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Herbstgemüse – was du über die aromatischen Pflanzen wissen solltest

Freie Journalistin
Carina ist freie Journalistin und schreibt unsere Lifestyle- und Ernährungs-Artikel

Um Vielfalt auf dem Nutrition-Plan müssen wir uns auch nach dem Sommer nicht sorgen, denn Herbstgemüse hat eine große Vielfalt zu bieten. Was dazu gehört und wie unsere Favoriten wie Kürbis und Rote Beete zubereitet werden können, zeigen wir dir hier. 

Welches Gemüse ist Herbstgemüse?

Der Herbst steht vor der Tür – und damit wird uns auch wieder ganz bestimmtes Gemüse aufgetischt, nämlich Herbstgemüse. Damit wird es in der kalten Jahreszeit wieder etwas deftiger und herzhafter.

Aber was genau zählt zu Herbstgemüse? Darunter versteht man alle Sorten, die im Herbst geerntet werden können. Sie überleben andere Wetterbedingungen als ihre saisonalen Vorgänger und können dementsprechend auch bei niedrigen Temperaturen heranwachsen, sind demnach ziemlich kälteverträglich.

Im Herbst kommen besonders Kohl-Liebhaber auf ihre Kosten, denn dieses Gemüse bereichert unter anderem den Speiseplan. Bei sinkenden Temperaturen auch mit dabei: Kürbis aller Art, Wirsing, Rotkohl, Chinakohl, Weißkohl, Blumenkohl, Grünkohl sowie Rote Beete, Pastinaken, Steckrüben, Möhren, Schwarzwurzeln, Sellerie, Fenchel, Spinat, Mais, grüne Bohnen und diverse Salatsorten, darunter Feldsalat, Eisbergsalat und Endiviensalat.

Schau am besten auf dem Wochenmarkt vorbei, um den bunten Mix zu finden, der die kältere Saison kulinarisch gesehen super vielversprechend macht. Denn mit Herbstgemüse können wir spannende Rezepte ausprobieren. Während es draußen immer ungemütlicher wird, lassen wir es uns drinnen mit diversen Wärmespendern, zum Beispiel mit leckeren Suppen und Eintöpfen, gutgehen. Aber du kannst mit Blumenkohl, Rote Beete, Fenchel und Co. auch leichtere Gerichte zaubern.

Und was noch ein extra Pluspunkt ist: Das Gemüse, das im Herbst Saison hat, ist natürlich auch gesund. Damit sind wir also schon mal versorgt, was Vitamine und Mineralstoffe angeht. Tatsächlich hat saisonales Gemüse sowieso das beste Aroma, die höchste Nährstoffdichte und wächst unter natürlichen Umständen. Es lohnt sich also immer, vor dem Einkauf zu checken, was momentan eigentlich erntereif ist.

Liste mit Herbstgemüse: Unsere Favoriten im Überblick

Kohl

Kein Herbst ohne Kohl! Damit wird es in der Küche ziemlich vielseitig, denn ob Blumenkohl, Grünkohl oder Wirsing, alle Sorten haben nicht nur ein anderes Aussehen, sondern auch total unterschiedliche Aromen und bringen demnach Vielfalt auf den Teller. Trotzdem haben sie alle etwas gemeinsam: Grundsätzlich sind in Kohl nämlich unabhängig von der Sorte viele Vitamine und Mineralstoffe, darunter B-Vitamine, Vitamin C, Folsäure, Calcium und Eisen.

Kürbis

Kein Gemüse schreit mehr nach Herbst als der Kürbis. Der ziert im trockenen Zustand ja auch gerne die Wohnräume, wenn es draußen langsam kälter wird, ist aber eben auch ein absoluter Liebling in der Küche. Kein Wunder, denn er lässt sich super vielseitig zubereiten – man kann ihn zum Beispiel braten, grillen, pürieren, (über)backen oder einlegen. Das dürfte besonders diejenigen freuen, die auf eine bewusste Ernährung achten. Kürbis ist nämlich ein super kalorienarmes Herbstgemüse, hat gerade mal rund 25 Kalorien bei 100 Gramm. Und auch hier gibt es eine gute Portion an Vitaminen, Mineralstoffen und sättigenden Ballaststoffen.

Feldsalat

Würzig und nussig – Feldsalat überzeugt mit einem ganz besonderen Geschmack und sticht damit unter den vielen Salaten durchaus heraus. Eine interessante Kombination ist vor allem die mit Käse – sei es Ziegenkäse, Feta oder Mozzarella. Eine Geschmacksexplosion, die einfach zuzubereiten ist und jeden Herbsttag bereichert. Schon gewusst? Feldsalat, dessen Haupterntezeit zwischen September und Januar ist, ist tatsächlich nährstoffreicher als andere Blattsalate.

Spinat

Schon von klein auf wird uns beigebracht, dass Spinat ein richtiges Powerfood ist. Er ist zwar keine Eisenbombe, wie es ihm gerne nachgesagt wird, aber trotzdem eine gute Eisenquelle, enthält außerdem Mangan, Magnesium, Kalzium und Kalium sowie Vitamin A, C, E und K. Grund genug, um Spinat reichlich im herbstlichen Ernährungsplan zu integrieren – unter anderem ganz traditionell mit Spiegelei oder als Zutat für Pasta und Risotto.

Mais

Der Ausdruck “Klein, aber oho” passt perfekt zu Mais. Schließlich sind die Körner im Miniformat absolute Kraftpakete, enthalten eine gute Menge an Kalium und Magnesium sowie Beta-Carotin und Folsäure. Wir lieben das Herbstgemüse unter anderem als Salatzutat oder zu Polenta, also Maisgrieß verarbeitet. Aber auch ein gebackener Maiskolben ist perfekt für einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher. Trotzdem sollte man bei der Menge im Hinterkopf behalten, dass mit 90 Kalorien pro 100 Gramm Mais im Vergleich zu anderen Gemüsesorten etwas kalorienreicher ist.

Wurzelgemüse: Die aromatischen Knollen

So viel Auswahl wir auch haben, im Herbst geht einfach nichts über Wurzelgemüse, das die Lust nach etwas Herzhaftem stillt. Es hat einen aromatischen, manchmal süßen Geschmack und eignet sich perfekt für Eintöpfe sowie cremige Suppen, ist außerdem – zum Beispiel als Ofengemüse – eine tolle Beilage.

Rote Beete

Rote Beete ist aufgrund der Farbgebung ein absoluter Hingucker, aber natürlich ist die Optik nicht das Einzige, was dieses beliebte Herbstgemüse zu bieten hat. Sie ist eine Power-Pflanze, die wenig Kalorien, dafür aber eine Menge Vitamine A, C sowie B und Betanin, Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure enthält. Man kann Rote Beete roh verzehren, zum Beispiel gewürfelt im Salat verwenden oder in hauchdünne Streifen schneiden und Carpaccio daraus machen. Die Knolle schmeckt aber auch gekocht super lecker, zum Beispiel als Beilage für Fleisch und Fisch.

Möhren

Möhren sind ja absolute Klassiker, aber dafür nicht weniger kulinarisch spannend. Man darf dieses Wurzelgemüse nicht unterschätzen, denn es passt in unterschiedlichste und internationale Gerichte – sei es ein vietnamesisches Curry oder ein andalusischer Salat. Außerdem ist dieses Herbstgemüse mit Kalium, Kalzium und Eisen leicht bekömmlich und kalorienarm – weswegen es gerne regelmäßig auf dem Teller landen darf. Übrigens: Dass Möhren orangefarben sind, haben sie sekundären Pflanzenstoffen namens Carotinoiden zu verdanken. Und die wirken als Antioxidantien, die unter anderem Zellen vor Schäden bewahren können.

Pastinaken

Pastinaken erleben ja gerade einen kleinen Hype und werden unter dem Herbstgemüse immer beliebter. Ähnlich wie Möhren sind sie sowohl roh als auch gegart verzehrbar, eignen sich zum Beispiel für einen Salat oder als Extra-Zutat für Kartoffelpüree. Auch sie können in Sachen Nährstoffen punkten, denn in dem Wurzelgemüse steckt eine Menge Vitamin C und Kalium. Übrigens sind Pastinaken sehr sättigend.

Exkurs: Obst im Herbst

Bevor wir uns die tollen Rezepte für Herbstgemüse anschauen wollen, wagen wir noch einen kleinen Abstecher in die Obstwelt. Es ist schließlich interessant zu wissen, welche Früchte eigentlich im Herbst Saison haben. Dazu gehören vor allem Äpfel, Birnen Quitten, Brombeeren, Pflaumen und Tafeltrauben.

Die besten Rezepte mit Herbstgemüse

Lauwarmer Herbstsalat mit Ofengemüse & Tahini-Dressing

Wie wir unseren Teller am liebsten mögen? Voll mit buntem Gemüse und serviert mit einem cremigen Dressing. Unser Lauwarmer Herbstsalat ist super einfach zubereitet und vereint saisonales Ofengemüse auf einem Teller (oder in einer Schüssel). Durch das Tahini-Dressing und die getrockneten Cranberries wird der lauwarme Salat unwiderstehlich. Das Beste? Wir verpassen dem Dressing eine Extra Portion Eiweiß und genießen so unser Ofengemüse proteinreich – wir lieben es!

Lauwarmer Herbstsalat
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Herbstliches Kürbis Mac and Cheese Rezept

Käse Makkaroni sind schlechthin die Definition von Comfort Food. Wir geben der cremigen Nudelpfanne ein kleines Upgrade und verpassen ihr eine Portion Kürbis. Durch die braucht unsere Pasta keinen Käse mehr und schmeckt trotzdem unvergesslich gut. Vegan, proteinreich & kohlenhydratärmer genießen wir diesen Herbst leckere Kürbis Mac and Cheese.

Kürbis Mac and Cheese Pasta
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Protein Pumpkin Spice Overnight Oats Rezept

Schon morgens genüsslich einen Kuchen essen? Wir machen es möglich mit unserem veganen Rezept für proteinreiche Pumpkin Spice Overnight Oats – die geben dir das Pumpkin Pie Erlebnis schlechthin. Getoppt mit süßen Bratäpfeln und frischen Toppings wird das Haferflocken-Frühstück zu einem wahren Genuss und stärkt dich für den Tag.

Pumpkin Spice Overnight Oats
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Pinker Couscous Salat mit Rote Beete

Bei uns heißt es heute Pretty in Pink! Ganz nach dem Motto jeden Tag etwas Neues auszuprobieren, lassen wir unseren Couscous Salat heute in einem satten Pink erstrahlen. Es ist ein bunter Salat, der sich ideal eignet für die ersten Herbsttage: Wenn man dem Sommer und den frischen Gerichten noch nachsehnt, während man sich eigentlich auf den Herbst und die gemütliche Atmosphäre freut. Was du in unserem pinken Salat findest? Rote Beete, Babyspinat, Pastinaken und noch vieles mehr – lass dich überraschen und probiere es selbst aus!

Pinker Couscous Salat
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Asiatische Blumenkohlsalat mit Fenchel

Blumenkohl, Fenchel und ein asiatisches Dressing – was für eine Kombi! Dieser Mix macht den besonderen Geschmack aus, der durch das geröstete Gemüse unterstrichen wird. Der Salat mit Herbstgemüse ist mehr als nur eine Beilage und durchaus als Hauptgericht geeignet.

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Pastinaken-Kartoffelsuppe

Wenn draußen das Regenwetter wütet, machen wir es uns mit einer leckeren Creme-Suppe aus Herbstgemüse gemütlich. Mit Pastinaken und Kartoffeln ist die super gesund, aber vor allem auch ein absoluter Sattmacher. Danach kann man sich gerne eine kleine Power-Nap gönnen.

Unser Tipp: Für den gewissen Crunch sorgen unsere Protein Flakes – mit einem sagenhaften Eiweißgehalt von 53 Prozent –, die man einfach über die Suppe streuen kann.

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Rote-Beete-Suppe

Von Suppen kann man ja im Herbst nicht genug bekommen, besonders, wenn die Temperaturen gerade kräftig sinken. Diese Suppe schmeckt mit Roter Beete herzhaft, ist aber mit nur 402 Kalorien super leicht.

Rote Beete Suppe mit Cashew-Swirl
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Protein Pasta mit Grünkohl-Pesto

Jetzt wird Pesto noch geschmacksintensiver – nämlich mit Grünkohl. Die ideale Alternative zu klassischen Pasta-Rezepten, die Abwechslung auf den Teller bringt. Sowieso ist dieses Gericht eine tolle Möglichkeit, um den Facettenreichtum von Grünkohl zu erfahren. Der kann nämlich mehr als nur Beilage von Würstchen und Kartoffeln sein.

Unser Tipp: Ciao Carbs! Wir empfehlen herkömmliche Nudeln mit unserer Protein Pasta auszutauschen. Die kommt nämlich mit 66 Prozent weniger Kohlenhydraten, dafür aber mit viermal mehr Eiweiß.

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Protein Kürbis Muffins

Mit Kürbis wird es in der Küche nie langweilig, denn das Herbstgemüse lässt sich sowohl herzhaft als auch süß verarbeiten. Deswegen machen wir daraus einfach ein leckeres Dessert bzw. einen Snack für einen gemütlichen Fernsehabend – mit einem angenehm nussigen Aroma.

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Herbstgemüse: Fazit

  • Im Herbst haben unter anderem verschiedene Kohlsorten, Wurzelgemüse, Feldsalat, Spinat und grüne Bohnen Saison.
  • Herbstgemüse ist perfekt für eine deftig, herzhafte Küche, weil es sehr aromatisch ist.
  • Ob Suppe, Eintopf, Pasta oder Muffin – Herbstgemüse lässt sich vielseitig verarbeiten.
  • Kohl, Kürbis, Rote Beete und Co. enthalten wichtige Vitamine und Nährstoffe und bereichern somit den Ernährungsplan.
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