus, um dir ordentlich die Laune zu verderben.

#2 Du wirst schnell sehr emotional

Wütend, traurig, genervt… deine Emotionen kochen aus dem kleinsten Grund schnell über, selbst wenn dich der Auslöser im nachhinein kaum mehr tangiert. Dieses Muster kann sich auch in emotionalem Essen wiederspiegeln.

#3 Dir ist alles egal

Statt überkochenden Emotionen fühlst du… relativ wenig. Du stehst den meisten Dingen gleichgültig gegenüber und merkst, dass dieses Gefühl mit mangelhafter Motivation einhergeht.

#4 Du kannst dich schlecht konzentrieren

Kurz mal das Handy checken – und auf Social Media versinken. Lieber putzen, waschen und staubsaugen, als sich der eigentlich wichtigen Aufgabe zu widmen. Mangelnde Konzentration ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der Winterblues eingeschlichen hat.

#5 Deine Muskeln sind verspannt

Sei es der Nacken, die Schultern oder der Rücken…deine Muskeln fühlen sich immer öfter verspannt an? Verspannungen können ein Zeichen für negative Emotionen sein.

Unser Tipp: Auch wenn die Ursache damit nicht behoben wird, kann Foam Rolling dir Entspannung verschaffen. Wir zeigen dir 5 hilfreiche Übungen mit der Faszienrolle.

#6 Du schläfst schlecht

Ein- oder Durchschlafen stellen Probleme dar und du fühlst dich am nächsten Morgen wie gerädert. Kaffee brauchst du am besten literweise. Auch auf diesem Weg kann dir dein Körper zeigen, dass etwas nicht stimmt.

© Photographer, Basak Gurbuz Derman

Ständig auf den Frühling oder auf die Sonne zu warten und dich über das graue Wetter beschweren, kann deine Stimmung schnell noch weiter runterziehen. Nimm die Dinge selbst in die Hand, statt zu warten! Wir zeigen dir unsere liebsten Methoden, um aus dem winterbedingten Stimmungstief herauszukommen. Das bedeutet in erster Linie: dem inneren Schweinehund einen gewaltigen Tritt zu verpassen. Und zwar so:

#1 Beweg dich!

Du hast es dir sicher gedacht – auch wenn dir nicht danach ist, ist es wichtig, dich genau jetzt zu bewegen. Ob Krafttraining im Gym, Joggen durch den Park, Mannschaftssport… die Möglichkeiten sind unendlich und es ist egal, wofür du dich entscheidest. Das Wichtigste ist, dass es dir Spaß macht!

Du weißt nicht genau, wo du anfangen sollst? Unter unseren Workouts findest du Einheiten für jedes Fitnesslevel und brauchst nicht mehr als eine Matte und etwas Platz.

#2 Igel dich nicht ein

Am liebsten willst du mit deiner Couch verschmelzen und den nächsten Serienmarathon starten? Es gibt Abende, da ist uns nicht nach Gesellschaft. Wenn du aber merkst, dass sich diese Abende häufen, überwinde dich und ruf deine beste Freundin, deinen besten Freund oder eine enge Bezugsperson an. Verabrede dich, auch wenn es nur kurz ist und du wirst merken, wie gut dir diese Gesellschaft tut. Hast du das Bedürfnis, rede mit deinen Freund*innen über deine Gefühlslage. Wenn dir nicht danach ist, zwinge dich nicht dazu. Auch über belanglose Themen zu reden kann dir helfen, eine unbeschwerte Zeit zu haben. Immer eine gute Idee? Gemeinsam Kochen! Wir nehmen dir die Arbeit der Rezeptsuche gerne ab. Wie wäre es mit einer veganen Blumenkohlsuppe mit Tahini? Perfekt für kalte Wintertage.

#3 Tank frische Luft

Selbst kurze Spaziergänge können deine Laune wieder verbessern. Versuche dafür, regelmäßig eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Selbst wenn es nur kurz ist, die Regelmäßigkeit macht den Unterschied. Wir erklären dir genau, welche positiven Vorteile das Spazieren auf Körper und Geist haben kann.

#4 Ernähre dich frisch und gesund

Nicht immer müssen deine sportlichen Ziele den Hauptgrund darstellen, dich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auch deine Stimmung und deine Gefühlslage kannst du mit gesunden Lebensmitteln und Mahlzeiten positiv beeinflussen. Du hast das Gefühl, ständig Zucker und “Comfort Food” zu brauchen? Verbiete dir nichts. Ersetze lieber die Tafel Schokolade durch eine gesünderen Alternative, beispielsweise mit unseren schokoladigen Protein Brownies, ganz ohne zugesetzten Zucker.

#4 Probiere Yoga oder Meditation

Nimm dir Zeit für dich. Und damit meinen wir nicht, Zeit am Handy oder vor dem Fernseher zu verbringen. Verbinde dich ganz bewusst mit Körper und Geist. Wie wäre es mit einem sanften Yoga-Flow oder etwas Meditation? Wir zeigen dir, welche Art von Yoga am besten zu dir passt. Der beste Weg, es herauszufinden, ist allerdings: ausprobieren!

#5 Vereinbare Dates mit dir selbst

Zeit für dich nimmst du dir dann, wenn du mal ein paar Minuten übrig hast? Mache dich selbst zur Priorität und vereinbare feste Termine mit dir selbst, in denen es nur um dich geht. Handy weg, Fernseher aus. Ob du deine Selfcare-Routinen lieber am Morgen oder am Abend machst (oder beides, hey, warum nicht?) ist dir überlassen. Du kannst morgens ohne Ablenkung deinen ersten Kaffee genießen, Abends eine beruhigende Gesichtsmaske auftragen, meditieren…oder eben einfach das tun, was dir gut tut.

Unsere Idee für einen entspannten Abend? Wie wäre es mit einer selbstgemachten Protein Pizza, die du ganz nach belieben belegen kannst.

#6 Sei nachsichtig mit dir

Für deine Freund*innen hast du immer einen guten Rat, sprichst ihnen Mut zu und baust sie wieder auf. Zu dir selbst bist du hingegen streng und ungeduldig? Auch wenn es sich ungewohnt anfühlt – versuche, mit dir genau so einfühlsam umzugehen, wie mit deiner besten Freundin, deinem besten Freund. Positive Affirmationen können dir dabei helfen, dir selbst Mut zu machen und dir ein gutes Gefühl zu geben. Achte auf dich und die Signale, die dein Körper dir sendet. Manchmal braucht man einfach eine Pause und die darfst du dir mit gutem Gewissen nehmen.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält Tipps für einen besseren Umgang mit Stresssituationen. Sie ersetzen jedoch keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Wenn dein Alltag oder der von Menschen in deinem Umfeld über Wochen hinweg von Müdigkeit und Verstimmungen bestimmt wird, solltest du professionelle Hilfe aufsuchen. Frühsymptome, die auf depressive Phasen oder Depressionen hinweisen können, sind Energiemangel, anhaltende Müdigkeit, Reizbarkeit, Angst, Schlafstörungen, Lustlosigkeit, Apathie und Appetitlosigkeit. (Neurologen und Psychiater im Netz – Das Informationsportal zu psychischer Gesundheit und Nervenerkrankungen).

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